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Orchideen sind besonders beliebte Heimpflanzen, die auf kaum einem Fensterbrett fehlen. Sie gelten als Pflanzen, die viel Sonne vertragen und wenig Wasser brauchen. So einfach dies auch klingen mag, so schwierig gestaltet sich die hauseigene Aufzucht – denn Orchideen können ganz schöne Diven sein. Licht- und Wasserverhältnisse müssen genau auf sie abgestimmt sein. Wir zeigen dir, wie du das bei dir zu Hause hinbekommst.

Orchideen: Wissenswertes

Bevor wir genauer auf die richtige Pflege von Orchideen eingehen, liefern wir dir einige allgemeine Informationen zu den hübschen Pflänzchen.

Die Wurzeln sind auch in der Heimzucht sichtbar und müssen genügend Platz bekommen, um sich richtig entwickeln zu können.

Mehr zum richtigen Standort und sonstige Informationen zur Orchideen-Aufzucht findest du in den folgenden Absätzen.

Standort: Wo sollte man Orchideen aufstellen?

Wo stellt man Orchideen am besten hin bzw. wo fühlen sie sich am wohlsten? Diese Frage stellen sich vermutlich die meisten, die ihre Premiere als Orchideenzüchter feiern. Der richtige Standort entscheidet neben dem richtigen Orchideen-Licht unter anderem darüber, ob die Zucht von Erfolg gekrönt ist.

Wichtig ist, dass Orchideen an einem Platz aufgestellt werden, an dem sie genügend Licht bekommen. Auch wenn sie wunderschöne Zierpflanzen sind, die überall besonders dekorativ wirken, ist der für sie perfekte Platz doch das Fensterbrett. Denn dort herrschen genau die richtigen Lichtverhältnisse. Die Frage „Müssen Orchideen am Fenster stehen?“ kann also ganz einfach beantwortet werden: Ja, es ist sehr zu empfehlen.

Wichtiger Pro-Tipp:

Als Alternative zu einem Platz am Fensterbrett können Orchideen ebenfalls unter einer speziellen Pflanzenlampe positioniert werden, um sie mit ausreichend Licht zu versorgen. Dazu erfährst du weiter unten mehr.

Orchidee am FensterEine Frage, die sich bei einem Standort am Fenster häufig stellt, ist jene nach der Heizung. Können Orchideen über der Heizung stehen? Das lässt sich bei den meisten Fensterplätzen leider nicht vermeiden, befindet sich die Heizung doch meistens direkt unter Fenstern. Das Problem daran ist, dass Heizungsluft trocken ist und Pflanzen – genauso Orchideen – feuchte Luft benötigen.

Was zunächst wie ein Ausschlusskriterium für den Standort direkt über der Heizung erscheint, ist es aber in Wahrheit nicht.

Wenn du für ausreichend Befeuchtung deiner Pflanzen sorgst, kannst du sie getrost über der Heizung positionieren. Es gibt jedoch sehr wohl Orchideen-Arten, die den Aufenthalt über der trockenen Heizung gar nicht begrüßen. Informiere dich hier jeweils zur gewünschten Sorte.

Licht: So funktioniert die richtige Orchideen-Beleuchtung

Zu Beginn zeigen wir dir in einigen Fragen und Antworten die Eckpunkte der richtigen Beleuchtung von Orchideen.

Brauchen Orchideen wenig oder viel Licht?

Am liebsten mögen Orchideen helle, sonnige Standorte. Insbesondere im Sommer muss aber darauf geachtet werden, dass die Sonneneinstrahlung nicht zu stark ist und die Pflanzen sachgerecht abgeschirmt werden. West- und Ostfenster eignen sich bestens, Südfenster sind suboptimal, da sie insbesondere im Sommer starke Sonneneinstrahlung zulassen. Wenn die Pflanzen an einem Südfenster stehen, dann bitte nur im Schutze eines Vorhangs oder Ähnlichem.

Können Orchideen im Dunkeln stehen?

Im völlig Dunklen sollten Orchideen auf keinen Fall stehen. Pflanzen können ohne Licht schlichtweg nicht überleben, weil sie nicht die nötige Lichtenergie bekommen, um Wachstum und Blüte voranzutreiben. Licht ist daher unumgänglich. Dennoch mögen Orchideen auch direkte Sonneinstrahlung nicht.

Eignet sich für Orchideen künstliches Licht?

Es gibt im Normalfall zwei Situationen, in denen du deine Orchideen nicht ausreichend mit natürlichem Licht versorgen kannst:

  1. Es ist Winter und die Sonne hat nicht mehr genügend Kraft, um deine Pflanzen mit ausreichend energiereichem Licht zu versorgen.
  2. Du hast keinen passenden Platz auf einem Fensterbrett, um deinen Orchideen genügend Licht zukommen zu lassen.

Standort für Orchidee wählen

In beiden Fällen musst du für eine andere Lichtquelle sorgen, die den Orchideen genau das Licht gibt, das sie sonst von der Sonne bekommen. Für das Pflanzenwachstum ist es hierbei besonders wichtig, dass die verwendete Lampe verschiedene Spektren des Lichts abdeckt.

Die gewählte Lampe sollte möglichst viel Licht im Bereich der photosynthetisch aktiven Strahlung (PAR) abgeben. Das ist genau jener Spektralbereich, den die Pflanze benötigt, um Photosynthese zu betreiben.

Eine Pflanzenlampe ist also nur dann sinnvoll bzw. effizient, wenn viel Licht in diesem Spektrum der photosynthetisch aktiven Strahlung (PAR) liegt.

Besonders empfehlenswert für die richtige Beleuchtung von Pflanzen jeglicher Art sind LED-Lampen. Damit lässt sich die Lichtfarbe genau so abstimmen, dass sie der PAR entspricht. Abgesehen davon bringen LEDs aber noch andere Vorteile mit sich. Welche das sind, zeigen wir dir hier:

Aber Achtung:

Wenn du für deine Pflanzen LED-Lampen kaufen willst, solltest du darauf achten, dass es spezielle Pflanzen-LEDs sind. LED-Lampen für den Wohnbedarf eignen sich für die grünen Zöglinge nicht.

Orchideen-Licht: Das deutet auf falsches Licht hin

DVertrocknete Blüteu wirst bald merken, ob deinen Orchideen ihr Standort und die dort herrschenden Lichtverhältnisse gefallen.

Denn bei falscher oder unzureichender Beleuchtung können sie Symptome entwickeln. Welche sind das?

Wenn Orchideen zu wenig Licht bekommen, beginnen die Triebe zu verkümmern. Arten, die besonders viel Licht benötigen, werfen Blüten und Blätter ab und stellen das Wachstum schließlich komplett ein.

Zu viel Licht tut den Epiphyten allerdings auch nicht gut. Wenn sie zu starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, können sie – wie wir Menschen – Sonnenbrand bekommen. Dieser macht sich durch Flecken bemerkbar. Sobald die Pflanzen an einen anderen Standort kommen, der der Hitze nicht so stark ausgesetzt ist, erholen sie sich rasch.

Um deinen Orchideen sowohl einen Sonnenbrand als auch abfallende Blüten und Blätter zu ersparen, solltest du sie daher an einen für sie geeigneten Ort stellen. Wie wir bereits gelernt haben, mögen Orchideen am liebsten halbschattige Plätzchen, an denen sie dennoch genügend Licht abbekommen. Wenn du das nicht gewährleisten kannst, sorgst du am besten mit einer speziellen LED-Lampe für Pflanzen für die richtige Beleuchtung.

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Beobachte deine Pflanzen außerdem gut: Wenn dir etwas komisch vorkommt oder sie oben genannte Symptome entwickeln, solltest du sie am besten an einen anderen Platz stellen.

Luftfeuchtigkeit: Sie mögen es feucht

Orchideen brauchen, genau wie alle anderen Pflanzen auch, viel Feuchtigkeit. Doch damit ist nicht (nur) die Feuchte vom Gießen gemeint. Sie benötigen zusätzlich ausreichend Feuchtigkeit aus der Luft. Eine Luftfeuchte zwischen 50 und 60 % ist ideal für die Aufsitzerpflanzen.

Ähnlich wie bei falschen Lichtverhältnissen reagieren Orchideen auch auf dauerhaft zu niedrige (unter 40 %) oder zu hohe (über 80 %) Luftfeuchtigkeit mit verschiedenen Symptomen. Neben regelmäßigem Lüften und gemäßigtem Heizen gibt es weitere Möglichkeiten, den Orchideen feuchte Luft zu verschaffen:

Orchideen schneiden, pflegen, gießen

Zwar brauchen Orchideen genügend Licht, beim Gießen sind sie dafür recht genügsam. Während der Wachstumszeit sollte nur alle 7 bis 10 Tage gegossen werden. Zwischen den einzelnen Güssen ist es wichtig, dass die Erde fast vollkommen trocken wird – sie sollte aber nicht austrocknen. Allerdings gibt es hier keine allgemeingültige Regel für jede Orchidee. Je nach Art wollen Orchideen mehr oder weniger Wasser. Informiere dich hier am besten bei deinem Floristen.

Wenn du faule oder schimmlige Teile an deiner Orchidee entdeckst, solltest du diese wegschneiden – allerdings nur sehr vorsichtig und sparsam. Orchideen mögen es eigentlich nicht, wenn sie geschnitten werden. Verwende daher ein scharfes, sauberes Messer und gehe damit besonders sanft vor. Vertrocknete Blüten und Blätter wirft die Pflanze im Normalfall von selbst ab.

Licht, Liebe und Luftfeuchtigkeit

Orchideen sind nicht die einfachsten und pflegeleichtesten Pflanzen, die man zu Hause züchten kann. Mit ein wenig (grünem) Fingerspitzengefühl kannst du dich aber schon bald über die Blumenpracht in deinen vier Wänden freuen. Versorge deine Orchideen mit ausreichend Licht (natürlichem oder LED-Licht), Wasser und Luftfeuchtigkeit, beobachte und überprüfe sie auf etwaige Symptome, dann steht einer schönen Orchideen-Blüte nichts mehr im Weg.


Titelbild:  © maryviolet – stock.adobe.com; Bild 1: © pixs:sell – stock.adobe.com; Bild 2: © Daniel – stock.adobe.com: Bild 4: © maryviolet – stock.adobe.com Bild 5: © Tom Zander – stock.adobe.com; Bild 6: © Goffkein – stock.adobe.com;

Wer Pflanzen in der Wohnung züchten will, muss nicht nur für ausreichend Wasser und Nährstoffe, sondern auch für Licht sorgen. Wenn deine Pflänzchen über die Wachstumsphase bereits hinaus sind und sich in der Blütephase befinden, eignet sich eine LED-Grow-Lampe speziell für die Blütezeit bestens als Lichtquelle. LED-Lampen sind stromsparend und effizienter in der Beleuchtung. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über die richtige LED-Grow-Lampe für die Blütephase wissen musst.

LED-Grow-Lampe für die Blütephase: Welche Vorteile bringt sie mit?

Eine LED-Blüten-Lampe bringt einige Vorteile mit sich, die wir dir hier genauer erläutern wollen. LED-Lampen…

Wie wirkt die LED-Grow-Lampe auf die Pflanze?

Je nach der Phase, in der sich die Pflanze befindet, benötigt sie unterschiedliches Licht.

Während es in der Wachstumsphase ein bläulicheres Spektrum ist, ist es in der Blütephase ein Spektrum mit höherem Rotanteil.

Wie funktioniert eigentlich Pflanzenwachstum?

Das Wachstum der Pflanze findet ganzjährig statt. Dabei folgt auf die Wachstumsphase stets die Blütephase. Lediglich im Winter stellen Pflanzen das Wachstum ein und fallen in eine Art Winterruhe. Nach dem Winter sprühen die Pflanzen geradezu vor Lebensfreude und treiben fleißig aus.

Konkret sorgt die Photosynthese dafür, dass Blüten, Blätter und Co. zu wachsen beginnen. Die Farbzellen in den Blättern nehmen Photonen aus dem Licht auf und wandeln diese in chemische Energie um. Mithilfe dieser Energie entwickelt die Pflanze organische Verbindungen und in der Folge Blüten, Früchte, Wurzeln etc.

Dabei ist für Fülle und Art des Wachstums entscheidend, wie viel von welchem Licht wie lang auf die Pflanze wirkt. Wie vorher bereits erwähnt, wirkt blaues Licht vor allem auf die Blatt- und Triebproduktion, rotes Licht hingegen auf die Blütenproduktion.

Doch welchen Einfluss hat die LED-Grow-Lampe auf Wachstum und Blüte konkret? Eine LED-Lampe versorgt die Pflanzen mit Licht, das sie für die gesunde Entwicklung in der Heimzucht dringend brauchen. Außerdem imitiert das Licht die photosynthetisch aktive Strahlung (PAR). Die Wellenlängen einer LED-Grow-Lampe entsprechen genau jenen, die Pflanzen auch in der Natur bekommen, um zu wachsen.

LED-Grow-Beleuchtung: Tipps

Im Folgenden beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Thema richtige Beleuchtung der Pflanzen mit LED-Lichtern.

Welche Lampe eignet sich für meine Pflanzen?

Welche Lampe die richtige für deine Pflanzen ist, hängt von der Art ab. Nicht jede Pflanze hat denselben Lichtbedarf. Je nach Art benötigt eine Pflanze mehr oder weniger Licht. Allgemein wird den Lichtbedarf betreffend zwischen Kurztagpflanzen und Langtagpflanzen unterschieden:

Wichtig für die Bemessung ist die kritische Tageslänge. Diese liegt zwischen 10 und 14 Stunden. Bei einer Kurztagpflanze muss diese Tageslänge erreicht werden, um die Blütenproduktion überhaupt in Gang zu bringen. Wird sie aber überschritten, blühen Kurztagpflanzen nicht auf. Bei Langtagpflanzen muss die Tageslänge von 14 Stunden überschritten werden, sonst blühen sie nicht.

LED-Grow-Lampe mit 600, 1000 Watt und Co.

Paneele für die PflanzenBei einer LED-Lampe für gutes Pflanzenwachstum benötigst du keine hohen Wattzahlen. LEDs zeichnen sich durch ihre Leistungsfähigkeit jenseits von Wattzahlen aus. Viel wichtiger bei den Lampen ist die photosynthetisch aktive Strahlung. Sie ist hier der entscheidende Faktor, der die LED-Lampe zu solch einer stromsparenden macht.

Folgendes Beispiel geht von einem täglichen Betrieb der Lampe von 14 Stunden und Stromkosten von 35ct/kWh aus: Während eine NDL-Lampe (Natriumdampflampe) mit einer elektrischen Leistung von 400 Watt monatliche Stromkosten von etwa 60 Euro verursacht, verbraucht eine LED-Lampe von vergleichbarer nutzbarer Lichtleistung nur etwa 240 Watt und kommt damit auf Stromkosten von etwa 36 Euro im Monat. Eine in der Anschaffung doch eher teurere LED-Lampe hat sich – im Vergleich mit der NDL-Lampe – nach gut einem halben Jahr amortisiert.

Je nach Größe deiner Pflanzen bzw. nach der Fläche, die deine Pflanzenzucht einnimmt, brauchst du unterschiedliche Lichter bzw. Paneele.

Welche LED-Grow-Lampe für 1 qm?

Eine durchschnittliche LED-Lampe benötigt für 0,1 qm etwa 32 Watt. Bei einer Fläche von einem Quadratmeter benötigst du für deine Pflanzen Lampen mit 320 Watt oder mehr. Besonders gute LEDs schaffen die Beleuchtung von einem Quadratmeter mit nicht mehr als 250 Watt.

Wieviel Lumen pro Liter benötigt man?

Diese Angabe bezieht sich auf Aquariumspflanzen. Diese brauchen selbstverständlich auch ausreichend Licht. Je nach Pflanzenart benötigst du pro Liter Wasser etwa zwischen 10 und 40 Lumen. Lass dich beim Kauf am besten von deinem Händler des Vertrauens beraten.

Was ist Lumen überhaupt?

Lumen ist die Einheit für den Lichtstrom. Lumen gibt an, wie viel Licht eine Lampe pro entsprechender Zeiteinheit abgibt. Je nach Pflanze werden mehr oder weniger Lumen benötigt, da jede Pflanze unterschiedlich intensiv beleuchtet werden will. Im Grunde ist für die Pflanze an sich aber der PPFD-Wert innerhalb des PAR-Spektrums entscheidend.

Worauf sollte beim Kauf einer LED-Grow-Lampe für die Blüte geachtet werden?

Bevor du eine Lampe für deine Pflanzen kaufst, solltest du dir einige Gedanken machen. Schließlich ist eine hochwertige LED-Lampe durchaus eine kostenintensive Anschaffung – die sich aber lohnt. Stell dir folgende Fragen:

Je nachdem, wie die Antworten auf diese Fragen lauten, wird auch die Auswahl der passenden LED-Leuchten ausfallen. Unabhängig von den Anforderungen an die zukünftige Beleuchtungseinrichtung kommt es aber auf einige Faktoren an, die in jedem Fall gewährleistet sein sollten:

Fotosynthese bei der Pflanze1. Eine LED-Pflanzenlampe muss auf jeden Fall die Fähigkeit mitbringen, photosynthetisch aktive Strahlung (PAR) zu imitieren. Dies entspricht dem Lichtspektrum, in welchem die Pflanze Photosynthese betreiben kann. Selbsterklärend ist diese Fähigkeit einer Pflanzenlampe unabdingbar für ein gesundes, erfolgreiches Wachstum. Denn: ohne Photosynthese keine Pflanze.

2. Eine handelsübliche LED-Lampe, die für den gewöhnlichen Wohnbedarf verwendet wird, ist für Pflanzen nicht geeignet. Das hängt nicht zuletzt mit der PAR zusammen, die eine LED-Lampe für den Wohnbereich natürlich nicht nachahmen kann. Diese bringt auch nicht die entsprechenden Lichtspektren mit, die die Pflanze für die verschiedenen Wachstumsstadien benötigt.

3. Apropos Lichtspektrum: Je nachdem, ob du deine Pflanze(n) in der Blüte oder im Blattwachstum unterstützen willst, brauchst du unterschiedliche Lichtspektren. Lass dich zum richtigen Spektrum am besten im Fachhandel beraten. So kannst du sicher sein, dass du für das gewünschte Wachstum das passende Spektrum bekommst.

LED-Grow-Lampe: Abstand und Fläche

Wenn du zu Hause Pflanzen anbauen willst, benötigst du ausreichend Platz und entsprechende Beleuchtung. Insbesondere Indoor-Pflanzen müssen mit genügend künstlichem Licht behandelt werden. Schließlich genießen sie nicht das Privileg von direktem Sonnenschein. Dabei erscheint es nachvollziehbar, dass du für mehr Fläche auch mehr Beleuchtung benötigst.

Wenn du den Abstand zwischen Pflänzchen und Leuchten richtig einstellst, kannst du außerdem noch mehr aus den Lämpchen herausholen. Hierfür spielen auch Form und Geometrie der Lampen eine entscheidende Rolle. Je angepasster die Beleuchtungseinrichtung an die zu beleuchtende Fläche ist, desto optimaler werden die Pflanzen mit Licht versorgt.

LED-Grow-Lampe für Blütezeit selbst bauen

Blütephase und LichtLED-Lampen für die heimatliche Pflanzenzucht kann man sich auch getrost selbst zusammenbasteln. DIY-LED-Kits beinhalten alle Teile, die du für eine pflanzengeeignete LED-Lampe brauchst. Falls du jetzt denkst, dass du dafür handwerkliches Geschick mitbringen musst, täuscht du dich.

Der Selbstbau ist äußerst simpel und auf jeden Fall schaffbar. Für die meisten DIY-Kits brauchst du aber Schraubenzieher sowie ein Imbusschlüsselset.

Gut zu wissen: Die meisten Kits beinhalten Anleitungen zur richtigen Zusammenstellung der Lampen.

LED-Grow-Lampe für die Blütezeit: So wird deine Zucht zum Erfolg

Pflanzen sollten in keinem Haushalt fehlen. Wenn du aber nicht nur ein paar Zierpflänzchen am Fensterbrett, sondern wahre Prachtstücke in deiner eigenen Heimzucht heranziehen willst, solltest du auf richtige Beleuchtung und ausreichend Fläche achten. LED-Lampen, speziell für die Pflanzenaufzucht, eignen sich bestens für das gesunde Wachstum und eine ebensolche Blütezeit deiner Heimaufzuchten.

Mit den oben gezeigten Tipps zur richtigen Beleuchtung deiner Indoor-Pflanzen kannst du dich bestimmt bald über das erfrischende Grün in deinen vier Wänden freuen.


Titelbild:  © aerogondo – stock.adobe.com; Bild 1: © Itsanan – stock.adobe.com; Bild 2: © Itsanan – stock.adobe.com; Bild 4 (Grafik): © davidundderriese  – stock.adobe.com; Bild 5: © xiaoliangge – stock.adobe.com;

Avocados sind momentan buchstäblich in aller Münder. Kein Wunder: ihre cremige Konsistenz und ihr frischer Geschmack sind für eine Frucht einzigartig. Doch es steckt noch viel mehr in dem eiförmigen Gewächs vom Gemüsemarkt – der Kern natürlich. Aus ihm kannst du dir mit etwas Geschick eine eigene kleine Avocadopflanze züchten.

Über die Avocadopflanze: die Tropen ins Wohnzimmer holen

Botanisch Persea americana genannt, zählt die Avocadopflanze zu den Lorbeergewächsen. Sie stammt aus Mittel- und Südamerika, wird mittlerweile aber hauptsächlich in Florida und Kalifornien angebaut. Dort, wo sie ideale Bedingungen vorfinden, werden die Bäume bis zu 20 Meter hoch.

Avocado PflanzeDie Früchte, die sie ausbildet, werden Avocadobirne, Alligatorbirne oder Aguacate und natürlich auch einfach Avocado genannt. Sie wird heute für zahlreiche Bereiche (als Lebensmittel oder in der Kosmetik, etc.) kultiviert und durch Veredlung vermehrt. Die Vermehrung durch den Samenkern ist in der Produktion uninteressant, kann aber für den Anbau zuhause eine interessante Herausforderung für Hobbygärtner darstellen.

Sehen wir uns das also ein wenig genauer an.

Avocadopflanzen selber ziehen: Methoden

Um ein kleines Avocadobäumchen selbst auf der Fensterbank zu ziehen, gibt es für das Keimen bzw. Wurzeln herausbilden zwei Methoden, nach denen du vorgehen kannst.

Wir haben das selbst mit der ersten Methode ausprobiert und können dir in unserer YouTube-Serie genau zeigen, wie das vonstattengeht:

Avocadokern im Wasser keimen: 4 Schritte

Die einfachste Methode ist, den Kern auf der Fensterbank in einem Wasserglas vorzuziehen. Dazu brauchst du im Wesentlichen 3 Dinge:

Um den Kern nun zum Keimen zu bringen, gehst du wie folgt vor:

Schritt 1: Den Kern vorbereiten

Avocado Kern mit ZahnstocherZu allererst kannst du genüsslich deine Avocado verspeisen. Den Kern bewahrst du auf und wäschst und trocknest ihn gut ab.

Danach steckst du die Zahnstocher in regelmäßigen Abständen in den Kern, sodass du ihn mit der etwas breiteren Seite nach unten auf der Wasseroberfläche schwebend auf das Glas setzen kannst.

Stecke die Zahnstocher nicht zu tief in den Kern, damit du das Innere nicht verletzt. Zu lose sollten die Holzstäbchen aber nicht sitzen.

Der Kern fällt sonst womöglich ins Wasser. Etwa fünf Millimeter tief sollte reichen.

Pro-Tipp: Avocados züchten mit AvoSeedo

Diese Methode mit den Zahnstochern kann teilweise eine ganz schöne Fummelei sein. Alternativ dazu verwenden wir bei unserem Versuch AvoSeedo – eine spezielle Vorrichtung, um den Kern besser auf der Wasseroberfläche und damit in der perfekten Keimposition zu behalten.

Kern im Glas WasserSchritt 2: Den Kern auf das mit lauwarmem Wasser gefüllte Glas setzen

Fülle ein nach Möglichkeit eher hohes Glas mit lauwarmem Wasser. Die Avocadopflanze bildet lange Pfahlwurzeln aus, denen sollte das Glas genügend Raum geben können.

Fülle das Glas so voll mit Wasser, dass etwa ein Drittel des Kerns im Wasser hängen kann.

Avocado Kern beleuchtenSchritt 3: Einen passenden Standort wählen

Der ideale Standort für deinen Avocadokern ist hell, warm und hat eine hohe Luftfeuchtigkeit. Behilf dir dabei am besten mit künstlicher Pflanzenbeleuchtung und einer Abdeckung, sodass sich die Feuchtigkeit halten kann. Sorge auch für über 20°C Raumtemperatur, damit dein Kern ordentlich keimen kann.

Schritt 4: Abwarten, Tee trinken und den Kern keimen lassen

Nun ist einiges an Geduld gefragt. Bis dein Keim sich zeigt bzw. bereit ist, in einen Topf umzusiedeln können Wochen und Monate vergehen. In der Regel braucht der Keim ca. sechs Wochen, um an der Spitze zum Vorschein zu kommen. Gib also nicht sofort auf, wenn sich nichts zu regen scheint. Vertreib dir die Zeit damit, regelmäßig das Wasser zu wechseln und vor allem den Wasserstand zu kontrollieren. Der Kern sollte stets im Wasser hängen.

Alternativmethode: direkt im Substrat

Alternativ dazu, kannst du den Avocadokern auch direkt in Erde einpflanzen. Fülle dazu einen Topf idealerweise mit lockerer, sandiger Erde und setze den Kern ein. Auch hier bleibt er zu zwei Dritteln über der Oberfläche, wobei die Spitze aus der Erde ragt. Abschließend gießt du das Ganze leicht an. Achte beim Gießen darauf, dass die Erde feucht bleibt.

Gieße den Kern bzw. den Keim am besten mit einer Sprühflasche. Auch bei der Methode direkt in der Erde solltest du unbedingt darauf achten, dass um deinen Avocadokern herum das richtige Klima herrscht. Licht, Feuchtigkeit und Temperatur sollten unbedingt höher sein, als im Wohnraum üblich.

Avocadopflänzchen umsetzen: Wann ist der ideale Zeitpunkt?

Nach einigen Monaten, wenn sich bereits ein Mini-Avocadobäumchen mit ein paar Blättern herausgebildet hat, kannst du den Avocadokern einpflanzen. Wähle dafür am besten einen eher tiefen Topf, da die Avocadopflanze ja lange Pfahlwurzeln bildet. Die Zahnstocher entfernst du vorsichtig und setzt das Pflänzchen so ein, dass der Kern wiederum mindestens bis zur Hälfte an der Oberfläche bleibt. Als Substrat wählst du am besten ein Blumenerde-Sand-Gemisch.

Die ideale Pflege für eine Avocadopflanze

Damit deine Avocadopflanze auch in diesen ungewöhnlichen, mitteleuropäischen Gefilden gedeiht, gibt es einiges, worauf du achten musst: Standort, Licht, Temperatur, das richtige Substrat und die richtige Schnitttechnik für einen schönen, buschigen Strauch.

Standort: das richtige Licht & die passende Temperatur

Die Avocadopflanze kommt ja aus Mittel- bzw. Südamerika – aus Gegenden also, in denen es sehr warm und sonnig ist und wo eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Diese Bedingungen gilt es so gut als möglich zu simulieren, um den Avocadobaum zum Wachsen zu bringen.

Wie andere Tropenpflanzen stellst du auch sie beispielsweise in den Wintergarten. Da dort die Temperaturen mitunter allerdings stark schwanken, kann das deine Pflanze aber auch ziemlich überfordern. Alternativ bieten sich Vor- oder Wohnzimmer an – Räume mit konstanter und hoher Temperatur. Wenn in diese Ecken aber wenig Licht fällt, kannst du dir mit LED-Pflanzenlampen behelfen. Damit schaffst du dir deinen eigenen hellen Standort und musst ihn nicht lange suchen.

Welche Erde braucht ein Avocadobäumchen?

Ein Avocadobäumchen solltest du im Laufe seines Lebens ab und zu umtopfen. Dabei solltest du ein Substrat wählen, in dem es sich auch wohl fühlt. Im Fall von jungen Pflanzen bist du mit lockerer, nicht zu salziger Erde gut dabei, etwa mit einem Gemisch aus Blumenerde und Sand. Ältere Pflanzen bevorzugen dagegen einen lehmigen, schweren Boden.

Avocadopflanzen düngen & gießen

Zu Beginn – etwa das erste halbe Jahr – bezieht dein Mini-Bäumchen genug Nährstoffe über das frische Substrat. Anschließend kannst du es regelmäßig (etwa alle 2 Wochen) mit dem Gießwasser leicht düngen. Gießen solltest du konstant, sodass die Erde immer etwas feucht bleibt. Dabei kannst du dir auch gerne mit einer Sprühflasche behelfen, damit auch um die Pflanze herum etwas Feuchtigkeit besteht.

Die richtige Schnitttechnik für einen buschigen Avocadostrauch

Um aus einem langen, dünnen Avocadobäumchen einen schönen, runden Strauch zu machen, empfehlen wir dir den Baum zu schneiden. An der Schnittstelle bilden sich dann weitere Verzweigungen und der Baum wächst buschiger.

Mit dem Zurückschneiden kannst du bereits beginnen, sobald die Pflanze etwa ein halbes Jahr alt ist. Schneide sie so tief unten am Stamm zurück, dass unterhalb einige Augen*) stehen bleiben, an denen sich neue Triebe bilden können. Das mag erst etwas brutal erscheinen, da du damit wahrscheinlich die ganzen gewachsenen Blätter abschneidest, aber es wird sich lohnen.

*) Augen sind die Schnittstellen an denen Blätter bzw. Zweige abgeschnitten wurden.

Avocadopflanzen überwintern

Die Persea americana ist – oh Wunder – nicht winterhart. Temperaturen unter 5°C verträgt dein Avocadobäumchen nicht. Deshalb solltest du ihn über den Winter unbedingt nach drinnen übersiedeln, wenn du ihn überhaupt im Sommer nach draußen stellst.

Dafür eignet sich entweder ein heller Raum, der aber auch eine gewisse Temperatur aufweisen muss. Oder ein dunkler Raum, der nicht zu warm sein darf. Je wärmer es ist, desto höher wird der Lichtbedarf der Pflanze. Gegebenenfalls kannst du dir hier auch wieder mit der passenden Pflanzenbeleuchtung behelfen.

Wie gut funktioniert das Kultivieren von Avocados zuhause?

Findet ein Avocadobaum ideale Bedingungen vor, wird er um die 15 und bis zu 20 Meter hoch. Hierzulande kann man ihn nur in Strauchgröße halten, zumal er auch außerhalb eines Topfes schwer zum Wachsen zu bringen ist. Das ist allerdings mit der richtigen Pflege und etwas Fingerspitzengefühl definitiv drin.

Wenn du bei deinem Avocadozüchtungsversuch erst im Keimstadium bist, empfehlen wir dir, es mit mehreren Kernen zu versuchen, um auch bestimmt eine gelungene Keimung hinzubekommen. Manche Kerne eignen sich schlicht nicht so gut und wenn du mehrere parallel versuchst, wirst du sehen, dass es unter Umständen nicht unbedingt an deinem Versuchsaufbau gelegen hat, wenn es nicht gleich funktioniert. Also nicht die Geduld verlieren!

Bekommt man auch eigene Früchte hin?

Egal ob Idealbedingungen oder nicht, um vom Kern zur Frucht zu gelangen, brauchen Avocadopflanzen sehr lange. Alleine für die Bestäubung der Blüten sind mindestens zwei Pflanzen unterschiedlicher Sorten nötig, die zusätzlich versetzt blühen müssen, um sich gegenseitig bestäuben zu können. Außerdem solltest du auch selbst mit einem Pinsel nachhelfen.

Auch hier ist wieder immens viel Geduld gefragt. Selbst unter idealen Bedingungen kann es vier Jahre und länger dauern, bis es die Pflanze zu essbaren, reifen Früchten bringt.

Wie auch immer das Ergebnis unterm Strich aussieht, Avocados selber ziehen ist eine interessante Beschäftigung für Hobbygärtner. Es braucht dafür nicht viel und kann sich dafür über ein kleines Tropenbäumchen freuen.


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Viele Pflanzen können via Stecklinge vermehrt werden – so auch die Ananas. Ananas über den Strunk vermehren ist eine der beliebtesten, weil einfachsten Methoden zum Ananas selber ziehen. Hier erfährst du, wie du deine eigenen Ananaspflanzen züchten kannst. Dazu bekommst du nützliche Tipps für die Pflege deiner Ananas.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: vom Blattschopf zur Ananaspflanze

Der simpelste Weg zu einer eigenen Ananaspflanze ist die Anzucht über einen Ableger. Dieses Vorgehen wird auch vegetative Methode genannt und könnte einfacher nicht sein – wenn man einige Tipps beachtet und die Ananaspflanze anschließend richtig pflegt. Viel Licht und warme Temperaturen sind hier wichtige Stichworte.

Schritt 1: Gesunde, mittelreife Frucht auswählen

mittelreife Frucht auswählen

Die Art, die wir hierzulande zu kaufen bekommen, ist die Ananas comosus. Von ihrer Sorte suchst du dir am besten ein frisches Exemplar mit festem Fruchtfleisch und frischen, grünen Blättern aus. Ideal wäre es, wenn die Frucht außerdem frisch geerntet und nicht kühlt gelagert worden wäre.

Da solche hierzulande aber schwer zu bekommen sind, kannst du stattdessen mit einer möglichst nicht gekühlten Ananas vom Obsthändler deines Vertrauens vorlieb nehmen.

Achte auf jeden Fall darauf, dass du nicht zu überreifen Früchten greifst, um dir eine eigene Pflanze heranzuziehen.

Schritt 2: Blattschopf, Fruchtfleisch & überflüssige Blätter entfernen

Schritt 2: Blattschopf abschneiden, Fruchtfleisch & überflüssige Blätter entfernen

Ist eine passende Wahl getroffen, geht es daran, den Blattschopf für die Vermehrung vorzubereiten. Dafür brauchst du den Teil des Strunkes, der die Wurzelanlagen enthält. Schneide also den Blattansatz mit einem scharfen Messer großzügig vom Fruchtteil der Ananas ab. Etwa ein Viertel des Fruchtfleisches kannst du dabei abscheiden.

Alternativ kannst du auch versuchen, den Strunk aus der Ananasfrucht herauszudrehen, was bei noch nicht ganz reifen Früchten aber etwas schwierig sein könnte.

Anschließend schneidest du das überschüssige Fruchtfleisch weg und entfernst die untersten Blätter, sodass etwa 3-4 Zentimeter des Stunkes freigelegt sind.

Wichtiger Pro-Tipp:
Bewahre deinen Blattschopf vor dem Faulen, indem du ihn 2-3 Tage lang evtl. über einer Heizung trocknen lässt, bevor er ins Wasser kommt.

Schritt 3: Strunk in ein mit Wasser gefülltes Gefäß stellen

Schritt 3: Strunk in ein mit Wasser gefülltes Gefäß stellen

Der präparierte Strunk kommt dann in ein Glas Wasser.

Achte darauf, dass das Glas immer so voll gefüllt ist, dass die Wurzelanlagen im Wasser hängen. Stelle die Ananas am besten an einen hellen und warmen Platz, damit der Steckling neue Wurzeln bilden kann.

Und nicht vergessen, den Wasserstand regelmäßig zu kontrollieren und das Wasser ab und zu auszuwechseln!

Schritt 4: Sobald Wurzeln bilden, in Substrat pflanzen

Substrat pflanzenJetzt ist etwas Geduld gefragt, also nicht verzagen, wenn nicht gleich Fortschritte zu erkennen sind. Mit den ersten Wurzelansätzen ist in ein paar Wochen zu rechnen. Wenn die Wurzeln etwa 3-5 Zentimeter erreicht haben, geht es mit dem Strunk ab ins Substrat.

Als Substrat eignet sich ein nährstoffarmes, durchlässiges Erde-Sandgemisch. Der Topf kann erstmal etwas kleiner ausfallen, sollte aber so gestaltet sein, dass Staunässe vermieden wird und überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Ananaspflanze pflegen: Was bei der Ananas-Zucht zu beachten ist

So weit, so gut. Ab jetzt sind etwas Fingerspitzengefühl und Geduld gefragt, denn selbstverständlich sind unsere Gefilde nicht die idealen für die exotische Frucht. Die Ananas mag einen hellen Standort, hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit um die 60 Prozent. Nicht unbedingt Bedingungen, die im Wohnzimmer herrschen.

Standort Die Ananas braucht viel Sonne, wobei ihr die pralle Mittagssonne jedoch zu heiß werden kann. Im Wintergarten mit Beschattungsmöglichkeit im Fall der Fälle fühlen sich Ananaspflanzen wohl, wobei es ihnen im Winter dort auch schnell zu kalt werden kann. Damit du sie leicht an einen wärmeren Standort stellen kannst, empfiehlt sich eine künstliche Pflanzenbeleuchtung.
Temperaturen Ananaspflanzen sind bekanntlich in südlichen Gefilden heimisch. Dort hat es eher selten unter 25 Grad. Deshalb sollten in deinem Anbaubereich zwischen 25 und 30 Grad herrschen.
Wasserbedarf Die Ananas ist in Sachen Wasserbedarf recht resistent. Selbst wenn nur spärlich gegossen wird, hält die Pflanze das locker aus. Auch Trockenphasen dürfen zwischendurch gerne mal vorkommen. Staunässe sollte aber auf jeden Fall vermieden werden. Achte beim Gießen zudem darauf, dass du kalkarmes Wasser oder Regenwasser verwendest.
Luftfeuchtigkeit Die Ananas nimmt ihren Wasserbedarf gerne über die Luft auf. Versorge sie deshalb ab und zu mit etwas Sprühnebel oder beschaffe dir eine Abdeckung für die Pflanze, unter der sich etwas Feuchtigkeit sammeln kann.
Düngen Mit dem Düngen kannst du im Frühjahr beginnen, etwa gegen April. Dünge die Ananaspflanze anschließend etwa alle 2 Wochen bis in den August hinein. Dann ist sie ideal mit Nährstoffen versorgt.
Ananaspflanzen überwintern Solltest du einen sonnigen, südlich ausgerichteten Raum mit großen Fenstern haben, hast du den idealen Winterstandort für deine Ananas gefunden. Alternativ dazu kannst du mit einer LED-Pflanzenlampe für das nötige Licht sorgen. Im Winterquartier sollte es möglichst warm sein. Direkt neben der Heizung herrscht zu viel Trockenheit und Wasser und Dünger kannst du weitgehen zurückfahren. Gießen brauchst du im Winter erst, wenn sich Trockenheit einstellt.

Zugegeben: es ist nicht unbedingt einfach, hierzulande exotische Pflanzen wie die Ananas comosus zu züchten. Unmöglich ist es aber nicht. Mit unseren Tipps, Geduld und einem kleinen grünen Daumen sprießt das Bromeliengewächs auch bei dir zuhause und wer weiß, vielleicht kannst du bald auch deine eigenen Ananas ernten.

Hier findest du unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Ausdrucken & Teilen:

Die Grafik darf gerne verwendet & geteilt werden. Bitte nenne als Quelle diesen Beitrag oder pro-emit.de


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So schön Zitronenbäume auch sind, sie sind in gemäßigtem Klima leider nicht heimisch. Die Winter sind ihnen viel zu kalt und das Licht zu spärlich, um draußen im „Freiland“ zu wachsen. Deshalb solltest du deinen Zitronenbaum überwintern.

Dafür ist praktisch nichts weiter zu tun, als die Originalumstände nachzustellen, die dort herrschen, wo Zitronenbäume üblicherweise wachsen. Zugegeben: das klingt gar nicht so einfach. Mit unseren Tipps bekommst du deine Zitronenbäumchen aber trotzdem durch die Minusgrade.

Wann wird es dem Zitronenbaum zu kalt?

Auch innerhalb Deutschlands oder dem deutschsprachigen Raum sind die Temperaturen nicht einerlei. Wenn du eher in einer milden Gegend zuhause bist, reicht es, wenn du den Zitronenbaum etwa ab Mitte November an einen wärmeren Ort stellst. In kälteren Gebieten sind die Temperaturen oft schon ab Mitte bzw. Ende Oktober zu kalt.

Als Faustregel gilt: Sobald die Temperaturen nachts in Richtung Gefrierpunkt gehen, ist es Zeit, den Zitronenbaum zu überwintern.

Ideale Temperaturen: Zitronenbaum bei Zimmertemperatur überwintern?

Ein Zitronenbaum verträgt im Winter 3-13°C. Das ist zwar eine breite Spanne, das heißt aber gleichzeitig nicht, dass du hier nicht sehr heikel sein brauchst. Das Schlimmste, was du deiner Zitruspflanze antun kannst, sind Temperaturschwankungen. Besonders Temperaturunterschiede zwischen Wurzeln und Krone solltest du absolut vermeiden.

Leg dir am besten ein Thermometer zu und überwache damit die Grade im Winterquartier deiner Pflanze.

Wenig Licht, wenig Wärme – viel Licht, viel Wärme

Mit dieser einfachen Formel geht die Rechnung für deinen Zitronenbaum auf jeden Fall auf. Je mehr Licht du deinem Bäumchen zur Verfügung stellen kannst, desto höher kann auch die Temperatur am Standort sein. Umgekehrt bedeutet das: Wenn du keinen Ort hast, der besonders hell ist, solltest du lieber auch auf höhere Temperaturen verzichten.

Meistens scheitert es ohnehin am ausreichenden Licht, da das im Winter schlichtweg Mangelware ist. Mindestens 6 Stunden Beleuchtung am Tag solltest du dem Sprössling allerdings gönnen. Im Fall von wenig Tageslicht kannst du auch mit künstlicher Pflanzenbeleuchtung nachhelfen. Zur Erinnerung: je wärmer die Umgebung ist, desto mehr Photonen solltest Du den Blättern zur Verfügung stellen.

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Alternativ dazu: Zitronenbäume über den Winter warmhalten

Alternativ zu den 3-13°C kannst du deinem Zitronenbaum auch höhere Temperaturen zumuten und ihn das ganze Jahr über warmstellen. Zu den etwa 18-20°C brauchst du dann aber unbedingt zusätzliche Beleuchtung und pflegst ihn wie gewohnt den Winter über mit Wasser und Dünger.

Fit fürs Winterquartier: Zurückschneiden, düngen, umtopfen?

Es wird langsam kälter und die Sonne lässt sich nicht mehr so oft blicken, wie es dir vielleicht recht wäre. Zeit, deinen Zitronenbaum fürs Winterquartier vorzubereiten. Am besten winterst du ihn Schritt für Schritt ein, denn ein starker Temperaturunterschied ist auch zu diesem Zeitpunkt nicht empfehlenswert.

Leicht zurückschneiden kannst du einen Zitronenbaum eigentlich das ganze Jahr über. Nach der Blütezeit hilft das Zurückschneiden beim Wachstum neuer Knospen. Mit einem gröberen Rückschnitt kannst du bis zum Ende der Winterpause warten, denn im Februar und März hat er dann wieder volle Kraft, um weiter zu wachsen.

Außerdem ist um diese Zeit herum die Ernte angesagt. Auch im Winterquartier selbst wirst du noch einige Zitronen ernten können, sofern dein Zitronenbaum schon Früchte trägt.

Gießen des ZitronenbaumsEine Schädlingskontrolle schadet sicherlich auch nicht vor dem Einwintern. Düngen ist während der Winterpause, wenn das Wachstum aussetzt, absolut verboten - ähnlich wie beim Ananas züchten.

Speziell, wenn dein Zitronenbaum eher kühl und dunkel steht, kann er mit den Nährstoffen wenig anfangen.

Side Note: Wenn du Dünger verwendest (in Frühjahr und Sommer), dann am besten mit Stickstoff, Phosphor und Spurenelementen.

 

Ist es wieder warm genug für die Terrasse, den Garten oder den Balkon, kannst du wieder regelmäßig weiterdüngen. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem du junge Zitronenbäume umtopfen und mit frischem Substrat und gegebenenfalls einem größeren Topf ausstatten kannst. Ältere Exemplare brauchen nur ein bisschen frische Erde oben drauf.

Zitronenbäume nur spärlich gießen

Zitronenbäume brauchen im Winter nur sehr wenig Wasser. Gerade genug, dass der Wurzelballen feucht bleibt. Das kannst du ganz einfach mit dem Finger nachprüfen. Auch hier gilt wieder: je kühler und dunkler, desto weniger Wasser kann der Baum aufnehmen. Alle 1-2 Monate genügt in vielen Fällen.

Wie bei vielen anderen Pflanzen ebenso wichtig: unbedingt Staunässe vermeiden, damit die Wurzeln nicht faulen.

Der perfekte Ort im Winter

Wir können es nicht oft genug betonen: Der perfekte Ort zum Überwintern von Zitronenbäumen ist entweder hell und warm oder dunkel und kühl. Er hat vor allem eine stabile Temperatur, etwa 6 Stunden Licht pro Tag und die Luft ist nicht zu trocken. Finde den idealen Ort für das Bäumchen und stelle ihn auf keinen Fall während der Winterpause um!

Welche Orte kommen zum Überwintern des Zitronenbaums nun konkret infrage?

In der Wohnung & im Haus: ist es im Wohnzimmer zu warm?

Ja, meistens ist es im Wohnzimmer zu warm, um dort den Zitronenbaum zu überwintern. Das gilt auch für andere beheizte Räume und hat einen einfachen Grund: meistens ist dort zu wenig Licht vorhanden, was für den Baum nicht zu den hohen Temperaturen passt.

Willst du dennoch einen beheizten Wohnraum als Winterquartier wählen, brauchst du unbedingt eine Pflanzenlampe, die das Lichtdefizit ausgleicht.

Überwintern im Wintergarten oder hellen Treppenhaus

Im Wintergarten (noch eher als im Treppenhaus) passen Licht und Temperatur solange überein, bis sich ein wirklich warmer Wintertag einstellt. Trifft die pralle Wintersonne auf den Wintergarten und damit den Zitrusbaum, wird es der Krone schnell zu heiß, während der Wurzelballen zu kalt bleibt. Wenn Wintergarten, dann auf jeden Fall mit Jalousien gegen eine zu starke Sonne.

Der Zitronenbaum im warmen Keller nicht ohne Lampe!

Beleuchtung

Beim Keller kommt es ganz drauf an, wie der in deinem Fall gestaltet ist... zur Erklärung:

Ist dein Keller beheizt, braucht deine Pflanze unbedingt künstliche Beleuchtung. Doch selbst im kühlen Keller kommt meist zu wenig Licht durch die kleinen Fenster, um die etwa 8-10°C zu rechtfertigen.

Achte hier besonders auf den Ausgleich zwischen den beiden Komponenten Wärme und Helligkeit!

 

Zitronenbäume draußen überwintern: Balkon, Garten & Co.

Wie sieht es mit den Orten aus, die doch eher kalt sind? Im Garten selbst oder auch auf dem Balkon wird es deinem Zitronenbaum ohne Schutz vor Frost wahrscheinlich zu kalt.

Nur in sehr milden Wintern und eventuell mit einer Holzunterlage und Folie, eine Schicht aus Jute oder sonstigen Schutz um den Topf herum, könnte das funktionieren.

Die Garage ist dann als Winterquartier für den Zitronenbaum geeignet, wenn sie ausreichend Tageslicht hineinlässt. Das Gewächshaus ist dann der ideale Standort, wenn er leicht beschattet ist, besonders Ende Januar/Februar kann direkte Sonneneinstrahlung den Bäumen hier sehr zu schaffen machen.

Ab wann ist die Winterpause für Zitronenbäume vorbei?

Ist es bei dir zuhause recht mild, erreicht das Thermometer wahrscheinlich gegen April akzeptable Temperaturen, um die mediterrane Topfpflanze langsam wieder ins Freie zu transportieren. In kälteren Regionen sollte man unbedingt den Mai abwarten. Auch hier einfach auf das Thermometer und den letzten Frost achten und zu krasse Temperaturunterschiede vermeiden.

Vielleicht stellst du deinen Zitronenbaum vom Wintergarten erst ins Gewächshaus oder an einen geschützten Platz am Balkon, der nicht mehr als 10°C Unterschied aufweist. Auch die pralle Sonne solltest du in der ersten Zeit nach der Winterpause noch meiden.

Beachte einfach immer, dass der Wurzelballen und die Krone in etwa dieselbe Temperatur haben.

Was tun gegen… unsere Notfalltipps:

Abschließend noch ein paar Tipps, wie du den Zitronenbaum retten kannst.

…eingerollte Blätter

Eingerollte Blätter sind ein erstes Zeichen für Trockenheit. Entweder ist die Luft zu trocken oder die Wurzeln können kein Wasser zu den Blättern transportieren. Hast du vielleicht tatsächlich zu wenig gegossen oder ist der Wurzelballen zu kalt?

…Blattverlust

Blattverlust ist das, was nach den eingerollten Blättern kommt. Auch hier geht es um die Trockenheit der Pflanze. Gegen Blattverlust hilft meist weniger Temperatur oder mehr Licht. Bei geringerer Temperatur wird den Blättern suggeriert, dass sie gar nicht zu arbeiten und daher auch kein Wasser brauchen. Bei mehr Licht kann die Photosynthese den Temperaturen entsprechend angekurbelt werden und das Wasser wird zu den Blättern befördert.

Fallen die Blätter ab, auf keinen Fall mehr gießen! Blattverlust bedeutet, dass das Wasser die Blätter nicht erreicht. Ein Mehr an Wasser würde als Staunässe und Fäulnis im Topf zurückbleiben.

…Läuse & anderer Schädlingsbefall

Auch Schildläuse, Spinnmilben, Wollläuse und weitere Gefährten sind ein Zeichen für Trockenheit. Besonders am warmen Standort ist es wichtig, für hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Besprühen und gutes Lüften verhindern Schädlingsbefall.

Winterharte Sorten selbst bei kalten Wintern

Pflanzen dieser Art, die den Frost überdauern können, sind beispielsweise Kumquat (Cirtus japonica), Ichang Papadea (Citrus ichangendsis) oder die Dreiblättrige Orange (Poncirus trifoliata). Sie kannst du direkt in den Boden einpflanzen, den du möglichst durch Reisig und ähnliches vor Kälte schützen solltest. Auch ein prinzipiell gegen Wind und Wetter geschützter Standort schadet deinen frostharten Zitruspflanzen sicherlich nicht.

Fazit: die richtige Balance zwischen Temperatur & Licht

Zusammengefasst ist vor allem eines wichtig, um Zitronenbäume zu überwintern: die richtige Balance zwischen Temperatur und Licht. Je wärmer die Umgebung, desto mehr Licht braucht die Pflanze – eigentlich auch logisch. Ist das gewährleistet, kann eigentlich fast nichts mehr schief gehen. Wenig gießen, kein Düngen und regelmäßiges Kontrollieren machen den Rest.

Titelbild: © magdal3na – stock.adobe.com; Bild 1: © Aboltin – stock.adobe.com; Bild 2: © Aboltin – stock.adobe.com;

Sie haben sich in fast allen Bereichen durchgesetzt, die mit Licht zu tun haben: Die LEDs. Die light emitting diods, also Leuchtdioden, sind aus der Beleuchtungsbranche nicht mehr wegzudenken, nicht zuletzt auch deshalb, da sie so viele Formen annehmen können. Tatsächlich gibt es unzählige verschieden LED-Arten, die du in diesem Beitrag kennenlernst.

Welche Arten von LED-Lampen gibt es?

Grundsätzlich kann man LEDs aufgrund von verschiedenen Parametern in Kategorien einteilen. Was man meistens darunter versteht, wenn von LED-Arten die Rede ist, sind aber die unterschiedlichen Bauformen:

Um diese 4 LED-Typen soll es als allererstes gehen. Danach werfen wir einen Blick auf die Einteilung nach Lampenformen (Retrofits, LED-Chips, etc.) und am Ende wird noch das Farbspektrum erläutert, das Leuchtdioden abgeben können. Die Frage wird hierbei vor allem sein, welche Halbleiterkristalle für welche Farben verwendet werden und wie LEDs mit weißem Licht hergestellt werden können. Per se gibt es nämlich gar keinen Halbleiterkristall, der weiß leuchtet.

Exkurs: Wie funktionieren Leuchtdioden grundsätzlich?
Leuchtdioden funktionieren auf der Grundlage der Elektrolumineszenz. Es glüht hier kein Draht oder Gas (wie bei Glühbirnen oder Leuchtstoffröhren), sondern das Licht wird von Halbleiterkristallen emittiert, durch die Strom geleitet wird.

LED-Arten und unterschiedliche Bauformen

Je nachdem, wie die einzelnen Komponenten, die eine LED ausmachen, aufgebaut und angeordnet sind, ergeben sich folgende 4 LED-Arten. Darüber hinaus lassen sich noch weitere Typen unterscheiden, die allerdings weniger angewandt werden – vor allem was die Pflanzenbeleuchtung angeht. Aus den unterschiedlichen Aufbauarten ergeben sich auch Leistungsunterschiede und andere Vor- und Nachteile.

LED Dip

DIP LED

Die DIP LEDs gelten als die Vorreiter in Sachen Leuchtdioden. Die „Dual-in-Line-Package“ oder auch bedrahteten LEDs verfügen über 2 Drähte, an deren Ende der Halbleiterkristall eingefasst ist.

Das Ganze wird von einer Kunststoffabdeckung umgeben und kann unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Nachteil dieser Variante ist die schnelle Lumenabnahme und kurze Lebensdauer.

SMD LED

Sogenannte surface mounted devices, also LEDs die auf eine Oberfläche montiert werden, funktionieren ganz ähnlich wie die COBs, mit dem Unterschied, dass sie in einen kleinen Kühlkörper eingefasst, statt direkt auf der Platine platziert zu werden. Als SMD-Chips sitzen sie dann auf sogenannten PLCC, plastic leaded chip carriers. Sie gelten sozusagen als die Vorgänger der COB.

Im Zusammenhang mit SMD sind dir vielleicht schon mal so ominöse Zahlenangaben untergekommen, wie 2835 oder 3528. Diese fungieren als Größenangaben. Die ersten beiden Ziffern geben die Breite in Millimetern x 10 an, die zweiten beiden Ziffern die Länge. SMD-LEDs 2835 sind also 2,8 mm breit und 3,5 mm lang.

Hingegen der Meinung mancher, gibt die Bezeichnung allerdings wirklich nur die Bauart bzw. Baugröße an. Die Helligkeit kann dadurch nicht bestimmt werden, da es unter den SMDs immer sowohl gute als auch schlechtere Ausführungen mit mehr oder weniger Lumen gibt.

High Power LED

High Power LEDBei High Power LEDs (bzw. auch bei Low und Mid Power LEDs) geht’s hauptsächlich um die elektrische Stromstärke, mit der die Dioden betrieben werden. Die High Power LEDs bewegen sich im Bereich einiger hundert Milliampere bis über einem Ampere. Mit ihnen kann auch auf geringem Raum starkes Licht abgegeben werden.

Allerdings gilt: je höher die Stromstärke und damit die Leistung, desto kritischer die Wärmeableitung. Deshalb finden sie eher gerne bei den COB Anwendung. Apropos …

COB LED

Die aktuell leistungsstärkste LED-Art ist die COB-LED. COB steht für „Chip on Board“ und damit ist auch eigentlich schon fast alles klar. Die COB unterscheiden sich insofern von anderen Arten, als dass hier die Halbleiterchips direkt auf der Platine aus Aluminium oder Keramik sitzen.

Das garantiert eine bessere Wärmeableitung (als beispielsweise bei den SMD, auf die wir gleich noch zu sprechen kommen). Außerdem kann man mit dieser Technik eng bepackte Multi-Chip-LEDs herstellen, die bis zu 70 Chips pro cm2 beinhalten, was mehr Leuchtkraft ergibt.

Lampenfassungen für LEDs

LED-Lampen kann man außerdem danach unterscheiden, in welche Form sie eingefasst sind. Die kleinen Dioden werden je nach Verwendungszweck in sogenannte Retrofits gefasst, in Streifenform angeordnet, oder mehr oder weniger große Plättchen zusammengebaut (wie wir sie beispielsweise für unsere Leuchten verwenden).

Stecker – „Glühbirnen“ – Retrofits

Bei dieser Art der LED-Lampe unterscheidet man vor allem die Fassungen: E14, E27, GU10 – sie sind die geläufigsten für den alltäglichen Gebrauch, etwa zur Raumbeleuchtung. Bei der E27 Fassung handelt es sich um die herkömmliche Glühbirnengröße, E14 ist etwas kleiner gehalten. Den GU10 Anschluss kennst du wahrscheinlich auch. Diese haben zwei Kontaktstifte und werden in den Sockel gesteckt und durch eine kurze Drehung fixiert.

Hier eine Übersicht der Fassungen:

LED Fassungen

LED-Streifen bzw. LED-Stripes: Bänder & „Leuchtstoffröhren“

Neben den LED-Lampen, die in den meisten unserer Zimmerlampen stecken, werden auch LED-Streifen gerne verwendet. Sie bestehen aus einem flexiblen Trägermaterial, auf denen zumeist SMD-LED montiert sind. Durch ihre selbstklebende Rückseite sind sie sehr einfach einzusetzen und können an vorgegebenen Stellen einfach auf die gewünschte Länge gekürzt werden.

Es gibt sie in verschiedenen Lichtfarben und Leistungen zu kaufen, auch als RGB-Stripes, die über entsprechende Steuerungen jede beliebige Farbe darstellen können. Aus diesem Grund werden sie häufig als LED-Effekt eingesetzt, beispielsweise als farbige Hintergrundbeleuchtung hinter dem Fernseher. Ab einer gewissen Leistung muss aber auch hierbei auf eine korrekte Wärmeableitung geachtet werden.

LED-Streifen können außerdem in aufwendigere Fassungen eingebaut werden. Klassische Leuchtstoffröhren kann man beispielsweise mittlerweile mit Leuchtdioden statt mit Leuchtstoff gefüllt erwerben und von ihren Vorteilen profitieren.

LED-Chips

LED-Chips werden seltener im privaten Bereich als eher zu gewerblichen und ähnlichen Zwecken verwendet. Sie eignen sich aufgrund ihrer hohen Leuchtkraft für den Einsatz in allen möglichen Arten von Leuchten, von der Schreibtischleuchte bis hin zur Straßenbeleuchtung. Auch als Schienen- oder Deckeneinbauleuchten werden sie eingesetzt. Auch wir sind auf ihre Vorzüge gestoßen und verbauen LED-Chips in unseren LED-Pflanzenlampen.

Farbenspektren der Leuchtdioden

Den großen Erfolg der Licht emittierenden Dioden haben sie nicht zuletzt ihrer Fähigkeit zu verdanken, dass sie in unterschiedlichen Farben leuchten können. Selbst Wellenlängen des ultravioletten und infraroten Spektrums sind für LEDs kein Problem, wodurch sie auch in der Signalübertragung, etwa in Fernbedienungen, eingesetzt werden können.

Wie bereits erwähnt, bestimmt der jeweilige Halbleiterkristall die Lichtfarbe, wodurch sich folgende LED-Arten in Bezug auf ihre Lichtfarbe ergeben:

Farbe Kristall
Infrarot Galliumarsenid (GaAs)

Aluminiumgalliumarsenid (AlGaAs)

Rot Aluminiumgalliumarsenid (AlGaAs)

Galliumarsenidphosphid (GaAsP)

Aluminiumgalliumindiumphosphid (AlGaInP)

Galliumphosphid (GaP)

Orange Galliumarsenidphosphid (GaAsP)

Aluminiumgalliumindiumphosphid (AlGaInP)

Galliumphosphid (GaP)

Gelb Galliumarsenidphosphid (GaAsP)

Aluminiumgalliumindiumphosphid (AlGaInP)

Galliumphosphid (GaP)

Grün Indiumgalliumnitrid (InGaN) / Galliumnitrid (GaN)

Galliumphosphid (GaP)

Aluminiumgalliumindiumphosphid (AlGaInP)

Aluminiumgalliumphosphid (AlGaP)

Zinkoxid (ZnO), in Entwicklung

Blau Zinkselenid (ZnSe)

Indiumgalliumnitrid (InGaN)

Siliziumkarbid (SiC)

Silizium (Si) als Träger, in Entwicklung

Zinkoxid (ZnO), in Entwicklung

Violett Indiumgalliumnitrid (InGaN)
Ultraviolett Aluminiumnitrid (AlN)

Aluminiumgalliumnitrid (AlGaN)

Aluminiumgalliumindiumnitrid (AlGaInN)

Diamant (C)

Experimentell: Hexagonales Bornitrid (BN)

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode#Funktionsprinzip

Zu Anbeginn der LED-Technik ergab sich aber für herkömmliche Beleuchtungszwecke ein Problem: es gibt keinen Halbleiterkristall, mit dem man weißes Licht erzeugen kann. Eine mögliche Lösung sind RGB-LEDs, die weißes Licht abstrahlen, indem ganze einfach rote, grüne und blaue LEDs kombiniert werden.

Bei einer weiteren Möglichkeit für weißes LED-Licht macht man sich die sogenannte Lumineszenz zu Nutze. Dabei wird auf einen blau strahlenden Halbleiterkristall ein photolumineszierender Farbstoff aufgetragen, der aus einigen blauen Strahlen gelbe Strahlen macht. Zusammen ergeben die beiden Komplementärfarben schließlich das gewünschte weiße Licht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass LEDs eine so vielfältige Technologie darstellen, dass sie nur schwer zu kategorisieren sind. Ob nach unterschiedlichen Bauformen – sprich die LED-Arten im eigentlichen Sinn – COB-LEDs, SMD-LEDs, High Power LEDs oder DIP-LEDs, oder nach Bauart der Fassung, in die die Dioden eingebaut werden. Für deine Zwecke finden sich bestimmt die passenden Leuchtdioden.

Titelbild: © tailex – stock.adobe.com; Bild 1: © tailex – stock.adobe.com; Bild 2: © Iarygin Andrii – stock.adobe.com; Grafik: © primulakat – stock.adobe.com;

Die Überwinterung – im Fachjargon auch Hibernation genannt – bezeichnet den physiologischen Zustand von Pflanzen und Tieren im Winter. Deine grünen Mitbewohner fahren ihr Betriebssystem zurück, stellen Wachstum, Photosynthese, Atmung, etc. ein und bereiten sich so auf die kalte Jahreszeit vor.

Das „Problem“: die verschiedenen Pflanzenarten reagieren ganz unterschiedlich auf den Saisonwechsel. Manche von ihnen – vor allem Kübelpflanzen, die ursprünglich aus südlicheren Gegenden kommen – kennen den Winter, wie er bei dir zuhause im Garten wahrscheinlich herrscht, gar nicht. Sie musst du besonders pflegen, damit sie über die dunkle, kalte Zeit kommen.

Wie du deine Pflanzen überwinterst, kannst du bei uns nachlesen.

Pflanzen überwintern: die Grundlagen

Überwinterung von BalkonpflanzenDer wohl wichtigste Tipp, den wir dir bei der Überwinterung von Pflanzen mitgeben können, ist: Lass deine Pflanzen nicht allein. Selbst, wenn sie in dieser Zeit weniger Dünger, Wasser etc. benötigen, solltest du sie regelmäßig kontrollieren und ihnen einen Besuch abstatten. Die Pflege ist in der Winterzeit vielleicht reduziert, sollte aber keinesfalls ganz aufhören.

Ein weiterer grundlegender Hinweis, der auf alle Pflanzen zutrifft: Sie sollten niemals warm, dunkel und trocken stehen.

Die Wärme suggeriert nämlich, dass das Wachstum weitergehen kann – fehlt allerdings das Licht und die Feuchtigkeit dazu, geht dir jede Pflanze ein.

Als Faustregel gilt daher vor allem für Kübelpflanzen, die du etwa von der Terrasse nach drinnen stellst: der Standort sollte hell und der Helligkeit entsprechend warm und feucht sein. Wenn du nicht genügend Tageslicht hinbekommst, kann auch der Standort etwas kühler ausfallen, oder du hilfst mit Pflanzenlampen nach.

Faustregel für Kübelpflanzen aus südlichen Regionen:

Etwas weniger Licht, etwas weniger Temperatur – die perfekte Ruhephase über den Winter

Was die Winterpause angeht, heißt es: verschiedene Pflanzen, verschiedene Bedürfnisse. Deshalb haben wir für die beliebtesten Gartenpflanzen die wichtigsten Hinweise zusammengefasst. Ehe wir uns aber darauf stürzen, sehen wir uns noch kurz an, worauf es bei der Überwinterung von Pflanzen ankommt.

Ideale Temperaturen

Überwintern im TopfDie individuelle ideale Überwinterungstemperatur einer Pflanze bestimmt, wann bzw. ob du sie ins Innere stellen musst und wohin du sie stellen solltest. Grundsätzlich gilt, dass die Überwinterungszeit so kurz wie möglich gehalten werden sollte.

Solange es geht, kannst du die Pflanze also zuerst draußen an einen geschützten Ort (z. B. zur Hausmauer) stellen, ehe sie nach drinnen kommt. Im Frühling gilt dieselbe Regel: so früh als möglich wieder an die frische Luft damit!

Außerdem gilt in Sachen Temperatur Folgendes:

Überwinterungsort: Keller, Wintergarten, Gärtnerei

So viele verschieden Pflanzen inkl. deren Bedürfnisse es gibt, so viele verschiedene Orte gibt es auch, an denen du deine Pflanzen über den Winter stehen lassen kannst. Naja, zumindest fast. Wir fassen zusammen: Pflanzen überwintern lassen …

… im Freien: Kälteresistente heimische Pflanzen bleiben im Winter einfach im Garten stehen. Du machst sie winterfest, indem du sie säuberst und möglichst vor allzu rauem Wetter schützt (etwa mit Reisig abdecken). Tapfere Kübelpflanzen stellst du am besten zur Hauswand und auf Holzbretter statt auf Stein, und schützt den Wurzelballen vor Frost.
… im Keller:  Im Kellerraum ist die Beleuchtung der springende Punkt. Wenn es in deinem Keller kühl und durch kleine Fenster halbwegs hell ist, solltest du kein Problem haben. Je wärmer es in deinem Keller ist bzw. je wärmer es deine Pflanzen brauchen, desto eher solltest du allerdings mit Pflanzenbeleuchtung nachhelfen.
… im Wintergarten:  Der Wintergarten eignet sich besonders gut zum Überwintern von Pflanzen. Er wurde ja nicht umsonst so benannt. Hier herrschen meist um die 10°C; die Temperaturen variieren je nach Sonnenstand (aka Helligkeit), was ideal zu den Bedürfnissen v. a. südländischer Pflanzen passt.
… in Gärtnereien:  Viele Gärtnereien bieten mittlerweile die Überwinterung von Pflanzen als einen ihrer Services an. Du kannst deine Kübelpflanzen dort vorbeibringen und weißt sie in kompetenten Händen. Sobald die Temperaturen wieder pflanzenfreundlich werden, holst du sie zurück in deinen Garten.

Lichtbedarf im Winter

Rose im Winter ans Fenster

Grundsätzlich brauchen Pflanzen über den Winter nur dann viel Licht, wenn sie auch ihre Blätter behalten. Immergrüne Pflanzen brauchen deshalb entweder einen hellen Platz zumindest direkt am Fenster oder künstliche Beleuchtung.

Zur Erinnerung: Zu hohe Temperaturen bei Lichtmangel tun der Pflanze alles andere als gut.

Stellst du sie etwa in eine relativ dunkle Ecke eines Zimmers, vergeilt sie mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit oder verliert ihre Blätter.

Temperatur und Licht sollten also aufeinander abgestimmt werden. Orientiere dich dazu am besten an der idealen Temperatur für deine Pflanze.

Wasserbedarf

Beim Wasser gilt die Faustregel: weniger gießen, Staunässe vermeiden. Da die Pflanze weniger aufnimmt und die Sonne bzw. Temperaturen weniger verdunsten, führt normales Weitergießen schnell zu Fäulnis. Am besten wie üblich einfach mit dem Finger prüfen, ob das Substrat bereits trocken ist.

Besonders frostresistente Pflanzen, die im Garten bleiben, gießt du nur mäßig und wenn, dann bei Tauwetter. Aber selbst, wenn du die Pflanze hell und bei Zimmertemperatur überwinterst, solltest du die Wassermenge reduzieren, denn dort ist es trotzdem noch kühler als im sommerlichen Garten.

Luftfeuchtigkeit

Ob deinen Pflanzen die Luftfeuchtigkeit zu gering ist, bemerkst du an braunen Blatträndern und -spitzen und an Schädlingsbefall. Nicht gerade das, was man den Sprösslingen zumuten möchte. Wenn es die Außentemperatur zulässt, lüfte daher regelmäßig. Für noch mehr Luftfeuchtigkeit können zudem ein Zimmerbrunnen, wassergefüllte Schalen oder direkt ein Luftbefeuchter sorgen.

Düngung

Beim Düngen kannst du es dir einfach machen: Im Winter wird nicht gedüngt. Das würde nur die Wurzeln überfordern, da sie die Nährstoffe ohnehin nicht verbrauchen können.

Es sei denn, du überwinterst Pflanzen, die so etwas wie Saisonen gar nicht kennen und die im Winter weiterwachsen. Aber selbst bei diesen Exemplaren solltest du die Dosis beim Düngen mindestens halbieren, je nachdem, wie viel Wachstum über den Winter für gewöhnlich passiert. Auch in diesem Fall musst du gar nicht unbedingt düngen. In der Regel reicht der Dünger vom Sommer aus.

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Pflanzen überwintern: Die wichtigsten Tipps für Kübelpflanzen & Co.

Pflanzen tun im Winter die unterschiedlichsten Dinge: sie überstehen Frost, werfen Blätter ab, gehen bei niedrigen Temperaturen ein, blühen durch den Winter durch oder brauchen sogar Frost, um im Frühling keimen zu können. Allgemeingültige Regeln sind da schwierig aufzustellen, also haben wir uns das mit dem Überwintern für einige Pflanzen individuell im Detail angesehen und zusammengefasst.

Oleander

Oleander überwintern

Lorbeer

Lorbeer überwintern

Palmen

Olivenbaum

Wandelröschen

Geranien bzw. Pelargonien

Zitronenbaum

Zitronenbaum überwintern

Dipladenia

Dipladenia überwintern

Sternjasmin

Sternjasmin überwintern

Fuchsie

Fuchsie überwintern

Winterharte Zypresse

Bananenpflanze

Bananenpflanze überwintern

Bleibt uns nur noch zu hoffen, dass es deine Pflanze in unsere Aufstellung gefunden hat. In jedem Fall hast du nun einen Überblick darüber, wie du deine grünen Schützlinge am besten über den Winter bringst, damit sie auch im nächsten Frühling wieder in voller Pracht wachsen können.

Titelbild:  © djama – stock.adobe.com; Bild 1: © Friedberg– stock.adobe.com; Bild 2: © Tатьяна– stock.adobe.com: Bild 3: © sablinstanislav – stock.adobe.com Oleander: © djama – stock.adobe.com; Lorbeer: © Marc – stock.adobe.com; Palme: © iluphoto – stock.adobe.com; Olivenbaum: © Redzen – stock.adobe.com; Wandelröschen: © Aggi Schmid – stock.adobe.com; Geranien: © onepony – stock.adobe.com; Zitronenbaum: © dimakp – stock.adobe.com; Dipladenia: © HVPM dev– stock.adobe.com; Sternjasmin: © Martin – stock.adobe.com; Fuchsie: © Elisabeth – stock.adobe.com; Zypresse: © DSGNSR – stock.adobe.com; Bananenpflanze: © VLADO – stock.adobe.com;

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, ein Licht aufgehen zu lassen. Eine davon heißt Energiesparlampe und ist eigentlich nichts anderes als eine gewundene Leuchtstoffröhre. Dass sie prinzipiell nicht schlecht als Leuchtmittel herhalten kann, steht außer Frage. Aber wie gut eignet sie sich als Pflanzenlampe und wenn das Urteil tatsächlich gut ausfällt, zu welcher solltest du greifen, wenn du dich für eine ESL entscheidest?

Was sind ESL (Energiesparlampen) genau?

Energiesparlampen sind, wie gesagt, gewundene Leuchtstoffröhren. Sie gehören also wie auch die Natriumdampflampen (NDL) zu den Gasentladungslampen. Das bedeutet, dass sie mit Quecksilber oder Amalgam befüllt werden, das verdampft wird, wodurch ein Leuchtstoff im Inneren der Lampe zum Fluoreszieren gebracht wird.

Der Aufbau der ESL hat den Vorteil, dass das Vorschaltgerät bereits am Gewinde der Lampe verbaut ist und die Sockel als E27 (herkömmliche Glühbirnenfassung) oder E40 gestaltet werden. Dadurch können sie denkbar einfach mit der passenden Fassung installiert werden.

Eignung von ESL-Lampen in der Pflanzenbeleuchtung

Für uns stellt sich bei den ESL-Lampen aber eher die Frage: was taugen sie bei der Pflanzenbeleuchtung? Tatsächlich sind sie in diesem Aspekt der Leuchtstoffröhre nicht unähnlich.

Steckling und Energiesparlampe

Wie sich diese für die Beleuchtung von Pflanzen eignen, haben wir in unserem Artikel „Leuchtstoffröhre für Pflanzen: LSR als Pflanzenlampen?“ bereits behandelt.

Bei ESL sieht es nicht sehr viel anders aus. Sie haben vergleichsweise wenig Leuchtkraft, weswegen sie höchstens zur Grundversorgung kleiner Pflanzen, zur Überwinterung als Zusatzlicht oder zur Bewurzelung von Stecklingen und bei der Anzucht einsetzbar sind.

Ist dein Aufbau größer als ein halber Quadratmeter und benötigen deine Pflanzen eine hohe Tiefenwirkung, wirst du mit ESL leider nicht sehr weit kommen – es sei denn, du setzt sie als Ergänzungslicht ein, um selbst bei dichten Pflanzen noch die unteren Blattbestände zu erreichen.

Um die geringe Lichtausbeute maximal zu nutzen, empfiehlt sich im Fall des Falles, einen Reflektor zu verwenden, damit auch jedes Photon auf ein Blatt trifft.

Vor- und Nachteile der Energiesparlampen

 

Vorteile: Nachteile:
  • Simpel im Aufbau
  • Kein zusätzliches Vorschaltgerät nötig
  • Kühler als andere Lösungen (v. a. NDL)
  • Niedrige Stromkosten
  • Effizienter als Glühbirnen
  • Relativ lange Lebensdauer
  • Wenig Leuchtkraft
  • Meist nicht für den Alleinbetrieb
    geeignet
  • Anschaffung eher im mittleren
    Preissegment
  • Für höhere Lichtintensität kann das Leuchtmittel näher an die Pflanze gebracht werden,
    wodurch sich aber schnell zu hohe Hitze bildet.

Alternativen zur ESL: lieber doch LED?

Es gibt durchaus Verwendungszwecke, wo die ESL-Lampe sinnvoll zum Einsatz kommen kann. Ist deine Pflanze allerdings etwas höher bzw. messen deine Pflanzen mehr als einen Quadratmeter, wird das Licht einer Energiesparlampe kaum ausreichen. Die Nachteile der ESL gleicht die LED aus – zumindest fast.

Hier bekommst du eine höhere Lichtausbeute und eine wesentlich längere Nutzungsdauer, musst dafür aber bei der Anschaffung tiefer in die Tasche greifen. Energiesparend sind sie beide und bei der LED-Lampe hast du zudem nicht das Problem der umständlichen Entsorgung, da sich dort keine giftigen Gase im Inneren befinden.

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Die richtige Farbtemperatur für Blüte und Wachstum

Aber zurück zur Energiesparlampe. Nehmen wir an, sie reicht genau für deine Bedürfnisse aus – auf welche solltest du zurückgreifen?

esl lampe FarbtemperaturZunächst stellt sich da die Frage der Farbtemperatur. Bekanntlich gilt ja die Faustregel, dass das Wachstum eher mit bläulicherem Licht vorangetrieben wird, während die Blütephase eher wärmeres Licht verträgt. Bei der Energiesparlampe hast du genau die richtigen Optionen zur Auswahl.

Bei ESL-Lampen sind diese Angaben entweder durch einen Code oder direkt mit der Kelvinangabe erkenntlich gemacht. Der Code beginnt mit einer Ziffer, die angibt, wie viele Banden die Lampe aufweist.

Die Ziffer 8 steht hierbei für eine 3-Bandenlampe, die Ziffer 9 für eine 5-Bandenlampe.

Anschließend findest du zwei weitere Ziffern, die mit dem Faktor 100 multipliziert die Kelvinanzahl ergeben.

Eine ESL 960 ist also eine Lampe mit 5 Banden, deren Licht 6000 Kelvin warm strahlt. Welches Licht du nun für Blüte, Wachstum etc. am besten verwendest, kannst du im entsprechenden Kapitel in unserem Kaufratgeber für Pflanzenbeleuchtung nachlesen.

Exkurs: Was sind Banden?
Als „Banden“ wird die Anzahl der eingesetzten Leuchtstoffe in der Energiesparlampe bezeichnet. Je unterschiedlichem Leuchtstoff weist das Licht der Lampe Peaks in bestimmten Wellenlängen auf. Beim Licht von ESL und LSR handelt es sich also nie um „Vollspektrum“-Licht, sondern nur um eine Kombination von (in diesem Fall) 3 oder 5 Lichtfarben.

Geeignete Leistung von ESL für Pflanzen

Bei der Leistung ist wichtig zu wissen, dass grundsätzlich die Lumen aussagekräftig sind, und die sind pro Watt etwas niedriger angesiedelt als bei LEDs. Pro Watt, die die ESL aus deiner Steckdose zieht, bekommst du 40-60 Lumen aus der Lampe (laut Daten aus der Lichtmessung sind es bei LEDs fast das Dreifache). Rechne also beim Kauf (sofern der Hersteller keine Angaben dazu macht) die Wattanzahl unbedingt in Lumen um.

Willst du es ganz genau wissen, empfehlen wir allerdings eine andere Angabe. Den tatsächlichen Nutzen für die Pflanze verrät nämlich nur der PPFD-Wert – die Photonenflussdichte. Dieser wird aber leider nur in den allerseltensten Fällen beim Kauf von ESL-Lampen angegeben.

Richtiger Abstand zur Pflanze: unsere Erfahrungswerte

Kurzantwort: mit 5-8 Zentimetern Abstand der ESL zur Pflanze bist du gut dabei. Wie wir zu diesem Fazit kommen?

Die Energiesparlampe hat gegenüber der NDL den Vorteil, dass sie nicht so viel Hitze abstrahlt. Gleichzeitig gibt sie nicht so viel Licht ab. Daraus ergibt sich, dass du sie zum einen ziemlich nah an die Pflanze hängen kannst und das zum anderen auch tun solltest. Aber Achtung: Zu nah kann dennoch zu Verbrennungen der Pflanze führen.

Fazit: ESL Grow – ja oder nein?

Viele, die sich mit Pflanzenbeleuchtung auskennen, werden dir sagen: Lass die Finger von Energiesparlampen, die geben ohnehin viel zu wenig Licht ab. Das mag schon stimmen. Wenn du aber ohnehin nur auf der Suche nach einfacher, simpler Zusatzbeleuchtung einer kleinen Pflanze zur Überwinterung oder einem ähnlichen Aufbau bist, kann die ESL-Lampe durchaus die passende Lösung für dich sein.

Allerdings sind auch LEDs umweltfreundlicher, unterm Strich günstiger und bei den entsprechenden Modellen ebenso simpel im Aufbau.

Titelbild: © lovelyday12 – stock.adobe.com; Bild 2: © lovelyday12 – stock.adobe.com; Bild 3: © Claudia – stock.adobe.com

Wenn du dich mit LED-Pflanzenbeleuchtung beschäftigst, stolperst du früher oder später über die Abkürzung PAR – photosynthetisch aktive Strahlung. Jetzt ist es also soweit und wir liefern dir in unserem Artikel zu diesem Thema alle Infos, die du brauchen kannst, um mit dieser Messgröße von Licht arbeiten zu können.

Definition: Was ist photosynthetisch aktive Strahlung (PAR)?

Die Abkürzung PAR kommt von der englischen Bezeichnung photosynthetically active radiation und bezeichnet einen bestimmten Bereich der elektromagnetischen Strahlung innerhalb des Lichtspektrums. Wie der Name schon sagt, ist das jener Bereich, der bei Pflanzen die Photosynthese ermöglicht.

Diese Strahlung liegt zu einem Großteil auch in dem für Menschen sichtbaren Bereich. Um genau zu sein betrifft das die Strahlung mit Wellenlängen von 380 nm bis 780 nm. Höher- und niederfrequente Strahlung kann eine Pflanze wenig bis gar nicht verwerten.

Exkurs: Wirkungsspektrum des Lichts auf die Photosynthese von Pflanzen

Das Spektrum des Lichts, das sogenannte phototrophe Organismen zur Photosynthese nutzen, erstreckt sich also über Wellenlängen von 380 nm bis 780 nm. Soweit waren wir bereits. Darüber und darunter befinden sich noch die Bereiche der ultravioletten und der infraroten Strahlung, deren Einfluss auf das Wachstum der Pflanze noch nicht ganz geklärt sind.

Innerhalb des Spektrums sind zudem Absorptionsspitzen zu erkennen, und zwar in den rötlichen und bläulichen Wellenlängenbereichen des Lichts. Wellenlängen im grün erscheinenden Bereich werden zu einem größeren Teil reflektiert, weshalb die Blätter auch grün erscheinen.

Der Vorteil der PAR-Messung ist, dass diese sogenannte „Grünlücke“ berücksichtigt wird. An den Messergebnissen kann man genau ablesen, wie viel von der eintreffenden Strahlung zur photosynthetisch aktiven Strahlung gehört, also für das Wachstum der Pflanze von Nutzen ist.

Die Pflanzenzelle unter Einfluss von PAR

In den Blättern der Pflanze sitzen Farbstoffe, vor allem Chlorophylle, Phycobiline und Carotinoide. Sie helfen der Pflanze dabei, eine bestimmte Lichteinstrahlung zu absorbieren. Diese elektromagnetische Energie kann die Pflanze nun mithilfe von Elektronen in chemische Energie umwandeln. Soweit die Etappe der sogenannten Lichtreaktion.

Die so gewonnene chemische Energie sorgt nun dafür, dass energiereiche organische Verbindungen hergestellt werden können. Die Pflanze verwendet diese Verbindungen anschließend zum einen Teil direkt im Baustoffwechsel, zum anderen Teil wiederum im Energiestoffwechsel.

Essentiell ist hier also, dass die Lichtstrahlung so zusammengesetzt ist, dass sie zu den speziellen Farbstoffen der Blätter und dem Bedarf der Pflanze passt. Die photosynthetisch aktive Strahlung sind also jene Wellen, die vom Chlorophyll etc. absorbiert werden können.

PAR messen: Messgeräte, Auswertung und Einheiten

Um unterschiedliche Werte rund um die PAR ausmessen zu können, brauchst du ein spezielles Messgerät. Solche Sensoren spucken beispielsweise die Bestrahlungsstärke (Watt/m2s im entsprechenden Wellenlängenbereich) oder die Anzahl bzw. Dichte der photosynthetisch aktiven Photonen (angegeben in μmol/m2s).

PPFD – photosynthetically active photon flux density

Eher als die Bestrahlungsstärke interessiert uns noch die Photonenflussdichte – abgekürzt auch PPFD. Sie ist besonders in Bezug auf die Pflanzenbeleuchtung aussagekräftiger, da sie nur die brauchbaren Photonen und nicht die gesamte Energie in Betracht zieht.

Bei der Photonenflussdichte zählt man die Anzahl der Photonen, die pro Sekunde auf einen Quadratmeter treffen. Die Anzahl wird dann in Mikromol pro Quadratmeter und Sekunde angegeben, etwa so: μmol/m2s. Ein Mikromol sind übrigens 6,022*1017 Photonen. Mithilfe eines Messgeräts kann man auf einen Quadratmeter unterschiedliche Intensitäten ausmessen, was bei einer LED-Pflanzenlampe als Ergebnis in etwa so aussehen kann:

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Die Grafik zeigt den 1 m x 1 m großen Messbereich. In der Mitte des Lichtkegels wird am meisten PAR abgegeben, nämlich bis zu 1.000 μmol/m2s, also 6.022*1017 Photonen. Gen Rand des Lichtkegels wird die Intensität graduell schwacher, was durch die dunkleren Farben gut erkennbar ist.

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Als Beispiel: PPFD bei Pflanzen in der Blüte

Setzen wir das Ganze mal in Relation. Direkte Sonneneinstrahlung liegt bei etwa 2.000 μmol/m2s. Viele Pflanzen bekommen in freier Wildbahn aber nur einen Bruchteil davon ab und benötigen daher auch gar nicht so viel. Bei vielen Pflanzen im Blütestadium reicht eine PPFD von etwa 800-1.000 μmol/m2s, um die Blüten optimal beim Wachstum zu unterstützen.

McCree-Kurve: noch genauere Bestimmung der PAR

Keith J. McCree ist sozusagen der Pionier der PAR-Forschung. Er zeigte in den 70er-Jahren auf, dass die Anzahl der Photonen aussagekräftiger für die Photosyntheseeffizienz einer Lichteinwirkung sind, als die Lichtwerte, die wir sonst für die Beschreibung von Licht verwenden. Lumen, Lux und Co. hatten damit für die Pflanzenbeleuchtung ausgedient, da sich diese nur auf die Photometrie, also die Lichtwahrnehmung des Menschen, beziehen.

McCree hat damals die Wirkungsspektren einiger exemplarischer Nutzpflanzen ausgemessen und erstellte damit die sogenannte McCree-Kurve. Diese Bezeichnung verwendet man mittlerweile sogar für diese Form der Darstellung an sich. Die X-Achse führt die Wellenlängen an, während die Y-Achse die Anzahl der Photonen auf der jeweiligen Wellenlänge anzeigt.

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Licht, das ausgemessen und in so einem Diagramm dargestellt wird, kann auf einen Blick auf seine Wirksamkeit für das Pflanzenwachstum untersucht werden. Verteilen sich die Wellenlängen des Lichts in etwa wie im Beispiel (also mit der Grünlücke bei den Wellenlängen um 500 nm und mit Spitzen im blauen und roten Bereich) eignet sich die Lichtqualität ideal für den Zweck der Pflanzenbeleuchtung.

Lumen und Lux statt photosynthetisch aktiver Strahlung als Messgrößen

Lux und Lumen sind photometrische Einheiten. Das bedeutet, dass sie nur Auskunft darüber geben, wie hell das Licht in unserer Wahrnehmung erscheint. Nun taucht allerdings das Problem auf, dass die Strahlung in den gelb erscheinenden Wellenlängen heller erscheint als die Strahlung auf anderen Frequenzen. Eine Menge an Photonen, die sich in „blauen“ Frequenzen bewegen, erzielt also schlechtere Lumenwerte, als dieselbe Menge an Photonen auf „gelben“ Frequenzen.

Für das Pflanzenwachstum sind erstere mit dem niedrigeren Lumenwert aber womöglich sogar wirksamer, als das „hellere“, gelblastige Licht. Wenn du also genaue Auskunft über die Wirksamkeit einer bestimmten Lichtquelle haben möchtest, solltest Du nicht nur den Angaben zu Lumen und Lux trauen.

Kaum jemand wird versuchen, eine Pflanze im Dunkeln aufzuziehen. Die Tatsache, dass Pflanzen Licht brauchen, um wachsen zu können, leuchtet also ein. Lichtverhältnisse können allerdings variieren bzw. variiert werden und somit stellt sich die Frage, der wir in diesem Artikel nachgehen wollen: Welches Licht brauchen Pflanzen zum Wachsen?

Grundlagen zur Photosynthese, Wachstum und Lichtbedarf

Ganz grob gesprochen läuft die Photosynthese so ab, dass Photonen bestimmter Wellenlängen von den Farbzellen in den Blättern – vorwiegen Chlorophyll – absorbiert werden. Ihre elektromagnetische Energie wird dort in chemische Energie umgewandelt. Diesen Vorgang nennt man Lichtreaktion.

Mit dieser chemischen Energie kann die Pflanze nun energiereiche, organische Verbindungen produzieren und diese als Baustoffe oder weitere Energie verwenden. Damit baut sie neue Blattzellen, Blüten, Früchte, Wurzeln etc. auf. Dieser Vorgang wird allerdings überhaupt erst in Schwung gebracht, sobald Photonen auf die Farbzellen treffen.

Pflanzen sind allerdings ziemlich wählerisch. Je nachdem, wie viel, wie lang und welches Licht auf sie trifft, gestaltet sich ihr Wachstum unterschiedlich. So manches Experiment hat bereits bewiesen, dass sich bestimmte Lichteinstellungen auf die Inhaltsstoffe von Blättern und Früchten der beleuchteten Pflanzen auswirken. Was es mit Intensität des Lichts, Beleuchtungsdauer und Lichteigenschaften auf sich hat, klären wir nun.

Die richtige Lichtintensität und Beleuchtungsdauer

Sonne simulieren mit Pflanzenlicht
Der natürliche Sonnenauf- und untergang kann mit hochwertigen Pflanzenleuchten programmiert werden.

Eine hochgewachsene Pflanze, die – sagen wir einmal – im Mittelmeerraum beheimatet ist, hat einen anderen Lichtbedarf als Sträucher, die sich eher im Unterholz europäischer Laubwälder ansiedeln. Will man Pflanzen aufziehen bzw. künstlich beleuchten, muss man genau wissen, ob sie jeweils eher Fans von direkter Sonneneinstrahlung oder Verschattung sind.

Ein Beispiel: Besonders einfach lässt sich zu Hause Licht für Orchideen finden - der Standort am Fensterbrett ist ideal!

Die Beleuchtungsdauer ist relativ schnell geklärt. Am besten funktioniert das, was schon jahrtausendelang gut funktioniert: der herkömmliche Tag-Nacht-Zyklus, bei künstlicher Pflanzenbeleuchtung einfach durch einen Timer zu simulieren.

Bei einigen fortschrittlichen Leuchten kann man sogar einen langsamen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang programmieren.

Bei der Lichtintensität lohnt sich ein Blick auf die sogenannte Photonenflussdichte. Noch genauer gesagt handelt es sich dabei um die Dichte der Photonen photosynthetisch aktiver Strahlung. Die Einheit dafür wird in PPFD abgekürzt und in Mikromol pro Quadratmeter und Sekunde (μmol/m2s) gemessen. Direkte Sonneneinstrahlung hat bis zu 2.000 μmol/m2s.

Nun ist es allerdings selbst in der freien Wildbahn bzw. bei der natürlichen Pflanzenbeleuchtung sehr selten, dass tatsächlich so eine hohe Dichte an photosynthetisch verwertbaren Photonen auf die Pflanzenzellen treffen. Pflanzen brauchen so hohe Intensitäten also gar nicht. Als durchschnittlicher Richtwert der Lichtintensität eignen sich 600 μmol/m2s bei der künstlichen Pflanzenbeleuchtung gut.

Lichtfarbe und -spektrum

Bei der Lichtfarbe wird das Ganze schon etwas komplexer. Licht ist bekanntlich ein Teil der elektromagnetischen Strahlung und zwar im Wellenlängenbereich von etwa 380 nm bis 750 nm. Das ist der Teil, der für den Menschen sichtbar ist. Er deckt sich auch in etwa mit dem Abschnitt, der für die Photosynthese brauchbar ist.

Bringen wir also die Farben ins Spiel. Eine spezifische Lichtstrahlung kann sich aus unterschiedlichen Wellenlängen zusammensetzen und bekommt dadurch eine bestimmte Farbe. Sind die Wellenlängen eher hochfrequent, handelt es sich um den bläulichen Teil des Lichtspektrums, Langwellen sind eher am rötlichen Ende verortet.

Im Bereich um die 500 nm befinden sich die für uns grün wirkenden Wellenlängen. Treffen diese auf Chlorophyllzellen, werden sie größtenteils reflektiert. Daher erscheinen die meisten Pflanzenblätter auch grün. Aus diesem Phänomen ergibt sich die sogenannte Grünlücke. Wird eine Pflanze mit dieser Wellenlänge bestrahlt, passiert weniger Photosynthese, da die Pflanzen diese nicht so gut aufnehmen können.

Viele Hersteller künstlicher Pflanzenbeleuchtung gehen also nun dazu über, die grünen Wellenlängenanteile wegzulassen und in einer Mischung aus blauen und roten LEDs zu beleuchten. Das ist allerdings genauso kontraproduktiv, da sich die Photosynthese in diesem Bereich nicht gänzlich einstellt. Durch Carotinoide im Blattwerk findet eine Absorption der blaugrünen, kurzwelligeren Strahlung allerdings durchaus statt und besonders bei dunkelgrünen Blättern ist grünes Licht ebenso photosynthetisch aktiv – eine Spur von der eben erwähnten Grünlücke also.

Die LED-Pflanzenbeleuchtung sollte also idealerweise in puncto Lichtspektrum gleichmäßig gestaltet werden.

Künstliche Pflanzenbeleuchtung: Welches Licht brauchen Pflanzen?

Die künstliche Pflanzenbeleuchtung ist ein komplexes Pflaster. Es gibt unzählige Arten von Leuchtmitteln und damit Optimierungsmöglichkeiten. Jede einzelne Pflanze kann exakt die Lichtverhältnisse bekommen, die sie braucht. Aber mit welchen Leuchten lässt sich genau das Licht erzeugen, das Pflanzen zum Wachsen brauchen?

LED in der Pflanzenbeleuchtung

Mittlerweile haben sich viele LED-Leuchten als die hochwertigste Lösung zur Pflanzenbeleuchtung herausgestellt. Sie sind zwar meistens im höheren Preisniveau angesiedelt. Dafür bekommt man allerdings auch etwas für sein Geld:

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Natriumdampflampe (NDL) – schon von gestern?

Zwischen LED-Leuchten und Natriumdampflampe herrscht so etwas wie ein Konkurrenzverhältnis. Lange Zeit waren nämlich die Lampen, die abgekürzt auch als NDL bezeichnet werden, das Nonplusultra unter den Leuchten für die künstliche Pflanzenbeleuchtung. Das auch zum Teil aus gutem Grund:

Mittlerweile werden sie in vielen Bereichen von den effizienteren LEDs abgelöst. Diese sind zwar in der Anschaffung wesentlich teurer, die Investition rentiert sich allerdings durch die längere Lebensdauer und die besseren Ergebnisse. Noch haben Natriumdampflampen nicht ganz ausgedient, aber die LED ist definitiv am Überholkurs.

Tageslichtlampe für Pflanzen

Eine Tageslichtlampe imitiert, wie der Name schon sagt, das Tageslicht der Sonne. Ursprünglich ist so eine Lampe nicht speziell für die Pflanzenbeleuchtung, sondern für eine natürlichere Ausleuchtung von Wohnraum gedacht.

Stellt man keine allzu hohen Ansprüche auf das Licht für die Pflanzen, kann so eine handelsübliche Tageslichtlampe schon ausreichen. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass diese Variante nicht für die Zwecke der Pflanzenbeleuchtung konzipiert wurde. Somit spendet eine Tageslichtlampe nicht unbedingt das Licht, das Pflanzen zum Wachsen benötigen. Man riskiert damit einen Stromverbrauch, der am Ziel vorbeischießt.

Energiesparlampe als Pflanzenlampe

Energiesparlampe als Pflanzenlampe ist keine gute Lösung
Energiesparlampen sind zwar praktisch, allerdings nicht als Pflanzenlampe geeignet.

Ähnliches gilt auch für die Energiesparlampe. Man kennt sie als Raumbeleuchtung und die Überlegung, sie als Pflanzenlampe umzufunktionieren steht so schnell im Raum, wie man den Lichtschalter betätigen kann.

Allerdings schießt das Konzept der herkömmlichen Energiesparlampe ebenfalls an den Zwecken der Pflanzenbeleuchtung vorbei.

Da ist es doch ratsamer, zur LED-Pflanzenbeleuchtung zu greifen. Aufgrund des niedrigen Stromverbrauchs und wesentlich höheren Wirkungsgrad, kommen hier definitiv mehr Watt in Form von verwertbaren Photonen bei den Pflanzenzellen an.

Außerdem enthalten Energiesparlampen (wie auch Leuchtstoffröhren übrigens) Quecksilber, das bei unvorsichtiger Handhabe gefährlich und auch in der Entsorgung natürlich nicht unproblematisch ist.



In welchen Fällen brauchen Pflanzen zusätzliches Licht?

Pflanzenbeleuchtung wird grob gesagt überall dort gebraucht, wo die Pflanzen zu sehr verschattet werden, um genügend Licht zu bekommen. Um Wachstum und eine gesunde Pflanze zu garantieren, benötigen Pflanzen besonders im Innenraum ein Extra an Licht. Wir stellen drei konkrete Einsatzmöglichkeiten vor.

Jungpflanzenanzucht: Lichtbedarf bei der Aussaat

Als Hobby- oder Profizüchter bist du womöglich meist mit zu kalten Temperaturen und zu wenig Sonnenlicht konfrontiert, wenn du im Frühjahr die Jungpflanzenanzucht beginnen möchtest. Auf der Fensterbank ist schließlich auch nicht unendlich viel Platz vorhanden. Nun brauchen aber besonders Lichtkeimer (im Gegensatz zu Dunkelkeimern) auch im Stadium als Samen bereits Sonnenlicht, um Keimlinge zu bilden.

In solchen Fällen zieht man mit der Anzuchtstation oft in den Keller oder andere Räume, die viel Platz bieten. Dort sorgst du dann mit Pflanzenlampen dafür, dass deine Keimlinge das Licht bekommen, das sie zum Wachsen benötigen. Die gesunden Jungpflanzen kannst du dann sofort nach dem letzten Frost ins Beet aussetzen, statt erst dann mit der Aussaat zu beginnen.

Pflanzen überwintern mit LED-Licht

Die Winter sind meist nicht gerade mild hierzulande und die meisten Kulturpflanzen überleben die frostigen Temperaturen und das verringerte Sonnenlicht nicht. Im Innenraum ist es hingegen warm und mit der richtigen Pflanzenbeleuchtung hell genug. Deine nicht winterharten Gewächse bekommen im Winter so genug Licht und Wärme, um weiterwachsen zu können.

Beleuchtung für Wohnzimmerpflanzen

Manche Pflanzen machen sich in Wohnzimmern besonders gut. Nur sind sie vielleicht pralle Sonne gewohnt, statt verdunkelten Lichtverhältnissen im Raum. Hier kann ebenfalls eine Pflanzenlampe zum Einsatz kommen. Die Pflanze bekommt das Licht, das sie zum Wachsen braucht und du selbst kannst dich weiterhin über einen schönen Wuchs und prächtige Blüten freuen.

Lichtmangel erkennen: das sind die Anzeichen

Geilwuchs: Wenn eine Pflanze merkt, dass sie zu dunkel steht, versucht sie dort hinzukommen, wo es Licht gibt. Für gewöhnlich ist die Richtung dann möglichst hoch hinaus, um über Schattenspender hinauszuwachsen. Dieses Verhalten ist unter dem Begriff Geilwuchs bekannt. Die Pflanze wächst dabei sehr schnell, aber auch sehr lang und instabil.

Knospen- und Blattverlust: Neben dem Geilwuchs kann es auch sein, dass die Pflanze ihre Knospen und/oder Blätter einfach verliert. Die Blätter färben sich erst gelb und fallen dann einfach ab.

Sind diese beiden Anzeichen zu erkennen, sollte man sich schleunigst um eine Lichtzufuhr kümmern. Bekommt die Pflanze das Licht, das sie zum Wachsen braucht, wirkt man dem unerwünschten Wuchsverhalten womöglich noch entgegen und hat wieder eine stabile, gesunde Pflanze vor sich.

Beitragsbild: © JESUS – stock.adobe.com

Pflanzen brauchen Licht, um zu wachsen. Ist keine natürliche Lichtquelle verfügbar, wird eben mit künstlicher Beleuchtung nachgeholfen. Aber mit welcher? In diesem Beitrag sehen wir uns an, ob Leuchtstoffröhren für Pflanzen eine brauchbare Lichtquelle darstellen können, oder ob man doch lieber zu anderen Leuchtmitteln greifen sollte.

Definition: Wie funktionieren Leuchtstoffröhren (LSR)?

Sehen wir uns erstmal an, was da genau das Licht für deine Pflanzen produzieren soll. Bei Leuchtstoffröhren fließt Strom durch Kontakte in Elektroden, die zu Beginn eine gewisse Zündspannung aufbauen. Dadurch wird die Gasfüllung (Quecksilberdampf) im Inneren der Röhre ionisiert und gezündet. Sie strahlt dann erstmal „nur“ UV-Strahlung ab.

Diese fällt durch die Beschichtung der Leuchtstoffröhre und wird durch die Beschichtung in sichtbares Licht umgewandelt. Die Wellenlänge der Strahlung wird also verändert. Je nachdem, welche Beschichtung aufgetragen wurde, hat das Licht eine andere Farbtemperatur bzw. ein anderes Spektrum.

Durch diese Funktionsweise zählt man LSR eigentlich auch zu den Niederdruck-Gasentladungsröhren bzw. Metalldampflampen. Es gibt allerdings mittlerweile sogar LED-Lampen, die dieselbe Form haben und LED-Leuchtstoffröhren genannt werden. Diese Bezeichnung ist aber irreführend, da sie mithilfe der gewöhnlichen LED-Technik funktionieren, also keinen Leuchtstoff enthalten. Darüber hinaus sind sie nur eingeschränkt und anstatt der Leuchtstoffröhren einsetzbar, da die Stromzufuhr anders gestaltet sein muss, damit die Leuchtdioden betrieben werden können.

Was bedeutet das alles aber für den Fall, dass man die Leuchtstoffröhre für die Beleuchtung von Pflanzen nutzen möchte?

Eignen sich Leuchtstoffröhren also als Pflanzenlampe?

In erster Linie bedeutet das geringe Lichtausbeute. Im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln und vor allem zu anderen Pflanzenlampen, leuchtet eine Leuchtstoffröhre nicht besonders stark und die Lichtintensität konzentriert sich auf den dünnen, langen Leuchtstreifen, den die LSR bildet. Außerdem ist die Lichtfarbe der meisten Leuchtstoffröhren nicht ausgewogen bzw. nicht warm genug.

Dadurch eignet sich die Leuchtstoffröhre für Pflanzen höchstens, wenn es um Grundversorgung geht. Im Winter, wo das Wachstum nicht unbedingt angetrieben, sondern die Pflanze nur überwintert werden soll, reicht das wenige Licht aus. Auch für die Bewurzelung von Stecklingen oder bei der Anzucht, wo eher kalte Farbtemperaturen gebraucht werden (im Gegensatz zur Blütenphase), kann eine Leuchtstoffröhre durchaus ihre Dienste tun.

Leuchtstoffröhre für Pflanzen

Leuchtstoffröhren für Pflanzen als Stecklinge oder zur Überwinterung
Eine Leuchtstoffröhre ist dann als Pflanzenlicht geeignet, wenn Stecklinge bewurzelt werden sollen.

Den geringen Wirkungsgrad in Kauf genommen, kann die Leuchtstoffröhre für Pflanzen durchaus eingesetzt werden. Allerdings unter einigen Bedingungen. Erstmal muss man generell bei diesem Leuchtmittel darauf achten, dass die Stromzufuhr richtig geregelt wird. Dafür ist ein Vorschaltgerät unbedingt notwendig.

Außerdem wird bei der Leuchtstoffröhre das Licht nicht sehr gut gestreut. In der Nähe der Röhre ist die Strahlung sehr intensiv, darüber hinaus bleibt die Umgebung eher dunkel. Daher empfiehlt sich ein Reflektor, um die Lichtstrahlen etwas besser zu verteilen.

Mittlerweile finden sich auf dem Markt sogar bereits spezielle Leuchtstoffröhren für Pflanzen. Sie unterscheiden sich allerdings nur dadurch, dass die Grünanteile des Spektrums weggelassen werden. Dabei bleibt die Lichtintensität gleich. Das bedeutet, dass man die gleiche Menge an Licht bekommt, wie bei herkömmlichen Leuchtstoffröhren (also für die meisten Zwecke der Pflanzenbeleuchtung zu wenig) und das Spektrum nicht sehr ausgeglichen ist.

Günstige Variante zu LED? Vergleich zwischen LED und LSR

In puncto Pflanzenbeleuchtung scheint die Leuchtstoffröhre also keine so guten Karten zu haben. Für einen besseren Überblick haben wir die LED-Pflanzenlampen und die Option Leuchtstoffröhre für Pflanzen nochmal in allen kaufentscheidenden Punkten gegenübergestellt.

LED LSR
Anschaffungskosten
Betriebskosten
Lebensdauer > 50.000 h ca. 15.000 h
Energieeffizienz
Leistung
Wärmeentwicklung
Lichtspektrum

Die LSR scheint auf den ersten Blick eine tolle, preisgünstige Alternative zu den doch noch recht teuren LED-Systemen zu sein. Allerdings lohnt sich der hohe Preis der LEDs am Ende in Sachen Lebensdauer und Effizienz. Wenn man nicht am Wachstum sparen möchte, sollte man das auch bei der Pflanzenlampe nicht tun. Wie wir bereits gesehen haben, regt so eine Leuchtstoffröhre das Wachstum der Pflanzen nicht so gut an, wie eine passende LED-Lampe.

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Leuchtstoffröhre in kaltweiß: Farbtemperaturen für Pflanzen

LSR gibt es – was ihr Farbspektrum angeht – grundlegend in zwei Varianten: Jene mit Dreibandenleuchtstoffen und jene mit Fünfbandenleuchtstoffen. Der Unterschied zwischen den beiden liegt im Wellenlängenspektrum der Lampen. Bei Lampen, die mit Fünfbandenleuchtstoffen versehen sind, wird die UV-Strahlung in ein annähernd kontinuierliches Spektrum verwandelt, das dem des Tageslichts sehr nahekommt.

Außerdem können die Leuchtstoffe so variiert werden, dass unterschiedliche Farbtemperaturen erreicht werden können. Leuchtstoffröhren werden üblicherweise ja für die Raumbeleuchtung verwendet, weswegen es hauptsächlich folgende drei Varianten gibt, die sich auf den Farbeindruck des abgestrahlten Lichts beziehen: warmweiß (< 3300K), neutralweiß (3300K bis 5300K) und kaltweiß (> 5300K);

Für die Wachstumsphase der meisten Pflanzen braucht man Licht, das sich im Bereich der kaltweißen Leuchtstoffröhren bewegt. Das ideale Licht für die Blütephase ist allerdings noch langwelliger, als die Leuchtstoffröhren für warmweißes Licht.

Dann doch lieber „normale“ LEDs oder Tageslichtlampen?

Bestes Wachstum mit Pflanzenlicht
Lampen die speziell für Pflanzen entwickelt wurden eigenen sich immer noch am besten.

Bei Leuchtmitteln wird immer öfter damit geworben, dass ihr Spektrum dem des Tageslichts besonders nahekommt. Man mag meinen, dass das für die Pflanzenbeleuchtung doch auch von Vorteil sein muss, da Pflanzen in der freien Wildbahn ja auch nur Tageslicht bekommen.

Tatsächlich ist es so, dass Pflanzen besonders in der Blütephase eher wärmere Farbtemperaturen benötigen. 2700K sind hier ideal, was weit unter den Werten für Tageslichtlampen (5300K bis 6500K) liegt. Diese sind eher in der Keim- und Anzuchtphase zu gebrauchen.

Bleibt noch das Faktum, dass diese Lampen eher für die Raumbeleuchtung gedacht sind und demnach nicht für die Pflanzenbeleuchtung konzipiert wurden. Sie sind in Sachen Effizienz und Aufbau nicht so gut für die Beleuchtung von Pflanzen geeignet, als die Produkte, die von Anfang an für diesen Zweck geplant wurden.



Wärmeentwicklung: Problem bei Leuchtstoffröhren für Pflanzen?

Manche Leuchten haben den Nachteil, dass der Strom nur zu einem Teil in Licht umgewandelt werden kann. Der Rest geht als Wärme verloren. Wird es um das Leuchtmittel zu warm, ist das auch für die beleuchteten Pflanzen schädlich, weswegen manche Pflanzenlampen zusätzlich energieaufwendig gekühlt werden müssen.

Dieses Problem hat man bei den Leuchtstoffröhren, wie auch bei den LEDs, nicht. Sie bleiben kühl und wandeln den Stoff zum Großteil auch tatsächlich in Licht um.

Fazit – alles kann, nichts muss.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass du Leuchtstoffröhren durchaus für Pflanzen verwenden kannst. Allerdings musst du dann damit rechnen, dass das Ergebnis weit hinter dem mit professioneller LED-Pflanzenbeleuchtung zurückfallen wird. Das ist vor allem auf die geringe Lichtausbeute zurückzuführen, denn wo keine Photonen, da kein Wachstum.

Außerdem geht es auch immer noch um die Qualität der Photonen. Wenn sie in den falschen Wellenlängen auf die Pflanzen treffen, tut sich auch nicht viel. Auch das ist bei den Leuchtstoffröhren der Fall. Besonders bei jenen, die eigentlich zur Raumbeleuchtung gedacht sind. Als erste Gehversuche in der Pflanzenbeleuchtung oder als improvisierte Überwinterungsmöglichkeit für Pflanzen im Innenraum kann die Leuchtstoffröhre allerdings schon herhalten.


Titelbild: © Peera– stock.adobe.com

Zu den vielen Einheiten, die man an der elektromagnetischen Strahlung namens Licht bestimmen kann, gehört unter anderem die Lichtstärke. Sie wird in Candela angegeben und gibt Auskunft über die Stärke des Lichtstroms in einem bestimmten Abstrahlwinkel. Mehr zur Einheit Lichtstärke (wie man sie definiert, ausrechnet und mit welchen Einheiten man sie nicht verwechseln sollte) erfährst du in diesem Beitrag.

Definition: Lichtstärke einfach erklärt

Die Lichtstärke bezeichnet die Menge an abgegebenem Licht einer Lichtquelle in einem bestimmten Raumwinkel.

Rechnerisch wird dabei der Lichtstrom durch den Winkel (auch Steradiant, abgekürzt sr, genannt) geteilt. Wenn eine Lichtquelle also nach allen Richtungen abstrahlt, kann die Lumenanzahl durch 4π (entspricht dem Raumwinkel einer gesamten Kugeloberfläche) dividiert werden und man erhält die Lichtstärke.

Es wird also ein bestimmter Lichtstrom abgegeben und durch einen mehr oder weniger großen Winkel gebündelt. Die Lichtstärke bezeichnet schließlich die Menge an Licht, die sich innerhalb des Lichtkegels befindet und nimmt dadurch nicht nur auf die insgesamt ausgesandte Menge an Licht Rücksicht, wie das beim Lichtstrom der Fall ist.

Messung der Lichtstärke
Bei der Messung der Lichtstärke wird auch die Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges berücksichtigt.

 

Die Lichtstärke beachtet außerdem nicht, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche trifft. Sie zieht zwar die Richtung und den Winkel in Betracht, den allerdings als Ganzes.

Das bedeutet, dass man nicht in einem bestimmten Abstand auf einer bestimmten Fläche misst, sondern das gesamte Licht innerhalb des Kegels annimmt.

Während das Licht also je nach Entfernung zur Quelle gestreut wird und damit an Intensität verliert, bleibt die Lichtstärke immer gleich.

Dennoch wird bei der Messung der physiologische Aspekt, also die Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges, nicht außenvorgelassen.

Würde man beispielsweise die Lichtstärke einer Infrarotlampe messen wollen, wäre das Ergebnis immer 0, da Infrarotstrahlung für das menschliche Auge nicht sichtbar ist.




Einheit der Lichtstärke: Candela (cd)

Die Einheit, mit der die Lichtstärke angegeben wird, heißt Candela (abgekürzt: cd). Damit du dir in etwa vorstellen kannst, wie hell 1 cd ist, haben wir in folgender Tabelle einige Vergleichsgrößen angeführt.

Lichtquelle Candela
Glühwürmchen 10 Mikrocandela (mcd)
Kerze 1 cd
Glühlampe (60 W) 58 cd
Quecksilberdampflampe (125 W) 430 cd
Kfz-Fernlicht 225 kcd (Kilocandela)

Da „Candela“ lateinisch für „Kerze“ steht, ist nicht weiter verwunderlich, dass eine Kerze in etwa als Richtwert bzw. als 1 Candela angenommen wird. In der Praxis gibt es selbstverständlich noch genauerer Methoden, um den Richtwert herauszufinden.

Lichtstärke (Candela) in Bezug auf Pflanzenbeleuchtung

Wenn du dich nach Pflanzenbeleuchtung umsiehst, wirst du kaum ein Modell finden, bei dem eine Candelaangabe aufgeführt wird. Diese Größe ist nämlich für die Wirksamkeit der Leuchte, in Bezug auf das Wachstum der Pflanze, wenig aussagekräftig. Sie berücksichtigt nämlich weder die Frequenz des Lichts noch die Dichte auf einer bestimmten Fläche.

Lichtstärke messen

Die Lichtstärke kann man nicht direkt messen, aber dafür sehr einfach berechnen, wenn man zuvor den Lichtstrom ermittelt hat. Diesen misst man mithilfe einer sogenannten Ulbricht’schen Kugel, in der das Leuchtmittel platziert wird. Der so eruierte Wert kann anschließend durch den Abstrahlwinkel geteilt werden und ergibt so die Lichtstärke (Candela).

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Nicht zu verwechseln mit …

Achtung: Verwechslungsgefahr! An Licht kann man ganz schön viel herummessen und bestimmen. Daher gibt es nicht gerade wenig Lichtmesswerte, die man am Licht bestimmen kann. Damit du einen Überblick über die verschiedenen Messeinheiten bekommst, die es neben der Lichtstärke noch so gibt, gehen wir hier einige von ihnen durch.

Bezeichnung Name der Einheit Symbol
Lichtstrom Lumen lm (= cd * sr)
Beleuchtungsstärke Lux lx (= lm / m2)
Leuchtdichte Candela pro m2 cd / m2
Lichtmenge Lumensekunde lm * s
Lichtausbeute Lumen pro Watt lm / W

… dem Lichtstrom (Einheit: Lumen)

Im Gegensatz zur Lichtstärke bezeichnet der Lichtstrom die Menge an Licht, die die Lichtquelle aussendet. Er ergießt sich in alle möglichen Richtungen und sein Wert ändert sich nicht mit einer Bündelung des Lichts.

Das bedeutet, dass, selbst wenn das abgestrahlte Licht einer Lampe durch einen sehr engen Schirm zu einem Lichtkegel konzentriert wird, ändert das nichts an der Lumenanzahl der Lichtquelle, obwohl das Licht dann vielleicht heller erscheint.

Wenn der Candelawert der Quotient aus Lumen und Winkel ist, ist der Lichtstrom, also die Lumenzahl, das Produkt aus Candela und Winkel (Steradiant, sr). Die Lumenzahl kann also aus cd * sr berechnet werden.

… der Beleuchtungsstärke (Einheit: Lux)

Die Beleuchtungsstärke, oder auch Lichtstromdichte, bezieht sich auf den Lichtstrom, der auf eine bestimmte Fläche trifft. Ihre Einheit ist Lux, abgekürzt auch „lx“, und kann als Lumen pro Quadratmeter errechnet werden. Man bezieht hier den Abstrahlwinkel indirekt mit ein – nur diesmal zählt im Gegensatz zur Lichtstärke auch der Abstand zur Lichtquelle.

Alte Beleuchtungsstärkeeinheiten, die von Lux verdrängt wurden, waren Nox (nx) und Phot (ph). Im nordamerikanischen Raum wird außerdem noch die Einheit Foot-candle (fc) verwendet, welche die Lichtstärke auf einen Quadratfuß angibt.

… der Leuchtdichte (Einheit: Candela pro Quadratmeter)

Was im angloamerikanischen Maßsystem die Foot-candle ist und die Beleuchtungsstärke angibt, ist in unseren Breiten die Leuchtdichte. Hier werden die Candelawerte auf eine bestimmte Fläche aufgerechnet. Damit kann die Intensität des Lichts berücksichtigt werden.

Diese Messgröße hat die direkteste Aussagekraft über die Wahrnehmung des Lichts, da alle Parameter miteinbezogen werden, die die wahrnehmbare Helligkeit des abgestrahlten Lichts beeinflussen könnten.

Außerdem wird berücksichtigt, dass eine Lichtquelle nicht an allen Punkten exakt gleich viel Lichtstrahlung abgibt. Die Lichtstärke ist dabei sozusagen die Summe aller Leuchtdichten, da sie das gesamte, in eine bestimmte Richtung abgestrahlte, Licht bezeichnet.

… der Farbtemperatur (Einheit: Kelvin)

Lichtstärke und Farbtemperatur
Bei der Farbtemperatur spielt die Strahlung eine Rolle.

 

Die Farbtemperatur sticht im Rahmen dieser Aufzählung etwas heraus, denn sie beschäftigt sich eher mit der Frequenz und Wellenlänge, also dem Spektrum, der Strahlung als mit ihrer Intensität.

Die Kelvinanzahl einer Lichtquelle gibt an, welchen Farbton das Licht hat.

Wenn man beispielsweise das Sonnenlicht bei Sonnenaufgang mit jenem zu Mittag vergleicht, wird man merken, dass es einmal etwas wärmer (also in Orangetönen) und einmal etwas kälter (also eher in Blautönen) leuchtet.

Ebenso verhält es sich bei Unterschieden zwischen den verschiedenen künstlichen Leuchtmitteln. Ihr Farbton und damit ihr Kelvinwert lassen sich mithilfe eines Spektrometers messen.



Zusammenfassung: Einheit Lichtstärke – gebündelter Lichtstrom

Kurz und bündig zusammengefasst ist die Lichtstärke also die Menge an abgestrahltem Licht in einem bestimmten Lichtkegel. Die abgestrahlte Lichtmenge (= Lichtstrom, in Lumen angegeben) wird durch die Richtung (= Steradiant, sr) geteilt. Wir erfahren dadurch „wie viel Licht“ sich in diesem Lichtkegel befindet. Die Candela-Anzahl gibt allerdings nicht unbedingt eine Auskunft über die Helligkeit des Lichts.

Zur Erinnerung: In der Pflanzenbeleuchtung wird diese Einheit so gut wie nie eingesetzt, da sie keine Auskunft über die Nützlichkeit des Lichts für die Pflanze gibt. Dafür ist die Photonenflussdichte (PPFD) definitiv besser geeignet.

LEDs gibt es nun schon seit mehreren Jahrzehnten, und wer meint, dass sie sich seit ihrer Erfindung nicht weiterentwickelt hätten, täuscht sich gewaltig. Zwischen den Minileuchten für Leuchtreklamen und zur Signalübertragung der 60er-Jahre und den COB-LEDs liegen Welten. Sehen wir uns doch genauer an, wo wir mit den Chip-on-Board-(COB)-LEDs technisch gelandet sind.

Was sind COB-LEDs? Funktionsweise und Abkürzung erklärt

COB = Chip-on-Board

LED = Licht emittierende Diode

Beginnen wir am besten von vorne: LEDs sind sogenannte Licht emittierende Dioden (engl. light emitting diods). Sie können auch als Halbleiter-Bauelement bezeichnet werden, denn bei dem Material, das schließlich für das Licht in verschiedenen Farben verantwortlich ist, handelt es sich um sogenannte Halbleitermetalle. Dort wird Strom durchgeschickt und das Material leuchtet.

Nun gibt es unterschiedliche Arten und Weisen, wie man diese Minichips an Halbleitermaterial anordnen kann. Bei Chip-on-Board-LEDs ist es so, dass mindestens 9 Chips, meist aber sehr viele mehr, auf einem Board angebracht werden.

Aufbau und Spezifikationen: die Technik hinter den LED-COB

Chip-on-Board-Leds erstrahlen in vielen Farben
Halbleitermetalle in den COB-LEDs sorgen dafür, dass das Licht in verschiedenen Farben erscheint.

Bei den COB-LEDs handelt es sich um eine Multichipanordnung, wobei viele Low-Power-LED-Chips in Serie und/oder parallel geschaltet werden.

Sie sind per Bonding direkt auf einer Platte (meist aus Aluminium oder Keramik) angebracht und zwar so dicht, dass sich eine einzige, homogene Lichtfläche ergibt. Dadurch strahlt diese Art der LEDs gleichmäßiges Licht mit breitem Abstrahlwinkel ab und macht sie etwa bei der Pflanzenbeleuchtung ideal einsetzbar.

Ein geringer thermischer Widerstand beim Gehäuse (unter 2 K/W, andere erreichen bis zu 200 K/W) verringert Energieverluste in Form von Wärmeenergie und ist damit der hohen Effizienz zuträglich.

Durch die kompakte Bauweise ist ein kleines Gehäuse möglich, das im Prinzip nur aus der Trägerplatte besteht. Dadurch sind LED COBs vielseitig einsetzbar.

Je nachdem, wie viele und welche Chips verbaut werden, kommen unterschiedliche Leistungen und Spannungen zustande. Ob 12V oder 230V, 5W oder 100W – solche und noch breitere Ranges sind bei Chip-on-Board-LEDs auf jeden Fall drin.

Außerdem punktet diese LED-Art mit einem besonders hohen Farbwiedergabeindex, was sie sehr gut als Raumleuchtmittel eignet beispielsweise.

Übrigens: Der Farbwiedergabeindex ist eine Kennzahl, die die Farbwiedergabe einer künstlichen Lichtquelle angibt. Je ausgeglichener das Spektrum des abgestrahlten Lichts ist, desto besser werden Farben bei diesen Lichtverhältnissen wiedergegeben. Sonnenlicht wird dabei mit einem Ra von 100 als Ideal angenommen. Eine weiße LED schafft heutzutage bis zu 98. Am schlechtesten schneiden Natriumdampflampen ab, die teilweise nur bis 30 Ra schaffen.

Einsatzmöglichkeiten der Chip-on-Board-LED: Leuchtmittel aller Art

COB-Leds für die Veranstaltungstechnik
COB-Leds werden beispielsweise in der Veranstaltungstechnik verwendet. Durch den hohen Farbwiedergabeindex entsteht eine schöne Optik.

Die COB LED ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Leuchtmitteln. Sie ist so vielseitig einsetzbar, dass sie eigentlich das Zeug dazu hätte, so gut wie alle Leuchtmittel einfach zu ersetzen, was sie zum Teil sogar tut. Man findet COB-LEDS unter anderem in folgenden Formen und Kontexten:

Schritt für Schritt ersetzen die LED-COB Halogenmetalldampflampen in der Straßenbeleuchtung, der Hochregallagerbeleuchtung, in der Schienen- und Deckeneinbaubeleuchtung, was durch ihre zahlreichen Vorteile, wie die hohe Leistung und den niedrige Verbrauch, das gleichmäßige Licht und die lange Lebensdauer nicht weiter wundert.

Vorteile vs. Nachteile

Es mag bei den ganzen Lobpreisungen an die COB-LED gar nicht so wirken, aber auch sie haben so ihre Tücken und Nachteilchen. So fällt beispielsweise ein wesentliches Merkmal der LEDs an sich weg: Chip-on-Board LEDs sind nämlich nicht in so vielen Farben erhältlich wie andere Vertreterinnen ihrer Leuchtmittelart. Was die Reparierbarkeit betrifft, ist es so, dass man eine defekte COB-LED mit etwas Geschick austauschen kann.

Außerdem kann die Einheit nicht repariert werden, wenn einer oder mehrere der Chips ausfallen.

Ein kleines Defizit ist außerdem, dass es bei großen COBs, die viel Leistung bringen können, schwieriger wird, die entstehende Wärme abzuführen. Das erfordert den Einsatz potenter Kühlkörper.

Das sind aber vernachlässigbare Nachteile, zumindest für den Einsatz der COB LED als Pflanzenlampe.

Die Vorteile sind da schon zahlreicher – wer hätte das gedacht – und wir fassen mal zusammen:

Von COB bis SMD: Was ist besser?

LED ist nicht gleich LED – so viel ist klar. Was bei DIP (engl. Abkürzung für dual in-line package) ziemlich leistungsschwach, mit geringer Lebensdauer und schneller Abnahme der Leuchtkraft begann, mauserte sich schnell zu den sogenannten SMD LEDs, den surface mounted device. Dabei wurden bzw. werden 1-2 LED-Chips meist auf einen PLCC (engl. Abkürzung für plastic leaded chip carrier) verbaut.

SMD LEDs sind zwar bereits wesentlich leistungsstärker als ihre Vorgänger DIP, die COB LEDs haben sich daraufhin aber nochmal um ein ganzes Stück weiterentwickelt.

Wichtig bei den COB-LEDs ist, dass es sich um mehrere (teilweise hunderte) Mini-LED-Chips handelt, die dicht an dicht auf eine Trägerplatte montiert werden. Hierdurch können eine hohe Leistungsdichte und gleichmäßige Abstrahlung erzeugt werden. Für die LED-Pflanzenbeleuchtung sind die Chip-on-Board-LEDs damit perfekt geeignet.

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Beitragsbild: © demarco – stock.adobe.com

Ohne Licht geht gar nichts. Aber „Hauptsache Licht, egal welches“ ist auch die falsche Herangehensweise, denn wie man das bei der LED-Pflanzenbeleuchtung beobachten kann, können die exakt abgestimmten Lichtverhältnisse Wachstumswunder wirken. Wie weiß man nun aber, ob die Lichtverhältnisse auch richtig eingestellt sind. Hier kommt die Lichtmessung ins Spiel.

Einsatz von Lichtmessung

Die Lichtmessung wird auch Photometrie genannt (altgr. φῶς phos ‚Licht‘ und μετρεῖν metrein ‚messen‘) und ist auf diversen Gebieten unerlässlich. Allen voran die Photographie verlässt sich bei der Einstellung von Blende, Verschlusszeit und Co. gerne auf die Werte ihrer Lichtmessungen.

Aber auch bzgl. Arbeitsschutz wird Lichtmessung am Arbeitsplatz durchgeführt, um zu wissen, ob das Licht im Büro keine Augenschäden, Kopfschmerzen oder ähnliches verursacht.

Neben diesen beiden Haupteinsatzgebieten der Lichtmessung spielt sie selbstverständlich auch in der Pflanzenbeleuchtung eine wichtige Rolle. Nicht nur wird das Licht der Leuchtmittel im Vorfeld genauestens unter die Lupe genommen, damit den Kunden kaufentscheidende Informationen geliefert werden können. Diese können dann beim Einsatz der LED-Pflanzenlampen selbst noch direkt an ihrem individuellen Set-up Feinmessungen durchführen, um die Lampen ideal einzustellen.

Messparameter – Lux, Candela und Lumen

Was wird aber nun genau gemessen und was bedeuten die Angaben? Licht besteht bekanntlich aus Partikeln, die in Form von Wellen ausgestrahlt werden. Nun kann man messen, wie viel dieser Strahlung in alle Richtungen ausgestrahlt wird, wie viel davon auf eine bestimmte Fläche trifft und wie dieses Licht etwa aussieht. Im Detail schlüsselt sich das ganze folgendermaßen auf und gibt Auskunft über ominöse Angaben, wie Lumen, Watt, Candela und Co.

 Der Lichtstrom einer Leuchtquelle
Die Anzahl des Lichtstroms (Lumen) gibt an, wie hoch die Menge an Licht ist, die von einer Leuchtquelle ausgesandt wird.

Lichtstrom (Lumen)

Der Lichtstrom ist die Menge an Licht, das in alle Richtungen von der Leuchtquelle ausgesandt wird. Sie wird mittlerweile als genauere Angabe über die Helligkeit einer Lampe gehandelt, während die reine Watt-Angabe weniger aussagekräftig ist.

Außerdem kann man die Lumenanzahl noch durch die Wattanzahl dividieren, was Auskunft über die Effektivität bzw. den Wirkungsgrad des Leuchtmittels gibt.

Strahlungsleistung (Watt)

Mit der Strahlungsleistung in Watt wird bei einer Lampe nur angegeben, wie groß die Energiemenge ist, die durch die elektromagnetischen Wellen ausgesandt werden. Je nach Zusammensetzung und Aufbau der Lampe kann ein und dieselbe Energiemenge unterschiedlich intensive Lichtströme ergeben. Dadurch ist die Wattanzahl nur aussagekräftig, wenn es sich um Leuchtmittel derselben Kategorie handelt.

Umrechnung Lumen – Watt

Wie bereits erwähnt, ist das Verhältnis von Lumen zu Watt vom Leuchtmittel und seiner Effizienz abhängig. Die Glühlampe mit 25 W beispielsweise erzeugt einen Lichtstrom von etwa 230 lm. Eine Halogenlampe schafft bei gleicher Leistung einen Lichtstrom von 300 lm. Bei der Energiesparlampe sind weit weniger Watt, nämlich nur 5 W für 180 lm notwendig und die LED-Lampe schafft bei 5 W sogar 400 lm. Eine einfache Formel zum Umrechnen von Lumen auf Watt gibt es leider nicht.

Lichtstärke (Candela)

Bei der Angabe der Lichtstärke wird nicht mehr die ausgesandte, sondern sozusagen die empfangene Lichtmenge gemessen. Hier werden beim Lichtstrom die Richtung und Streuung mit einbezogen, was durch das Verhältnis von Lumen zu Abstrahlwinkel ausgedrückt wird. Diese Angabe wird etwa bei der Lichtmessung von Fahrradleuchten berücksichtigt.

Leuchtdichte (Candela pro m2)

Die Leuchtdichte ist nichts anderes als die Lichtstärke auf die beleuchtete Fläche umzurechnen. Man erfährt dadurch, wie viel vom abgestrahlten Licht auf einen Quadratmeter auftrifft. Bildlich gesprochen gibt das also Auskunft über die Dichte der auf deine Fläche treffenden Lichtstrahlung.

Beleuchtungsstärke (Lux)

Lux ist neben Lumen eine der häufigsten Angaben für Leuchtmittel für den Privatgebrauch. Im Gegensatz zum Lichtstrom misst man bei der Beleuchtungsstärke wieder das Licht, dass auf eine bestimmte Fläche trifft (wie bei der Leuchtdichte). Die Entfernung und der Winkel werden miteinbezogen. Lux ist bei der Beleuchtungsstärke übrigens nicht die einzige Einheit. Sie wird außerdem in Footcandles (fc, Lumen pro Quadratfuß) oder Phots (Lumen pro Quadratzentimeter) angegeben.

Berechnet wird die Luxangabe ganz simpel mit der Lumenanzahl pro Quadratmeter.

Lichtfarbe (Kelvin, u.a.)

Kelvin ist eine der Einheiten, mit der sich die Lichtfarbe angeben lässt. Genauer gesagt, erfährt man durch die Kelvinangabe die Farbtemperatur (etwa warmweiß, neutral, kaltweiß) während auch der Farbwiedergabeindex oder ein ausführliches Spektrogramm über die Lichtfarbe Auskunft geben.

Angaben speziell für die LED-Pflanzenbeleuchtung (PPFD u.a.)

Neben den zahlreichen Angaben, die für Straßen-, Raum-, Fahrrad-, und sonstige Beleuchtung von Nutzen sind, kennt die Pflanzenbeleuchtung ihre eigenen Einheiten. Um herauszufinden, ob eine Lichtquelle dem Wachstum der Pflanzen zuträglich ist, muss man andere Dinge als Leuchtdichte und Beleuchtungsstärke messen.

Im Falle der Pflanzenleuchten wird genauer gemessen, und zwar werden hier nur die Photonen gezählt, die in einem Spektrum liegen, das von den Pflanzen verarbeitet werden kann (Wellenlängenbereich 400-700nm). Darüber gibt die Photonenflussdichte (PPFD) Auskunft. Außerdem sind die Wellenlängen äußerst wichtig, die idealerweise mithilfe eines Spektrogramms dargelegt werden. All das ist wichtig zu wissen, da man so herausfindet, ob das jeweilige Licht das richtige ist, um die Photosynthese der Pflanze zu triggern.

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Messmethoden – verschiedene Photometer in der Lichtmessung

Gut, dass wir nun wissen, was wir am Licht alles messen können, aber eine große Frage steht noch im Raum: Wie? Wie will man herausfinden, wie viel Licht die Lampe abstrahlt? Dazu sehen wir uns vor allem die Geräte und Verfahren an, mit denen Stärke, Dichte, Farbe und Co. des Lichts gemessen werden. Vorausgeschickt lässt sich aber bereits eins sagen: Nicht jedes Gebiet kann mit denselben Verfahren vorliebnehmen.

Photometer – Geräte für die Lichtmessung

Der Überbegriff für die Reihe an unterschiedlichen Geräten für die Lichtmessung lautet Photometer. Je nach herauszufindenden Parametern und Einsatzzweck variieren die eingesetzten Messmethoden. Welche das sind und wofür sie am besten geeignet sind, sehen wir uns nun genauer an.

Luxmeter: als Handbelichtungsmesser und Apps für die Lichtmessung

Mit einem Luxmeter misst man die Beleuchtungsstärke, wie der Name schon sagt. Auch davon gibt es wiederum verschiedene Arten: als professionelles Lichtmessgerät etwa für Photographen, bis hin zur App, die sogar durch einen sogenannten Kalotten-Diffuser ergänzt werden kann, womit genaue Ergebnisse erzielt werden können.

Fotografie und Lichtverhältnisse
In der Photografie spielt die Licht- und Objektivmessung eine Rolle. © robin – stock.adobe.com

Licht- vs. Objektivmessung

Besonders in der Lichtmessung, die für die Photographie eine Rolle spielt, findet man so etwas wie ein Konkurrenzverhältnis zwischen Licht- und Objektivmessung.

Während erstere den Standpunkt des Motivs einnimmt und das dort hinfallende Licht misst, ist zweitere bei der Kamera positioniert und misst dort das Licht, das vom Motiv in Richtung Kamera reflektiert wird.

Welche nun die bessere ist, variiert von Situation zu Situation. Weniger aufwendig, flexibler und simpler ist bestimmt die Objektivmessung, während die Lichtmessung bessere Qualität liefert und vor allem bei starren Motiven etwa bei der Studiofotographie punktet.

Bei dieser Methode wird übrigens jeweils die Beleuchtungsstärke (Lux) gemessen.

Spektrometer

Wozu ein Spektrometer da ist, ist beinahe selbsterklärend. Es wird dazu verwendet, um das Spektrum von elektromagnetischer Strahlung zu messen, wozu Licht bekanntermaßen zählt. Das Spektrometer kann ausmessen auf welcher Wellenlänge die Teilchen mit welcher Energie und Frequenz abgestrahlt werden. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass man die Wellenlängen und damit die Farbe des Lichts bis ins kleinste Detail bestimmen kann.

PPFD-Messgerät

Für uns in der Pflanzenbeleuchtung natürlich besonders wichtig: Messgeräte für die PPFD. Sie messen, wie viele von der Pflanze verwertbare Photonen aus einer bestimmten Entfernung (meist 35 cm und 40 cm) von einer Lichtquelle aus auf einem Quadratmeter Fläche landen. Damit kann eruiert werden, wie intensiv sich das Licht auf das Wachstum der Pflanze auswirkt.

Goniometer

Der Begriff Goniometer bezeichnet eigentlich ein Winkelmaß, doch wenn man genauer schaut, ist es auch genau das, was das Goniometer mit dem Licht macht. Die Sensoren des Goniometers fahren dabei kugelförmig um die Lichtquelle herum und messen die Winkel und Intensitäten des abgestrahlten Lichts, bis sich ein vollständiges Bild der Lichtverteilung bildet.

Ulbricht-Kugel

Die Ulbricht-Kugel erklärt sich gemeinsam mit ihrer Vorgehensweise beinahe von selbst. Es handelt sich um eine geschlossene Kugel, die innen weiß ist und somit das Licht der Lichtquelle, die in der Mitte positioniert wird, reflektiert. Der Messkopf empfängt dann alle abgestrahlten Wellen und kann schließlich nicht nur Auskunft über den Lichtstrom, sondern auch über die Lichtfarben geben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Licht uns in vielen Bereichen, wenn nicht eben sogar in allen, begleitet. In manchen von ihnen ist es wichtig, das Licht auf seine Eigenschaften zu prüfen, so beispielsweise bei der Pflanzenbeleuchtung. Denn Pflanzen sind sensibel und benötigen neben Nährstoffen, Wasser und Substrat auch die richtige Lichtzusammensetzung, die man mithilfe der Lichtmessung eruieren kann.

Das Licht ist bekanntermaßen Teil der elektromagnetischen Strahlung, die (u.a.) die Sonne abgibt. Es strahlt in unterschiedlichen Wellenlängen bzw. in diesen unterschiedlich intensiv. Je nachdem, wie sich dies bei einer Lichtquelle zusammensetzt, ergibt sich ein spezielles Lichtspektrum und das ist von Leuchtmittel zu Leuchtmittel verschieden. In diesem Beitrag nehmen wir die Lichtspektren von LED und Co. unter die Lupe.

Spektrum und Farbtemperatur: Was versteht man darunter?

Über Spektrum und Farbtemperatur und dergleichen stolpert man gerne mal, wenn man Licht sozusagen kaufen will. Die unterschiedlichen Leuchtmittel haben dann so Angaben wie „warmweiß“ oder sogar genauer „2700K“ etc. Doch was bedeutet das nun genau? Holen wir dafür etwas aus.

Licht strahlt in unterschiedlichen Wellenlängen, die das Farbenspektrum ergeben, die etwa einen Regenbogen ergeben. Bei einem Regenbogen wird das Licht in seine verschiedenen Wellenlängen zerlegt – von kurzwellig (violett, ab etwa 380 Nanometer) bis langwellig (rot, bis etwa 750 Nanometer). All diese Wellenlängen zusammen ergeben das neutrale bzw. weiße Licht, das wir kennen.

elektromagnetische Strahlung
Von Horst Frank / Phrood / Anony - Horst Frank, Jailbird and Phrood, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3726606

Nun ist es aber so, dass sich diese Wellenlängen unterschiedlich zusammensetzen können und demnach das Weiß, das sie zusammen ergeben, dann leicht färben. Hier ist im blauen Wellenlängenbereich mehr Intensität da, dort im rot-orangen Bereich, wodurch das Licht auch bläulich bzw. rötlich wirkt.

Übrigens: Ein wirkliches „Vollspektrum“, wie viele Produktinformationen versprechen, gibt es eigentlich nicht. Nicht einmal das Sonnenlicht gibt in jedem Wellenlängenbereich gleich starke Strahlung ab, im Gegenteil: Das Sonnenlicht variiert seine „farbliche“ Zusammensetzung sogar je nach Sonnenstand.

Aus diesen unterschiedlichen Zusammensetzungen der Wellenlängen ergibt sich also der Charakter bzw. eben das Spektrum des Lichts. Das wäre auch gar nicht weiter beachtenswert, wenn nicht bereits minimale Veränderungen große Effekte auf verschiedensten Gebieten erzielen würden.

Beobachtbar ist das beispielsweise bei der Fotografie. Das menschliche Auge stellt sich automatisch auf verschiedene Lichtverhältnisse ein, sodass wir die Unterschiede in der Farbwiedergabe der Gegenstände um uns herum gar nicht wahrnehmen. Eine Kameralinse dagegen braucht eine entsprechende Software, um den sogenannten Weißabgleich entsprechend zu steuern. Wenn man mal eine Kamera mit feststellbarem Weißabgleich in die Finger bekommt, kann man das einmal ausprobieren und sich über die plötzlich extrem blaustichigen Fotos wundern, wenn man erst draußen bei Tageslicht und dann drinnen bei Glühlampenlicht fotografiert.

Vergleich der Lichtspektren mit Lichtquellen

Das Emissionsspektrum verschiedener Lichtquellen variiert also. Stellt sich die Frage, inwiefern und warum genau. Wir werden versuchen, diese Fragen zu beantworten und außerdem hie und da einen Blick darauf zu werfen, was das in unterschiedlichen Bereichen bedeutet. Dabei werden wir auf unserem Feld der Expertise bleiben und vor allem das LED-Spektrum im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln – nun ja – näher beleuchten.

LED Schreibtischleuchte
Das Spektrum einer LED-Schreibtischleuchte.

Lichtspektrum der LED

LEDs, also light-emitting diodes, leuchten durch ein sogenanntes Halbleitermaterial. Nun gibt es davon unterschiedliche Sorten und diese leuchten auch in entsprechend verschiedenen Farben.

Sie strahlen also unterschiedliche Kombinationen aus Wellenlängen ab. Das verschafft den LEDs im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln einen wesentlichen Vorteil:

Das Lichtspektrum der LEDs ist variabel. Und zwar lässt es sich beispielsweise mit folgenden Halbleitermaterialen wie folgt färben.

Für weiße LEDs beispielsweise wird eine blaue Grundschicht verwendet, die mit einer gelblichen Lumineszenzschicht ergänzt wird, die somit quasi als Wellenlängen-Konverter wirkt.

 

 

 

LED vs. Tageslicht/Sonnenlicht

Das Tages- bzw. eher Sonnenlicht lässt sich mit dem der LEDs insofern vergleichen, als dass es ebenfalls variabel ist. Hier ist der Sonnenstand dafür verantwortlich, dass sich die Qualität des Lichts verändert. Verschwindet die Sonne langsam hinter dem Horizont, schafft es nämlich nur noch das langwellige Spektrum über die Erdkrümmung, was für den beeindruckenden Farbverlauf beim Sonnenunter- und -aufgang verantwortlich ist.

Lichtspektrum Sonnenlicht Das Lichtspektrum bei Sonnenaufgang um 6:20, um 9:30 und um 10:00 Uhr.

Tageslicht – also das Licht, das etwa zu Mittag herrscht, hat seine Intensitätsspitzen bei den grünen und blauen Wellenlängen. Wenn man das Ganze in Kelvin ausdrücken wollen würde, also in der Einheit, die die Farbtemperatur des Lichts bezeichnet, siedelt die grelle Sonne etwa bei 6000K an. Der strahlend blaue Himmel liegt bereits bei 12.000K aufwärts, während morgens und abends die Kelvinzahl bis etwa 4000K sinkt.

Halogenlampe Farbspektrum
Das Spektrum der Halogenlampe ähnelt dem der Glühbirne.

LED vs. Glühbirne

Unter den Glühbirnen gibt es ebenfalls leichte Unterschiede bei den Farbtemperaturen.

Tendenziell handelt es sich beim Licht von Glühbirnen aber immer um eher wärmeres Lichtspektrum. Interessant ist auch, dass das Spektrum der Glühbirne kontinuierlich verläuft.

Es sind keine Spitzen erkennbar, wie bei LEDs oder bei der Leuchtstofflampe, sondern ein steter Verlauf, der aber in Richtung der langwelligen Strahlung (also Rot) zunimmt.

LED vs. Halogenlampe

Die Halogenlampe ist, was ihr Lichtspektrum betrifft, mit der Glühbirne vergleichbar.

Höchstens ist eine leichte Verlagerung in Richtung Kurzwellen beobachtbar.

Allerdings verfügt sie über mehr Anteile an sichtbarem Licht, während die Glühbirne mehr Licht im Bereich der Infrarotstrahlung emittiert.

 

 

 

Leuchtstofflampe neutralweiß
Das Spektrum der Leuchtstofflampe.

LED vs. Leuchtstofflampe

Das Spektrum der Leuchtstofflampe ist ein diskontinuierliches. Ihr Licht weist also einige Spitzen auf, und zwar vor allem im blauen, gelben und grünen Bereich.

Vereinzelt gibt es mittlerweile auch wärmere Varianten der Leuchtstofflampe.

Die Auswahl an Farbtemperaturen reicht hier in etwa von 3000K bis 5500K, also um den neutralweißen Bereich herum.

LED vs. Natriumdampflampen

Natriumdampflampen haben ebenfalls kein kontinuierliches Spektrum. Ihre Spitzen liegen aber im gelben und orangen Bereich, wodurch ihr Licht besonders warm wirkt.

Dadurch wurde und wird sie teilweise noch immer gerne als Pflanzenlampe genutzt, da Pflanzen mit dieser Lichtart recht viel anfangen können.

Allerdings geht bei der NDL viel Energie in Form von Wärme verloren.

Farbtemperaturen messen: Kelvinskala und Spektraldiagramm

Wie bereits erwähnt, wird die Farbtemperatur in Kelvin angegeben. Diese Angabe gibt eine grobe Information über das jeweils gemessene Lichtspektrum, allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Für eine genauere Analyse braucht es ein detailliertes Spektraldiagramm, das alle Spitzen und die genaue Verteilung der Intensität der Wellenlängen anzeigt.

Wenn wir bei Leuchtmitteln bleiben, bewegen sich die meisten Lampen im Bereich von 2700 bis 6500 Kelvin, was sich in folgende Kategorien teilen lässt:

Kelvin Farbtemperatur Vergleich
Unter 1000K Roter Bereich -
2700K Warmweiß Behagliche Lichtfarbe etwa für Wohnzimmerlampen
4000K Neutrales Weiß Neutrale Lichtfarbe etwa für Bürolampen
6500K Kaltweiß Tageslicht
Über 10.000K Blauer Bereich -

Die Kelvinangabe ergibt sich übrigens daher, dass man die Temperatur angibt, die ein Titanblock hat, wenn man ihn so sehr erhitzt, dass er die jeweilige Farbe annimmt. Wenn man ihn also auf etwa 2700K erhitzt, glüht er warmweiß. Je höher die Temperatur wird, desto bläulicher glüht der Titanblock.

Lichtspektrum und biologische Wirksamkeit

Was bedeutet das ganze Tamtam rund um das Lichtspektrum von LEDs und Co. aber? Unser Spezialbereich betrifft natürlich die Wirkung von Licht auf Pflanzen und dabei spielt das Lichtspektrum eine riesige Rolle. So eignet sich bei der Pflanzenbeleuchtung beispielsweise eine bestimmte Lichtfarbe eher für die Keim- und Wachstumsphase, während andere Spektren eher für die Blütenphase einzusetzen sind.

Dank der farblichen Variationsmöglichkeiten der LEDs kann man sich für jede Wachstumsphase bestens ausstatten, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen sei, dass die Pflanze definitiv mehr zum Wachsen braucht als nur die roten und blauen Wellenlängenbereiche. Aus dem Fakt, dass die Pflanze weite Teile der grünen Wellenlängen reflektiert, ist der Irrglaube entstanden, dass dieser Farbanteil im Licht nicht für die Photosynthese benötigt wird. Jedoch brauchen Pflanzen definitiv ein ausgewogenes Lichtspektrum.

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LED-Spektrum und andere Bereiche

Neben der Pflanzenbeleuchtung spielt das Spektrum der LED-, Glüh- und sonstigen Lampen auch in anderen Bereichen eine Rolle. Wenn in einem Raum ein bestimmtes Ambiente geschaffen werden oder das Aquarium beleuchtet werden soll, kann und sollte durchaus beim Kauf zumindest auf die Farbtemperatur geachtet werden.

Schädliches Licht: circadianer Biorhythmus und Gesundheit

Der Mensch reagiert eigentlich ziemlich empfindlich auf Lichtverhältnisse. Der sogenannte circadiane Rhythmus steuert den menschlichen Organismus in Bezug auf das Licht, dem er ausgesetzt ist. So wirken Lichtverhältnisse bei Sonnenaufgang anregend und aufputschend, während jene bei Sonnenuntergang einschläfernd bzw. beruhigend wirken.

In konkreten Zahlen ausgedrückt kann man diesbezüglich sagen, dass Farbtemperaturen des Lichts um die 3000K entspannend wirken, während 6500K eher anregend wirken. Das ist für die Stimmung im Raum als auch für das allgemeine Wohlbefinden von Bedeutung, da sich durch zu aggressives Blaulicht etwa nervöse Unruhe und Schlafstörungen einstellen können.

LED Lichtspektrum im Aquarium?

Farbspektrum Aquarium
Durch die Verwendung von Leuchtstoffröhren und LEDs wirken die Farben im Aquarium noch satter.

In aller Kürze möchten wir zum Abschluss noch auf die Beleuchtung von Aquarien eingehen, denn auch hier wird dem LED-Spektrum Aufmerksamkeit zuteil. Meist werden dort Leuchtstoffröhren eingesetzt, vereinzelt auch LEDs, wobei diese vor allem aufgrund ihres Abstrahlwinkels gerne eingesetzt werden. Farbtechnisch bewegt man sich hier gerne im neutralweißen Bereich.

Das hat vor allem den Grund, dass das Grün der Aquariumspflanzen durch die eher kühle Lichtfarbe satt zur Geltung kommen. So kommt ein frischer, „saftiger“, kühler Eindruck zustande, während mit warmem Licht beleuchtete Aquarien eher modrig und verstaubt aussehen.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Spektrum und die Lichtfarbe zu den wichtigsten Parametern des Lichts gehören – neben Intensität etc. Besonders in unserem Fachbereich, der Pflanzenbeleuchtung, hat das Spektrum, das sich wie erwähnt am besten ausgeglichen gestaltet, eine große Wichtigkeit. Ob das Licht nun eher gelblich oder eher bläulich aussieht, kann große Unterschiede im Wachstum hervorrufen.

 

Für einen stabilen Wuchs braucht eine Pflanze auch einen guten Start. Wenn die ersten Wochen des Wachstums bereits gut verlaufen, kann man sich auch weiterhin eine kraftvolle Pflanze mit gegebenenfalls viel Ertrag erwarten. Damit diese Jungpflanzenanzucht gelingt, gibt es so einiges zu beachten. Was das alles ist, erfährst du nun.

Ablauf der Jungpflanzenanzucht

Grundsätzlich ist eine Jungpflanzenanzucht dazu da, die noch widrigen Witterungen des Frühjahrs zu umgehen und trotz nächtlichen Frosts gesunde Setzlinge aufzuziehen. Dafür ist draußen noch zu wenig Wärme und Licht vorhanden, weswegen man die ersten Wochen der Pflanze nach drinnen verlegt.

Generell gilt es zu beachten, dass jede Pflanze etwas andere Bedürfnisse hat und, dass diese Bedürfnisse berücksichtigt werden müssen. Recherchiere genau, was das unterschiedliche Saatgut jeweils braucht und richte deinen Anzuchtplan danach aus.

Meist läuft die Anzucht in etwa so ab:

Sobald die Jungpflanze groß und stabil genug ist (einige Zentimeter groß) kann sie pikiert und umgetopft werden.

Junges Gemüse

Welche Pflanzen sollte man vorziehen?

Nun eignen sich nicht alle Pflanzen dafür, sie vorzuziehen, bevor man sie ins Beet umsetzt. Generell verfährt man so am besten bei Pflanzen, die es gerne wärmer haben. Beispiele dafür sind Auberginen, Paprika, Tomaten, Basilikum, Salate, Kohlgewächse, Gurken, Kürbisse, etc. Ihnen ist es im Frühjahr noch zu kalt draußen und wenn man sie rechtzeitig im Beet haben möchte, muss man drinnen beginnen.

Im Gegenzug eher für die Direktaussaat geeignet sind folgende Gewächse: Alle Gemüsesorten, bei denen man die Wurzel ernten möchte, also Karotten, rote Beete, Pastinaken, Zwiebel, Knoblauch, etc., außerdem Erbsen, Bohnen, Mangold, etc.

Wichtig: richtige Zeit zur Aussaat beachten

Im eben schon erwähnten Aussaatplan sollte die richtige Aussaatzeit vermerkt sein. Die Frage ist: wann muss man mit der Anzucht beginnen, damit man die fertigen Jungpflanzen zeitgerecht ins Freie setzen kann? Wenn die Jungpflanzen bereits im April bereit wären, es draußen aber noch zu kalt ist, muss man die Pflanzen nur unnötig hinhalten. Ist man zu spät dran, kann es sein, dass es der Pflanze schon wieder zu heiß wird, bzw. man nutzt die Beete nicht optimal.

Bonustipp von unserer Seite

Notiere dir, wann du die Samen ausgesät hast und wie dieser Zeitpunkt für dich funktioniert hat. So kannst du es im Jahr drauf besser oder genauso ideal planen.

Anzuchterde: Die richtige Erde fürs Saatgut

Die richtige Erde um Jungpflanzen anzuziehen ist etwas nährstoffärmer als normale Pflanzenerde. Die jungen Samen und Triebe vertragen noch nicht die volle Ladung an Nährstoffen. Es gibt spezielle Anzuchterde zu kaufen, aber am besten ist es natürlich, man kann sich die eigene Erde selbst anmischen.

Für Anzuchterde verwendet man am besten folgende Zusammensetzung:

Über die genaue Zusammensetzung scheiden sich die Geister etwas, manche berichten auch, dass reiner Kompost für sie genauso gut funktioniert hat. Ein bisschen Herumprobieren schadet hierbei bestimmt nicht.

Übrigens! Apropos Dunkel- und Lichtkeimer

Unter den Samen gibt es Dunkel- und Lichtkeimer. Die einen keimen nur unter der Erde bzw. eben bei Dunkelheit, die anderen benötigen neben Wasser und Nährstoffen auch bereits Licht, um zu keimen. Das bedeutet für die Jungpflanzenanzucht, dass die einen in die Erde gebracht und mit Erde bedeckt werden müssen und Lichtkeimer lose auf die Erde gestreut werden können.

Pflanzen selber ziehen: im Gewächshaus oder im Haus?

Viele betreiben ihre Jungpflanzenaufzucht im Gewächshaus oder im Haus selbst auf der Fensterbank (sofern genügend Platz dafür ist) oder im Keller. Wichtig ist dabei die Temperatur. Wenn es selbst im Gewächshaus noch zu kalt ist, kann man sich mit einer Gewächshausheizung behelfen, oder man zieht ins Haus um.

Anzuchtkasten selber bauen: die Anleitung

In punkto Temperatur ist wiederum auf die individuelle Keimtemperatur der Pflanzen zu achten, wobei man sich hier auch mit Wärmematten behelfen kann und darauf achten muss, das Saatgut und die Anzuchtstation nach Keimtemperaturen anzuordnen.

Ist die Jungpflanzenanzucht schon weit genug fortgeschritten, können die Setzlinge abgehärtet bzw. langsam an draußen gewöhnt werden, indem man sie tagsüber ab und zu nach draußen stellt.

Sie direkt vom Warmen ins freie Beet zu setzen wäre für die jungen Pflanzen etwas überfordernd, es sei denn, man setzt sie erst ins Gewächshaus oder in den Frühbeetkasten.

Pflanzenlampen: Beleuchtung bei der Jungpflanzenanzucht

Wenn man die Jungpflanzenanzucht im Keller oder in einem Regalsystem unternimmt, hat man wahrscheinlich ein Problem mit Dunkelheit bzw. Verschattung. Dem ist ganz einfach Einhalt geboten, nämlich mithilfe von Pflanzenlampen. Sie versorgen die jungen Keime genau mit der Menge an Licht, die sie benötigen und man kann sich junge, stabile und gesunde Pflanzen aufziehen, die viel Ertrag bringen können.

Multitopfplatten und weitere Utensilien:

  • Saatgut
  • Anzuchterde (evtl. auch Kokoserde)
  • Anzuchtschalen / Anzuchtplatte
  • Pflanztöpfe in geeigneten Größen
  • Pikierstab
  • kleine Spachtel
  • Zimmertreibhaus / transparente Abdeckung
  • Klebeband o.Ä. und Stift zum Beschriften
  • Arbeitswanne
  • Gießkanne bzw. Sprühflasche
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Pflanzenanzucht für Gemüse: Salat, Tomaten, Paprika und Co. vorziehen

Beliebt ist die Jungpflanzenanzucht, also das Vorziehen von Pflanzen, besonders bei Gemüsepflanzen. Durch das Vorziehen kann man beispielsweise Beete mehrmals in einer Saison belegen und so den Ertrag optimieren.

Für Salat, Paprika, etc. eignet sich das besonders gut (wie eingangs bereits erwähnt). Bei Wurzelgemüse und dergleichen sollte man das eher nicht versuchen.

Gehen wir die Pflanzenanzucht einmal am Beispiel der Tomaten durch. Wie zieht man also am besten Tomatenpflanzen vor?



Das war’s auch schon wieder soweit zur Jungpflanzenaufzucht. Für genauere Details, wie man sich die Pflänzchen am besten vorzieht, wird man ohnehin nicht drum herumkommen, sich für jede gewünschte Pflanze extra zu informieren, denn wie gesagt: die Jungpflanzenaufzucht funktioniert nicht bei jeder Pflanze gleich. Aber mit genügend Information, Planung, Pflanzenlicht, Wärme und Sorgfalt gelingts bestimmt!

 

Beitragsbild: © ams – stock.adobe.com
Bild 1: © troody – stock.adobe.com
Bild 2: © Petra Schueller – stock.adobe.com

Bei Eisestemperaturen passiert nicht viel Wachstum. Das ist spätestens dann zu beobachten, wenn sich jeden Herbst aufs Neue die Vegetation langsam zurückzieht. Will man trotz frostiger Temperaturen in der kalten Jahreszeit ein wenig Wachstum im Gewächshaus beibehalten, muss man dort für die nötige Wärme sorgen. Dafür sind Gewächshausheizungen da. Welche Exemplare es gibt und wie man sie eventuell auch selber bauen kann, erläutert dieser Beitrag.

Gewächshausheizung: unterschiedliche Möglichkeiten + Anleitungen

Es gibt mehr Möglichkeiten, die gewünschte Temperatur im Gewächshaus zu schaffen, als man vielleicht denken mag. Von der elektrischen Gewächshausheizung bis zur Solarheizung gibt es einiges, das den Pflanzen im Gewächshaus einheizen kann. Einige davon sind sogar so einfach zu konzipieren, dass man sie mit wenigen Schritten und einer überschaubaren Materialliste als DIY-Version selber bauen kann.

Warmwasser-, Boden- & Vegetationsheizung als Wärmeabnehmer

Eine weit verbreitete Möglichkeit ist die sogenannte Vegetationsheizung. Sie funktioniert im Prinzip wie eine Fußbodenheizung, wobei im Boden des Gewächshauses Rohre verlegt werden, durch welche Warmwasser gepumpt wird. Wie dieses Wasser erwärmt wird, kann unterschiedlich funktionieren. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Rohre ordentlich isoliert werden, damit auch wirklich alle Wärme ins Gewächshaus und nicht in den Boden fließt.

Es gibt folgende Möglichkeiten der Warmwasserbereitung für die Gewächshausheizung:

  • Anschluss an die Zentralheizung des Wohnhauses
  • Heizungsrohre im Komposthaufen: Biomeiler
  • Solaranlage
  • Eigener Verbrennungsofen mit Warmwasserspeicher (vielen zu aufwendig für die Gewächshausheizung)
  • U.a.m.

Die Bodenheizung fungiert lediglich als Wärmeabnehmer und kann mit unterschiedlichen Wärmeerzeugern verbunden werden. Einige davon stellen wir nun vor.

Biomeiler: Heizen mit Komposthaufen

Biomeiler selber bauen: heizen mit dem Komposthaufen

Der Biomeiler ist eine Biomasseheizung, wobei die Wärme, die beim mikrobiologischen Abbauprozess der Biomasse entsteht, zur Warmwasserbereitung genutzt wird.

Dafür wird ein Rohr im Kompost verlegt, wobei man am besten eine statische Konstruktion baut, etwa einen Rahmen, an dem die Rohre befestigt werden. Diese kann dann in den Behälter gestellt werden, in den die Biomasse gefüllt wird.

Das hat im Vergleich zu lose verlegten Schläuchen den Vorteil, dass die Rohre nicht jedes Jahr mühsam neu verlegt werden müssen, sondern einfach aufgestellt und mit Biomasse aufgeschüttet werden können.

Daran werden ein zweites Rohrsystem und eine Pumpe geschlossen, die für die Warmwasserzirkulation im Gewächshaus sorgen können.

Meistens werden allerdings doch die Schläuche spiralförmig zwischen mehreren Schichten Biomasse verlegt, die Schichten angefeuchtet und festgetreten, damit der Zersetzungsprozess und die dabei entstehende Wärme optimal genutzt und übertragen werden können. Es entsteht dabei ein hoher Zylinder, der ohne weiteres Zutun Heizwärme erzeugt.

Teelichtofen: Gewächshaus heizen mit Kerzen?

Für den kleinen Heizbedarf und vor allem (ähnlich dem Biomeiler) ökologisches Heizen, wird an mancherlei Stelle empfohlen, sich schnell und einfach einen Ofen aus Tontöpfen zu bauen. Wenn man für neue Gärtnerutensilien schonmal im Baumarkt oder Gartengeschäft ist, könne man sich auch gleich nach folgenden Dingen umsehen:

  • 1x Tontopf klein (mit Loch im Boden)
  • 1x Tontopf groß (mit Loch im Boden)
  • 1x Blumentopftonuntersetzer (mit Loch im Boden)
  • 1x Gewindestange (muss durch die Löcher der Töpfe passen)
  • 6x Muttern (passend zur Gewindestange, davon eine Hutmutter)
  • 6x Unterlegscheiben (passend zur Gewindestange und den Löchern der Tontöpfe)
  • 1x Abstandshalter (passend zur Gewindestange)
  • Teelichter bzw. Kerzen

Der Aufbau eines solchen Teelichtofens ist denkbar einfach. Man muss einfach die Tonteile nacheinander durch die Gewindestange fädeln und sie auf dieser befestigen, beginnend mit einer Mutter, einer Unterlegscheibe, dem Untersetzer, einer weiteren Unterlegscheibe, einer weiteren Mutter und so weiter. Solche Teelichtöfen sind allerdings als Gewächshausheizung etwas klein geraten. Sie sind ursprünglich als Tisch- bzw. Handwärmer gedacht, wobei zu bezweifeln bleibt, ob sie ein ganzes Gewächshaus im Alleingang zu heizen vermögen.

Solarheizung fürs Gewächshaus

Solarheizung für's Gewächshaus

Eine weitere Warmwasserheizung nutzt die Solarenergie, indem sie mithilfe von Sonnenkollektoren Heizflüssigkeit aufwärmt und wiederum in ein im Gewächshaus integriertes Heizsystem pumpt. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn im Frühjahr die Nächte noch frostig sind. Tagsüber heizt die Sonne das Glashaus ohnehin auf, was für die richtige Temperatur im Innern des Gewächshauses sorgt, während parallel dazu das Wasser erhitzt wird, mit dem nachts weitergeheizt wird.

Dazu braucht man Sonnenkollektoren, einen Wasserspeicher für das Warmwasser, Rohre und eine Pumpe. Wie groß diese Kollektoren sein müssen, entscheidet der Wärmebedarf des Glashauses (dazu gleich noch mehr). Die Sonnenkollektoren sollten an einer unverschatteten Stelle aufgestellt werden und auch möglichst die Sonnenstrahlung nicht davon abhalten, ins Gewächshaus zu gelangen.

Das Problem an der Solarheizung ist, dass sie nicht einwandfrei funktioniert, wenn der Tag eher trüb und regnerisch ist.

Öl, Gas, Petroleum oder Strom: Radiatoren fürs Gewächshaus

Wenn man nicht unbedingt groß an der Gewächshausheizung herumbasteln möchte, kann man sich auch einfach einen Heizstrahler oder Heizlüfter in das Gewächshaus stellen. Diese arbeiten mit unterschiedlichen Brennstoffen bzw. Energiequellen und strahlen entweder direkt Wärme in das Gewächshaus oder wärmen mittels Konvektionswirkung die Luft auf.

Bei Stromheizungen braucht man allerdings eine Stromleitung im Gewächshaus, bei gas-, öl- und petroleumbetriebenen Heizungen müssen die Tanks regelmäßig aufgefüllt werden. Bei der Ölheizung ist Vorsicht geboten, da giftige Gase entstehen können. Bei der Gasheizung kann es dazu kommen, dass der Sauerstoff aufgebraucht wird, weswegen man vor dem Betreten des Gewächshauses eventuell ordentlich lüften muss.

Wärmebedarf ermitteln: von frostfrei bis Raumtemperatur

Um zu wissen, wie üppig die Heizung fürs Gewächshaus überhaupt ausfallen muss, gibt es eine einfache Rechnung. Ergebnis dieser Rechnung ist der Energiebedarf in Watt, was vor allem aussagekräftig für bereits fertige Heizgeräte bzw. die Warmwasserbereitungsanlage ist. Wie groß schließlich einer der Tonofen oder der Biomeiler ausfallen müssen, ist leider selbst damit schwer zu sagen. Die Rechnung lautet:

Wärmebedarf ermitteln bei Pflanzen

Der k-Wert des Gewächshauses bezeichnet den Wärmedurchgangskoeffizienten und lässt sich bei fertig gekauften Gewächshäusern beim Hersteller erfragen. Der k-Wert von Normalglas beträgt etwa 6, während isoliertes Doppelglas einen k-Wert von unter 2 aufweist. Weitere gängige Materialien für Gewächshäuser sind Stegdoppel- und -dreifachplatten, die je nach Stärke einen k-Wert von knapp 2 bis 3,5.

Die gewünschte Innentemperatur ergibt sich allen voran aus dem Bedürfnis der Pflanzen. Bei der Jungpflanzenaufzucht im Frühjahr reicht es wahrscheinlich, das Gewächshaus frostfrei zu halten. Soll die Vegetation von temperaturempfindlicheren Pflanzen im Winter fortgesetzt werden, muss das Gewächshaus bis zu Raumtemperatur und höher beheizt werden.

Das zeigt außerdem, dass ein beheiztes Gewächshaus in unterschiedlichen Konstellationen sinnvoll ist. Egal, ob du sie nur in der kurzen Heizperiode im Frühling zum Aufziehen deiner Keimlinge benötigst, oder den ganzen Winter lang durchheizen musst, eine Gewächshausheizung selber zu bauen und anzuwenden hebt deine Pflanzenaufzucht und den zu erwartenden Ertrag auf ein neues Level.

Du hast selbstverständlich auch noch die Möglichkeit, die Aufzucht in den ohnehin beheizten Innenraum zu verlegen, etwa in den Keller oder in andere geeignete Räume. Dort musst du für die Heizung in der Regel nicht mehr sorgen und das fehlende Sonnenlicht für die Photosynthese spenden LED-Pflanzenlampen.

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Klar, man kann eine LED-Pflanzenlampe über seinen Pflanzen aufhängen, damit diese genug Licht bekommen, um wachsen zu können. Man kann auch LED-Chips mit etwas mehr oder etwas weniger Kelvin einbauen, um für die unterschiedlichen Wachstumsphasen das richtige Spektrum zu haben oder Far-Red-LEDs einsetzen.

Wer es aber noch feiner abgestimmt haben möchte, kann noch einen Schritt weitergehen und ultraviolettes Licht hinzugeben. Was es damit auf sich hat und wie UV-A-Pflanzenlampen das Wachstum beeinflussen können, erfährst Du hier.

Kurz erklärt: elektromagnetische Strahlung

Licht gehört ja bekanntlich zur elektromagnetischen Strahlung. Es handelt sich dabei um jene Wellenlängen, die für das menschliche Auge sichtbar sind. Die Wellenlänge der Lichtstrahlung beträgt zwischen 380 und 750 Nanometer (nm). Die kürzeren dieser Wellenlängen sind die, die wir als blaues Licht wahrnehmen, die längeren Wellenlängen erscheinen als rotes Licht.

elektromagnetische Strahlung

Von Horst Frank / Phrood / Anony - Horst Frank, Jailbird and Phrood, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3726606

UV bis IR: Ultraviolette & infrarote Strahlung

Knapp länger bzw. kürzer als das für Menschen sichtbare Licht sind die Wellenlängen von infraroter und ultravioletter Strahlung. UV-Strahlung bewegt sich in etwa zwischen 100 bis 380 nm. Ab 100 nm abwärts schließt bereits die Röntgenstrahlung an. Die Infrarotstrahlung deckt ein sehr breites Spektrum ab. Wellenlängen von 780 nm bis zu 1 mm (1.000.000 nm) bewegen sich im Bereich der IR-Strahlung.

UV-A vs. UV-B vs. UV-C

Die ultraviolette Strahlung ist die kurzwelligste Strahlung des Sonnenlichts und wird in drei Bereiche geteilt. Von 100 nm bis 280 nm reicht die UV-C-Strahlung, von 280 nm bis 315 nm die UV-B-Strahlung und von 315 nm bis 380 nm die UV-A-Strahlung. Letztere ist im Sonnenlicht, das auf die Erdoberfläche trifft, zur Genüge vorhanden.

Die UV-B-Strahlung im mittleren Wellenlängenbereich kommt nur zum Teil durch die Erdatmosphäre und die UV-C-Strahlung wird von der Ozonschicht gänzlich abgeblockt. Das ist auch gut so, denn sie hat einen schädlichen Effekt auf die meisten Organismen. Je mehr die Ozonschicht der Erde allerdings beschädigt ist, desto mehr UV-Strahlung (vor allem UV-B) kommt auf der Erdoberfläche an.

Welches Licht brauchen Pflanzen?

So viel zur allgemeinen Theorie. Was bedeutet das nun für das Pflanzenwachstum? Eine Pflanze braucht Licht, das möglichst alle Wellenlängen abdeckt. Je nach Verteilung des Spektrums reagiert die Pflanze unterschiedlich und bildet den ein oder anderen Stoff mehr oder weniger stark aus. In der künstlichen Pflanzenbeleuchtung sind diese Feinheiten und die Kenntnisse darüber besonders wertvoll, denn hier kann man das Lichtspektrum entsprechend anpassen, was durch natürliche Beleuchtung nicht so einfach möglich ist.

Brauchen Pflanzen UV-Licht?

Die Pflanzen reagieren auf die Photonen, die auf ihre Blätter, bzw. auf die Photorezeptoren treffen. Um Photosynthese in Gang zu bringen braucht es photosynthetisch aktive Strahlung (PAR). Allerdings wird nur Licht im Wellenlängenbereich von 400 nm bis 700 nm dem PAR-Bereich zugeordnet. Um auch mit der UV-Strahlung etwas anfangen zu können, verfügen Pflanzen über Cryptochromen und Phototropinen. Das sind spezielle Photorezeptoren, die UV-Strahlung wahrnehmen können.

Brauchen Pflanzen UV-Licht?

Eigentlich brauchen Pflanzen die UV-Strahlung nicht unbedingt. Die Strahlung in diesem Wellenlängenbereich dient vielmehr der Informationsübermittlung.

Eine Pflanze erfährt durch die Intensität der UV-Strahlung, wie viel Licht ihr zur Verfügung steht.

Wenn sie nämlich beschattet wird, bekommt sie weniger UV-Licht ab und aktiviert Wuchsvorgänge, um besser an direktes Licht zu gelangen. Die Folge kann unter Umständen Geilwuchs sein.

Zu viel UV-Strahlung schädigt die Pflanze, zumindest zum Teil. Hat man in der künstlichen Pflanzenbeleuchtung der UV-Strahlung lange Zeit keine Wichtigkeit beigemessen, oder sie sogar als schädlich befunden, so hat sich mittlerweile gezeigt, dass gemäßigte Mengen ultraviolettes Licht einen kompakteren und resistenteren Wuchs hervorrufen können. Aber wie funktioniert das?

UV-Lampen für Pflanzen: so wirken sie

Wird das Vollspektrum der LED-Pflanzenlampe um den UV-A-Bereich erweitert, wird der Pflanze besser signalisiert, dass sie intensiv beschienen wird und, dass sie potenziell zu viel elektromagnetische Strahlung abbekommen könnte. Sie beginnt sich davor zu wappnen, in dem sie Proteine, Aminosäuren und Enzyme ausbildet, die sie vor „Sonnenbrand“ schützen sollen. Die Blätter werden etwas dicker und kleiner, der Wuchs wird kompakter und konzentrierter, da die zugeführte Energie für das Herausbilden des Sonnenschutzes aufgewandt wird, anstatt für ein schnelles Wachstum.

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UV-A-Strahlung regt nicht die Photosynthese, sondern die Synthese der Photolyase an, ein Enzym, das UV-Schäden vorbeugen und beheben kann. Dass die Pflanze sich durch diese Umstrukturierung des Wuchses sich gegen UV-Schäden zu schützen versucht, zeigt bereits, dass man es mit der UV-Pflanzenlampe auch nicht übertreiben soll. Kleine Mengen davon führen zu einer Mutation der DNA der Pflanze, was zu resistenterem Wachstum führt. Zu große Mengen davon führen zu gravierenderen Mutationen, die unerwünschte Ausmaße annehmen können.

UV-A-Strahlung in den jeweiligen Wachstumsphasen

Auch der Keimprozess kann durch UV-A-Bestrahlung beschleunigt werden. Vor allem wird dadurch auch bereits der Setzling resistenter und hält anschließend intensivere Lichtverhältnisse besser aus. In Anbau von medizinisch verwendeten Pflanzen wurde festgestellt, dass eine Portion UV-A in der Blütephase zu einer höheren Bildung der Wirkstoffe führt.

Abschließend lässt sich sagen, dass man UV-Strahlung definitiv ausprobieren sollte, wenn man kompakteren und intensiveren Wuchs möchte. Wichtig zu wissen ist, dass die UV-Lampe keinesfalls als alleinige Strahlungsquelle verwendet werden kann. Ultraviolettes Licht ist höchstens ein Zusatz, der der Feinjustierung des Lichtspektrums und damit der Wachstumssteuerung dient.

Beitragsbild: © Галина Сандалова – stock.adobe.com

Will man Pflanzen im Innenraum aufziehen und gedeihen lassen, hat man bekanntermaßen mit einem bestimmten (sogenannten abiotischen) Faktor ein Problem: mit dem Licht. Pflanzen brauchen neben Wasser und Nährstoffen nämlich Photonen, um die Photosynthese und damit die Wachstumsprozesse in Gang zu bekommen. Wenn diese Photonen nicht von der Sonne stammen können, braucht man eine andere Quelle dafür.

Das bringt uns direkt zu den LED-Panels, die aktuell als die beste Möglichkeit gehandelt werden, um Pflanzen mit Licht zu versorgen. Welche LED-Panels eigenen sich aber am besten, um den Indoor-Garten auszuleuchten?

LED-Panel auswählen: wichtige Parameter

Verschiedene LED-Panels gibt es so viele wie Blüten an deinen Pflanzen, vorausgesetzt, du findest das richtige Modell unter den vielen Möglichkeiten. Das bedarf mitunter einiger Recherche, die an dieser Stelle beginnt. Wir erklären dir nämlich, auf welche Parameter du achten kannst und welche technischen Angaben was genau zu bedeuten haben.

Leistung des LED-Panels: 300W, 600W oder sogar 1000W?

Die Wattanzahl gibt die allgemeine Leistung eines Gerätes an und kann in Sachen LED-Pflanzenlampe nur als grober Richtwert gesehen werden. Wie viel Power in eine Lampe gesteckt wird, entscheidet nämlich nicht primär darüber, wie viel für die Photosynthese brauchbare Strahlung letztlich bei den Pflanzenzellen ankommt.

Wenn du zwischen mehreren ansonsten baugleichen Produkten wählen kannst, ist der Wattwert insofern aussagekräftig, als dass du dann weißt, wie viel Power diese Produkte im Vergleich zueinander haben. 300W starke LEDs eines Herstellers müssen aber nicht dieselbe Photonenmenge liefern, wie 300W starke LEDs eines anderen Herstellers.

Wichtig ist auch, dass in den meisten Fällen gar nicht so hohe Wattzahlen nötig sind, wie man vielleicht denken mag. Für die meisten Indoor-Gärten sind 100W, 200W oder maximal 400W absolut ausreichend.

Energieeffizienz

Die Watt an Leistung gibt also nur an, wie viel Strom der Lampe zugeführt wird. Wie gut diese Leistung umgewandelt wird, gibt der Photonenfluss pro Eingangsleistung an, der in μmol/J (gesprochen: Mikromol pro Joule) angegeben wird. Ein Joule entspricht einer Wattsekunde. Was es genau mit dem Photonenfluss auf sich hat, erfährst du jetzt.

PAR-Wert

Schon wichtiger für die Bewertung eines LED-Pflanzenlichts ist der PAR-Wert. PAR steht für photosythetically active radiation, was auf Deutsch so viel bedeutet wie photosynthetisch aktive Strahlung. Dieser Wert gibt die Wellenlängen der Strahlung an, die tatsächlich photosynthetische Reaktionen in den Pflanzenzellen auslöst.

Die PAR liegt in etwa im Bereich zwischen 400 Nanometer (nm) und 700 nm. Das bedeutet, dass die Pflanze elektromagnetische Strahlung, bzw. Licht mit einer Wellenlänge in diesem Spektrum verarbeiten kann. Strahlung jenseits dieser Werte hat zum Teil noch andere Funktionen für das Pflanzenwachstum (wie UV-Strahlung und IR-Strahlung), wirkt sich aber nicht wesentlich auf die Photosynthese aus.

PPFD-Wert

Der PPFD-Wert (photosynthetisch aktive Photonenflussdichte) gibt an, wie viele Photonen im PAR-Spektrum pro Sekunde auf einen Quadratmeter Fläche treffen.

PPFD Messwerte

Bei einem LED-Panel mit einer PPFD von 600 μmol/m2s (z.B. bei einem Abstand von 30 cm oder 45 cm) treffen also 600 μmol Photonen pro Sekunde auf einen Quadratmeter Fläche.

Seriöse Hersteller von LED-Lampen, und das kann dir deine Kaufentscheidung oft bereits erleichtern, geben die PPFD mithilfe einer PPFD-Chart an. Sie gibt genaue Auskunft über die nützlichen Photonen und ist ein sicherer Parameter für die Qualität eines LED-Panels.

Allerdings muss man zuvor in Erfahrung bringen, wie viel PPFD die Pflanze überhaupt verträgt.

Ab 600 μmol/m2s sind für recht lichtintensive Pflanzen geeignet. Handelt es sich um Pflanzen, die weniger Licht vertragen, sollte man auch die PPFD dezimieren. Über 1000 μmol/m2s PPFD kann man nur anstreben, wenn man auch die CO2- Zufuhr und die Temperatur erhöht, ansonsten kann die Pflanze mit den zusätzlichen Photonen nichts anfangen.

Vollspektrum bei LED-Panels

Bei LED-Panels sollte man außerdem auf Vollspektrum achten. Warum? Das hat damit zu tun, dass viele Hersteller sich auf die Theorie der Grün-Lücke versteifen. Danach sinkt die Photosyntheserate rasant ab, wenn die Pflanze mit Licht im Wellenlängenbereich um die 550 nm (grünes Licht) auf die Pflanze trifft. Dieses soll fast gänzlich von der Pflanze reflektiert und somit nicht genutzt werden.

Das stimmt allerdings so nicht ganz. Die Photosyntheserate sinkt zwar bei grünem und ist bei blauem und rotem Licht am intensivsten, sie kommt allerdings längst nicht vollständig zum Erliegen.

Im Gegenteil: auch in diesem Bereich passieren wichtige Wachstumsvorgänge. Deshalb ist es wichtig, auf das volle Spektrum zu setzen und ein LED-Panel zu wählen, dass weiß erscheinendes Licht (statt dem violetten) emittiert.

Die weiße Lichtfarbe bedeutet, dass die Lampe Licht mit Wellenlängen aus dem gesamten Spektrum ausstrahlt. Die verschiedenen Farben des Lichts kombinieren sich zu weißem Licht.

Lebensdauer

Ein Vorteil der LED-Panels, im Vergleich zu NDL- oder anderen Lampen, ist, dass sie eine wesentlich längere Lebensdauer aufweisen. Im Schnitt kann man von einer LED-Lampe bis zu 3x länger Leistung (in manchen Fällen sogar noch mehr) erwarten, als von einer NDL, die theoretisch 15.000 Stunden in Betrieb sein kann.

In der Praxis wird das allerdings nicht eingelöst, da die Degenerierung des Leuchtmittels schon ab dem ersten Einschalten einsetzt und früher oder später keine zufriedenstellenden Ergebnisse mehr erreicht werden können. Daher werden die NDLs in professionellen Gewächshäusern meist bereits nach rund 3.200 Stunden gewechselt.

Von hochwertigen LED-Panels kann man im Durchschnitt etwa 50.000 Stunden Leistung erwarten, was übrigens (auch durch die geringeren Betriebskosten) die hohen Anschaffungskosten ausgleicht. Richtig hochwertige LEDs kosten zwar, dafür erfreuen sich die Pflanzen länger an ihrem Licht.

KühlkörperKühlung

Ein weiteres Kaufkriterium ist die Kühlung. Bei LED-Panels unterscheidet man zwischen jenen, die passiv und jenen die aktiv gekühlt werden.

Die aktive Kühlung wird von einem eingebauten Ventilator bewerkstelligt, der mit zusätzlichem Strom betrieben werden muss und im Betrieb mitunter ziemlich laut werden kann. Außerdem kann es passieren, dass die aktive Kühlung ausfällt und die LED den Hitzetod stirbt.

Das alles ist bei der passiven Kühlung nicht der Fall. Dabei sind die Kühlrippen so groß ausgelegt, dass sie für eine ausreichende Kühlung der LED sorgen und die Wärme an die Umgebungsluft weitergeben. Die Luft kann über die Zwischenräume der Kühlrippen einfach abfließen. Da es sich dabei um ein statisches Stück des Gehäuses handelt, kann es auch nicht ausfallen und verursacht weder zusätzlichen Stromverbrauch noch Lärm.

Vor- und Nachteile von LED-Panels*) für den Indoor-Garten

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*) hauptsächlich im Vergleich zu Natriumdampflampen (NDL)

LED-Pflanzenlampen im Test und Erfahrungen 2018

Damit du dir eine bessere Vorstellung davon machen kannst, was mit LED-Panels alles möglich ist, haben wir mal einige Erfahrungswerte unserer Kunden aus 2018 und 2019 zusammengesammelt und ausgewertet. Es wurde berichtet, wie erste Tests und Anwendungen der LED-Pflanzenlampen im wahrsten Sinne des Wortes gefruchtet haben und folgendes ist dabei herausgekommen.


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sunbar 450-B
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sunbar 450-B

Die sunbar-Modelle sind die neuste Serie in unserem Sortiment und haben so einiges drauf, was auch die Kundenerfahrungen bestätigen.

Sie wurden als „sehr gutes System“ betitelt, dass den Vergleich mit herkömmlichen NDL nicht einmal zulassen würde. Dank der niederen Betriebstemperaturen sei die Anwendung auch in heißen Sommermonaten absolut kein Problem.


Model B 300W

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Model B 300W
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Einer unserer Kunden hat mit dem MODEL B 300W Erfahrungen in Sachen Gemüse-Aufzucht im Winter gemacht und einen deutlichen Unterschied zu LEDs mit weniger hochwertiger Verarbeitung erkennen können. Außerdem lässt sich dieses LED-Panel in seiner Form den Bedürfnissen anpassen und ist leicht zusammengebaut.

Beim Wachstum von Tomaten unter dem LED-Licht des MODEL B 300W wurde beobachtet, dass sie vitaler und auch schneller wachsen würden.

Der Wuchs sei außerdem gedrungener und stabiler – „kein Vergleich zu HPS Lampen“ (Natriumdampf-Hochdrucklampen). Auch die Variante des MODEL B mit 150W stelle eine perfekte Alternative zu den 250W MH/NDL (Halogen-Metalldampflampen bzw. Natriumdampflampen) dar.


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sunflow
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sunflow

In diesem Testlauf wurden exotische Pflanzen mit der sunflow überwintert, was die Pflanzen nicht nur stabil über den Winter brachte, sie wuchsen und gediehen noch dazu.

Außerdem wurde auf das schicke Design hingewiesen. Besonders, wenn man die Pflanzenlampe im Wohnraum hängen hat, wo die Pflanzen überwintern, kann das zum Kaufkriterium werden.


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DIY-M-KIT 60W
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DIY-M-KIT 60W

Beim DIY-M-KIT mit 60W wurde vor allem die hohe Leistung bei überschaubarer Wattzahl gelobt. Der Output an Licht im Verhältnis zum Stromverbrauch der Lampe sei unschlagbar gewesen. Auch bei der Anzucht erreichte dieses Modell beste Ergebnisse, einen ordentlichen Wachstumsschub, den man nicht für möglich hielt.

Selbst 30 Watt weniger im Vergleich zu anderen Lampen hätten bis zu 60% mehr Lichtausbeute ergeben.


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DIY-M-KIT 100W
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DIY-M-KIT 100W

Das DIY-M-KIT 100W wurde von einem unserer Kunden für die Anzucht verwendet.

Die Erfahrung sagt, dass die Pflanzen sehr kräftig würden und sie nicht vergeilen würde.

Das LED-Panel leuchtet sehr hell, wobei die Wärme gut abgeleitet wird.

Die Erfahrung zeigt, dass die Pflanzen sehr kräftig wachsen und sie nicht vergeilen.


DIY-M-KIT 200W

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DIY-M-KIT 200W
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Die nächst leistungsfähigere Variante ist das DIY-M-KIT mit 200W Leistung, welches ähnlich helles Licht spendet und einen kräftigen Wuchs ergibt.

Dieses hochwertige LED-Panel sei ebenfalls kein Vergleich zur vorherigen Lampe. Die Lichtintensität zeige sich auch im guten Wachstum der Früchte. Die Pflanzen wachsen allgemein gedrungener und die Früchte gleichmäßig groß.

Bei der NDL-Vorgängerlampe wären solche Ergebnisse undenkbar gewesen. Die Pflanze wuchs weiter nach oben, wo auch die Früchte wuchsen, wobei die Pflanze zur Seite und nach unten immer zarter wurde. Das verursacht eine fehlende Basis und damit eine unstabile Pflanze. Mit dem LED-Panel würden die Pflanzen nun allgemein vitaler aussehen.


Einsatzmöglichkeiten von LED-Panels

Überwintern: Pflanzen, die mehr Sonnenlicht und höhere Temperaturen brauchen, als sie hin unseren Breiten anzufinden sind, werden im Winter meistens in den Innenraum verfrachtet. Dabei finden wir natürlich dasselbe Problem vor: kein Licht. Damit die kälteempfindlichen Gewächse den Winter und seine kurzen Tage überstehen, werden sie im warmen Innenraum beleuchtet. Mit der richtigen Technik kann man sogar den Wachstumsprozess der Pflanze auch in den Winter hinein fortsetzen.

Anzuchtbox für Pflanzen selber bauen

Jungpflanzenaufzucht: Wenn man einen großen Gemüsegarten hat, womöglich sogar Selbstversorger ist, lohnt es sich oft, die Jungpflanzen und Stecklinge im Innenraum aufzuziehen, damit sie dann so früh und stabil als möglich in die „freie Wildbahn“ verpflanzt werden können.

So startet die Pflanze gesund und kräftig in die erste Wachstumsphase, womit eine gute Basis für den Rest ihres Wachstums geschaffen ist. Damit sichert man sich die beste Ernte und die Arbeit lohnt sich zu 100%.

Indoor-Garten: Andere ziehen die komplette Pflanze im Innenraum auf, wobei selbstverständlich wiederum das nötige Licht zur Verfügung gestellt werden muss. Das LED-Licht liefert so alle nötigen Bestandteile des Wachstums, die für gewöhnlich die Sonne liefern würde. Dank Dämmerungssimulatoren, Far-Red-LEDs etc. kann man die Sonneneinstrahlung perfekt simulieren und den Pflanzen den idealen Photonenfluss garantieren.

Vertical Farming: Manche beschwören es als die Zukunft der Landwirtschaft, in Ländern wie Japan beispielsweise gehört vertical farming bereits fast zur Normalität. Wo nicht viel Platz ist, wird eben manches in die Vertikale verlegt und so auch die Pflanzenaufzucht. Dabei werden Gewächshäuser in die Höhe statt in die Breite gebaut und jeder Stock und jede Aufzuchtebene mit eigenen LED-Panels ausgestattet. In jedem Fall ein interessantes Konzept und bei der richtigen Umsetzung vielleicht tatsächlich zukunftsfähig.

DIY-Variante für den Indoor-Garten: LED-Panels selber bauen

So ein LED-Panel lässt sich selbstverständlich auch selber bauen. Das empfehlen wir dir aber selbstverständlich nur dann, wenn du auch ein gewisses technisches Knowhow besitzt. In unserem Sortiment findest du aber auch LED-Module, die du selbst zusammenbauen kannst, ohne eine abgeschlossene Elektrikerausbildung haben zu müssen. Solange du etwas vom Fach verstehst, sind dir die DIY-M-KITs und MODEL-B-Varianten ans Herz gelegt, die du nach Lust, Laune und Bedürfnissen deiner Indoor-Pflanzen zusammenstellen kannst. Und nun ran an die LED-Panels und hinein damit in den Indoor-Garten.

Beitragsbild: © olalalala – stock.adobe.com
Bild 10: © Petra Schueller – stock.adobe.com

Die Gartenarbeit ist zwar schön, aber anstrengend. Gerade, wenn man viel auf dem Boden zu tun hat und nicht gerade jede Pflanze im Hochbeet anbaut, kann das ziemlich in den Rücken gehen und nervig werden. Zumindest die Anzucht der Jungpflanzen verlegt man dabei gerne auf eine ergonomische Arbeitshöhe auf eine Pflanzbank. Wie man so einen Pflanztisch selber bauen kann, bzw. was man dabei beachten sollte, erfährst du in diesem Beitrag.

Pflanztisch selber bauen: Hinweise

Um einen Pflanztisch selbst zu bauen, muss man sich im Vorfeld über einige Dinge im Klaren sein. Frage dich dazu am besten erstmal:

Pflanztisch selber bauenDann kann es eigentlich schon damit losgehen, den Aufbau zu planen, eine Materialliste zu erstellen und das Ganze lt. Plan zusammenzubauen. Bei der Planung kann man darauf achten, mit welchen Utensilien man aktuell im Garten arbeitet und inwiefern sie in die Arbeitsstation passen müssen.

Wünscht man sich etwa einen abgetrennten Bereich auf der Arbeitsplatte als Pikierstation, muss diese auch so breit sein, dass die Anzuchtschalen, die man benutzt, dort auch Platz haben.

Tipps für einen Pflanztisch aus Holz

Der Klassiker unter den Pflanztischen ist jener aus Holz. Um sich so einen selbst zusammenzubasteln geht man in etwa wie folgt vor:

  1. Bauplan bzw. Skizze und dem folgend eine Materialliste erstellen
    Wie lang müssen die Holzleisten sein? Wie viele werden benötigt?Beispiel für eine Materialliste:
    Kanthölzer aus Douglasie oder Lärche
    Vorderbeine: 100 x 7 x 3,5 cm (2 Stk.)
    Hinterbeine bzw. Rahmen für die Rückwand: 180 x 7 x 3,5 cm (2 Stk.)
    Horizontale Verstrebungen, kurze Seite: 50 x 7 x 3,5 cm (4 Stk.)
    Horizontale Verstrebungen, lange Seite: 113 x 7 x 3,5 cm (4 Stk.)
    Ablagen oben und unten: 120 x 12 x 1,5 cm (10 Stk.)
    Rückwand: 120 x 12 x 1,8 cm (4 Stk.)
    Querträger, oben: 120 x 14,5 x 1,8 cm (1 Stk.)
    Regalbrett: 113 x 12 x 1,8 cm (1 Stk.)
  1. Bretter anordnen, Bohrlöcher vorbohren, Bretter Schritt für Schritt zusammenbohren
    Vorder- und Hinterbeine mit den kurzen Verstrebungen verbinden
    Rechte und linke Seite mit den langen Verstrebungen verbinden
    Äußere Bretter für die Ablage entsprechend der Beine ausschneiden
    Bretter der Ablage mit einem kleinen Spalt dazwischen festschrauben
    Bretter für die Rückwand, Querträger und Regalbrett festbohren
    Löcher jeweils vorbohren und gegebenenfalls mit Leim extra fixieren
  1. Oberflächen gegebenenfalls abschleifen und das Holz lasieren

 


 

In dieser DIY-Video-Anleitung findet man eine ausführliche Beschreibung, wie so ein Pflanzentisch geplant, gebaut und finalisisert wird:

 


 

Pro-Tipp für die Arbeitsplatte des Pflanztisches:

Bei dieser Anleitung kommt ein einfacher Pflanztisch heraus, der noch etwas aufgepeppt werden kann. Beispielsweise kann man unter die Arbeitsfläche einen Auffangbehälter als Schublade montieren, der die Erde auffängt, die durch die Spalten fällt.

Oder man verwendet eine durchgängige Platte und fräst dort 2 Löcher hinein – eines für die überschüssige Erde, eines für eventuelle Pflanzenabfälle. Die Behälter darunter fangen Erde und Pflanzenteile auf und man kann sie entweder wiederverwenden, oder eben zum Kompost bringen.

Die gesamte Oberfläche, aber speziell die Arbeitsfläche sollten so behandelt sein, dass sie wasserresistent sind. Die Holzbeine sollte man leicht erhöhen oder mit einer Kunststoff- oder Metallabdeckung versehen, damit das Holz nicht direkt auf nassem Boden zu stehen und dadurch zu Schaden kommt.

Wichtig bei der Arbeit mit Holz:

Es ist immer hilfreich, die Löcher für die Schrauben erst vorzubohren, damit das Holz nicht so leicht splittert. Außerdem kann man mit einem Versenker sozusagen eine Mulde um das Bohrloch anbringen, in der der Schraubenkopf anschließend verschwinden kann.

Pflanztisch mit Arbeitsplatte aus Metall

Viele Pflanzbänke sind auch zumindest zum Teil aus Metall gefertigt, um widerstandsfähiger gegen Witterung und vor allem Feuchtigkeit zu sein. Meistens handelt es sich bei Pflanztischen aus Metall um eine Kombination aus verzinktem oder Aluminiumblech und einem Holzgerüst.

Dafür wird die Blechplatte so zurechtgebogen, dass sie hinten nach oben hin abgewinkelt und auch vorne nach unten abgerundet werden. Das verhindert, dass die Utensilien hinten herunterfallen können und, dass man sich an der Blechkante verletzt.

Mobiler und klappbarer Pflanztisch

Ist der Garten etwas kleiner oder möchte man an verschiedenen Orten am Pflanztisch arbeiten, kann man ihn auch klappbar gestalten. Das ist vor allem auch dann von Vorteil, wenn es rechnet und man zur Abwechslung mal im Keller oder der Garage arbeiten möchte. Dazu baut man einfach eine Arbeitsfläche, die sich vom Grundgerüst abnehmen lässt und baut zwischen den Seitenwänden und der Rückwand Scharniere ein.

Im Video wird eine schnelle Möglichkeit gezeigt, wie man sich eine praktische Arbeitsfläche mit Pikierstation bauen kann. Diese Arbeitsplatte kann schließlich auf diversen Unterbauten verwendet werden, unter anderem auch auf einem zusammenklappbaren Gestell.

Schubladen und Stauraum selbst gebaut

Bei einer Pflanzbank ist wichtig, dass immer alle Werkzeuge griffbereit und beisammen liegen, sodass man angenehm arbeiten kann. Das kann durch Halterungen oder Haken an der Rückwand und durch Abstellflächen und Fächer gewährleistet werden. Als einfache Schubladen kann man beispielsweise einfache Leisten anbringen, auf die dann Kunststoffboxen, Holzkisten oder stabile Obstkartons aus dem Handel geschoben werden können.

So bekommt man Schubladen hin, ohne die doch recht komplizierten Schubladen selbst bauen zu müssen.

Aus Europaletten einen Pflanztisch selber bauen

Seit etlichen Jahren als Baumaterial beliebt und auch für den Pflanztisch geeignet sind Europaletten. Dazu arbeitet man die ausrangierten Paletten auf, indem man sie abschleift und eventuell versiegelt oder anstreicht. Anschließend verwendet man am besten zwei auf 80 x 80 cm zugeschnittene Paletten, die als Standbeine dienen. Die abgeschnittene Fläche zeigt nach oben, auf ihr wird eine dritte Palette festgeschraubt, die als Arbeitsfläche dienen soll. Sie wird nicht zugeschnitten, womit man eine Arbeitsfläche von insgesamt 120 x 80 cm erhält.

Aus Europaletten einen Pflanztisch selber bauenMan kann selbstverständlich auch eine andere Platte als Arbeitsfläche verwenden.

An der Rückseite werden mit einigem Abstand zu Boden 2 weitere Paletten befestigt, die als Rückwand dienen und dort praktische Querbalken bereitstellen, auf denen wiederum Haken und die Arbeitswerkzeuge aufgehängt werden können.

Alternativ dazu kann man auch einfach mehrere Paletten übereinander stapeln. Etwa 6-7 Stück reichen für eine angenehme Arbeitshöhe. Sind sie ordentlich miteinander verbunden, kann man auch einige der Querbalken herausnehmen, um praktische Ablagefächer zu erhalten, oder man bestückt die horizontalen Zwischenräume mit Schubladen.

Wir hoffen, diese Anleitung konnte dir ein paar Ideen und Tipps vermitteln, oder dich zumindest dazu motivieren, dir deinen eigenen Pflanztisch selbst zu bauen. Viel Vergnügen bei deinem neuen Projekt!

 

Beitragsbild: © Brebca – stock.adobe.com
Bild 1: © Anastassiya – stock.adobe.com
Bild 2: © Lichtfexx – stock.adobe.com

Es gibt viele gute Gründe, ein Zimmergewächshaus selber zu bauen. Man kann damit empfindliche Keimlinge schon im ausklingenden Winter aufziehen, oder die Küche mit leckeren Kräutern ergrünen lassen. Die Aufzuchtstation selbst zu bauen hat den Vorteil der individuellen Gestaltung und günstigen Anschaffung. Fragt sich nur noch, wie man so ein Zimmergewächshaus selber bauen kann.

Zimmergewächshaus selber bauen: unterschiedliche Möglichkeiten

In Zimmergewächshäusern hat man die Möglichkeit, Pflanzen vom Samen aufzuziehen, ohne sich bereits fertige Stecklinge kaufen zu müssen. Besonders, wenn man empfindliche Pflanzen aufziehen möchte, die eigentlich in milderen Gefilden zuhause sind, sorgt das Zimmergewächshaus für die nötige Keimtemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Bei den Aufzuchtstationen fällt allerdings auf, dass man sie auf unterschiedliche Weisen konzipieren kann. Bastlerische Talente können sich ihre eigene, stabile und wiederverwendbare Aufzuchtbox bauen, während Upcycling-Fans auf alte Verpackungen zurückgreifen können. In diesem Beitrag möchten wir dir die Grundidee des Zimmergewächshauses zeigen und eine kleine Anleitung dafür geben, wie du dir so ein Zimmergewächshaus selber bauen kannst.

Von der Anzuchtschale bis zum Mini-Gewächshaus: die Basics

Viel Hobby- und Profigärtner ziehen ihre jungen Pflanzen in einfachen Anzuchtschalen auf, vor allem dann, wenn sie in einem geräumigeren Gewächshaus im Garten oder in einer künstlich beleuchteten Aufzuchtstation im Keller genügend Platz für die Schalen haben. Diese Stationen gibt es im Mini-Format für die Fensterbank oder den Balkon, wobei diese natürlich dann in ihrer Form variiert werden müssen. In einem Mini-Gewächshaus ziehst du deine Keimlinge ebenso professionell auf, wie die Profis in den Gärtnereien – nur eben im Kleinformat.

Wie funktioniert ein selbst gebautes Zimmergewächshaus?

Was die Grundzüge betrifft, ist ein jedes Zimmergewächshaus ähnlich gestrickt und kann damit in seiner Grundform auf verschiedene Arten und Weisen realisiert werden. Wichtig ist, dass sie vor Wind und Wetter und rauen Temperaturen gewappnet sind, das erledigt in der Regel bereits das Zimmer für einen. Außerdem haben die Sämereien gerne eine höhere Luftfeuchtigkeit, was durch eine durchsichtige Abdeckung gewährleistet wird.

Grundbauplan eines Zimmergewächshauses

Im Grunde macht das Zimmergewächshaus nichts anderes, als für eine konstante Temperatur und dafür zu sorgen, dass die Erde nicht zu schnell austrocknet.

Dafür sind folgende Grundzutaten hilfreich:
  • Ein wasserdichtes Untergestell: meistens eine breite und lange Tasse aus Kunststoff oder auch Holz, die nicht sehr hoch sein muss.
  • Eine Wasserauffangschicht bzw. Drainageschicht: eine Schicht aus Kies, Vlies, altem Zeitungspapier, etc. hält überschüssiges Wasser davon ab, stehen zu bleiben und Fäule zu verursachen.
  • Einzelne Behälter: darin wird die Erde gefüllt, wo die Samen eingepflanzt werden können. Sie können aus verschiedensten Materialien bestehen. Empfehlenswert sind Behälter aus unbehandelten Holzfasern oder Kokosfasern, die es extra zu kaufen gibt, oder auch aus Klo- oder Küchenpapierrollen.
  • Erde, Samen, Wasser: die Software sozusagen. Die Anzuchterde wird je nach Pflanzenart relativ locker in die einzelnen Behälter gefüllt, der Samen hineingelegt, festgedrückt und schließlich nochmal eine Schicht Erde darüber gegeben.
  • Licht- und luftdurchlässige Abdeckung: über das ganze Spektakel kommt eine Abdeckung, die das Licht und ein wenig Luft durchlässt, um die Luftfeuchtigkeit und Temperatur zwar zu erhöhen, aber keine Schimmelbildung zu verursachen.

Im folgenden Video von unseren Partnern vom „Gartengemüsekiosk“ kannst du dir ein Bild davon machen, wie so eine Aufzuchtstation aussehen könnte.

Da allerdings nicht jeder so praktische Schalen zur Verfügung bzw. andere Vorstellungen vom eigens gebauten Zimmergewächshaus hat, erwähnen wir hier einige andere Möglichkeiten. Vom gekonnt gebastelten Anzuchtkasten bis zur Upcycling-Station ist nämlich viel möglich.

 


 

#1: Zimmergewächshaus für die Fensterbank und die Wohnung

Für eine kompakte und stabile Anzuchtbox für die Fensterbank benötigst du zunächst eine Holzplatte als Boden, die du wasserdicht machst. Darauf befestigst du einen Rahmen, der dieselbe Größe haben muss, wie deine Abdeckhaube. Diese kann entweder aus Kunststoff oder aus Glas sein, kann aber auch einfach ein Holzgestell sein, über das du eine Folie spannst.

Diese Abdeckung wird dann am besten mit einem Scharnier am Rahmen festgemacht, damit du sie bequem hochklappen kannst. Ein Stift zwischen Abdeckung und Rahmen hilft dabei, die Abdeckung zur Belüftung etwas zu öffnen. In den Rahmen kannst du schließlich deine Behälter stellen, in die du Erde inkl. Samen und etwas Wasser füllst.

 


 

#2: Anzuchtkasten mit Beleuchtung und Heizung: die Deluxe-Version

Hast du einen etwas höheren Anspruch an dein selbstgebautes Zimmergewächshaus, kannst du es auch mit einer Heizung und einer Beleuchtung ausstatten. Das garantiert, dass die Pflänzchen auch bestimmt genügend Temperatur und Licht bekommen. Der Platz an der Fensterbank ist dabei dann wahrscheinlich überflüssig, außer es handelt sich um wirklich hitze- und lichtbedürftige Pflänzchen.

Eine beheizte und beleuchtete Anzuchtstation ist vor allem dann von Vorteil, wenn du die Pflanzen an einem sonst eher kalten und dunklen Raum aufziehen möchtest. Um die Pflanzen zu beheizen kannst du eine Heizmatte oder Wärmelampe nutzen, die allerdings nicht zu viel Power haben dürfen. Unter Umständen kann auch bereits die Abwärme der Pflanzenlampe reichen.

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Für dein fast schon professionelles Zimmergewächshaus benötigst du neben Heizmatten/Wärmelampen und einer Beleuchtung noch:

 


 

#3: Upcycling-Anzuchtbox aus Holz und Folie: Günstig und ökologisch

Beim Selberbauen deines Zimmergewächshauses kannst du weiter sparen, indem du auf Dinge zurückgreifst, die sonst im Müll landen würden.

Zimmergewächshaus oder Anzuchtbox für Pflanzen selber bauen

Aus Obstkisten, Gemüse- und Obstschälchen aus dem Supermarkt und anderen Verpackungsmaterialien bastelst du eine ideale Anzuchtbox für deine jungen Pflänzchen, um sie anschließend ins eigentliche Beet setzen zu können.

Am einfachsten geht es, wenn du eine Box nimmst, wo beispielsweise Weintrauben drin verpackt waren, sie mit Vlies oder Zeitung auslegst, Kies hineingibst und dann das ganze zur Hälfte oder zwei Dritteln mit Erde anfüllst.

Da kommen dann die Samen hinein und werden leicht angegossen. Der Deckel, der bei solchen Boxen meist automatisch dabei ist, dient als lichtdurchlässige Abdeckung. Fertig ist das so ziemlich simpelste, selbst gebaute Zimmergewächshaus.

 


 

#4: Mini-Gewächshaus für den Balkon

Alle die bereits vorgestellten Zimmergewächshäuser sind selbstverständlich nicht nur für den Innenraum, sondern auch für den Balkon geeignet. Dort muss man allerdings darauf achten, dass es den zarten Trieben nachts nicht zu kalt wird. Sollte es aber auf dem Balkon doch zu kalt werden, kann man das mobile Mini-Gewächshaus ja immer noch nach drinnen verfrachten.

 


 

Worauf Sie bei der Aufzucht achten sollten

Generell ist bei der Keimung von Jungpflanzen auf einiges zu achten. Ein paar der Dinge haben wir hier besonders in Bezug auf Zimmergewächshäuser zusammengefasst:

  • Das Zimmergewächshaus sollte man nicht direkt in die Pralle Sonne Sogar auf der Fensterbank kann es den empfindlichen Sprösslingen zu heiß werden. Das gilt besonders für Pflanzen, denen es in unseren Gefilden allgemein ohnehin nicht unbedingt zu kalt haben. Die Jalousien zu schließen gönnt den Pflänzchen bereits die nötige Portion Schatten.
  • Das Mini-Gewächshaus sollte ab und zu mal geöffnet und damit gelüftet Viel Luftfeuchtigkeit ist zwar förderlich, um die Erde konstant feucht zu halten, zu viel davon kann aber zu Schimmelbildung führen.
  • Die Anzuchterde sollte eher nährstoffarm und ungedüngt Zu viel davon ist für die Sämlinge oft schon zu viel. Außerdem sollte die Erde locker und frei von Klumpen sein.
  • Am besten pflanzt man 2 Samen pro einzelnen Behälter Manche Pflanzenarten kann man auch in einem großen Behälter zusammen aussäen, vorausgesetzt sie bilden eher lange, gerade Wurzeln aus. Im Falle von breitem Wurzelwuchs verzweigen sich die Triebe aber zu sehr, wenn sie nicht in separaten Töpfchen ausgesät wurden.
  • Kennzeichne genau, wo du was angebaut hast. Die jungen Triebe sind nämlich selten auseinanderzuhalten.

Generell ist wohl am wichtigsten, dass du genau recherchierst bzw. herausfindest, welche Bedürfnisse deine Pflanzen haben und die Anzuchtstation danach richtest. Dann kann eigentlich bei der Anzucht in deinem eigenen Zimmergewächshaus nichts mehr schief gehen. Viel Erfolg!

Beitragsbild: © Petra Schueller – stock.adobe.com
Bild 1: © Petra Schueller – stock.adobe.com

Wenn man Pflanzen selbst aufziehen möchte, hat man zwangsläufig und logischerweise alles voller Erde, oder? Nicht unbedingt, denn man kann Pflanzen auch ganz ohne Erde aufziehen und zwar in sogenannten Hydrokulturen. Dieser Artikel beschäftigt sich damit, wie man sich ein solches hydroponisches System selbst baut und wie man es am besten einsetzen kann.

Hydroponisches System – Was genau ist das überhaupt?

Die Hydroponik bzw. Hydrokultur kommt zumindest begriffsmäßig aus dem Griechischen und Lateinischen (gr. hydor, dt. „Wasser“, gr. pónos, dt. „Arbeit“ bzw. lat. cultura, dt. „Anbau“) und bezeichnet den Anbau von Pflanzen in Wasser, statt in Erde, wie das bei der sogenannten Geoponik der Fall ist. So viel zur Begrifflichkeit, aber was bedeutet das genau, warum tut man das und wie funktionierts?

Pflanzen ziehen ohne Erde?

Pflanzen in einem hydroponisches System heranzuziehen ist eigentlich gar nicht so schwierig. Dabei liegen die Wurzeln der Pflanzen in einer Lösung aus Wasser und Nährstoffen, die außerdem mit Sauerstoff versorgt wird, damit die Pflanzen nicht ersticken und verfaulen. Die Pflanze kann über das Wasser alle Nährstoffe aufnehmen, die sie braucht.

Was ist das Hydrokultur System?

Dabei hat man vollste Kontrolle über die Nährstoffe in der Lösung, man kann den pH-Wert und andere Inhaltsstoffe genauestens einstellen und dies sollte man auch tun. Die Erde hat nämlich eine ausgleichende Funktion, einen pH-Puffer sozusagen, der nicht gegeben ist, wenn die Wurzeln nur von Wasser umgeben sind. Der optimierte Dünger kann dafür auch genau auf das jeweilige Wachstumsstadium abgeglichen werden, sodass Pflanzen in unterschiedlichen Stadien auch mit einer jeweils anderen Nährstofflösung versorgt werden.

Vorteile des Hydrokultursystems

Der Gedanke, nicht mit Erde fuhrwerken zu müssen, klingt verlockend und das aus vielen Gründen. Zunächst liegt auf der Hand, dass die Handhabung von nicht geoponischen Systemen zur Pflanzenaufzucht wesentlich sauberer vonstattengeht. Der kontrollierte und saubere Wuchs, der sogar vor Unkraut gefeit ist, stellt einen der wesentlichen Vorteile des hydroponischen Systems dar.

Außerdem arbeitet die Hydrokultur, wenn sie klug angelegt wird, sparsamer, effizienter und bringt mehr Ertrag. Nicht nur kann man sich pro Wuchs über eine üppigere Ernte freuen, man bekommt auch mehr Wachstumszyklen in einem Jahr unter. Trotz des schnellen Wachstums hat man keinerlei Einbüßen bei der Qualität der Pflanze zu befürchten und durch diese günstigen Betriebsbedingungen rechnen sich die hohen Anschaffungskosten schnell.

Dadurch, dass der Nährstofflösung die exakt richtige Zusammensetzung beigemischt werden kann und man nicht einfach wild (und meistens zu viel) darauf los düngen muss, werden Ressourcen gespart. Zu guter Letzt ist auch der Platzverbrauch geringer. Bei der Pflanzenzucht großen Stil ist der vertikale Anbau (engl. vertical farming) in Kombination mit einem hydroponischen System besonders günstig.

Hydroponic System selber bauen – Anleitung für eine DWC

Kommen wir aber nun endlich zum Kernstück dieses Artikels: der Anleitung zum Bau eines eigenen hydroponischen Systems. Wir haben uns dafür entschieden, eine sogenannte deep water culture mit euch sozusagen virtuell anzulegen, denn die DWC ist die, die im Privatgebrauch zurecht am häufigsten eingesetzt wird.

Was man braucht, um eine Hydrokultur selber zu bauen:
  • Eimer mit Deckel: Er dient sowohl als Halterung für den Topf, als auch als Reservoir für die Nährstofflösung.
  • Anorganisches Substrat: Als Substrat wird die Unterlage bezeichnet, auf der die Pflanze wächst. Bei hydroponischen Systemen wird dafür anorganisches, also „unbelebtes“ Substrat. Davon gibt es verschiedene. Man verwendet dabei am besten Materialien, die wiederverwendbar sind und nicht sofort nach einem Wuchszyklus weggeworfen werden müssen. Bei Steinwolle ist es so, dass große Mengen Abfall entstehen, was nun wirklich weder ökonomisch noch ökologisch ist. Bei Blähton ist das beispielsweise nicht der Fall.
  • Netztöpfe: Hier kommen die Pflanzen (bzw. die angezogenen Setzlinge) samt Substrat hinein, wobei die Wurzeln durch die Löcher des Topfes an die Nährlösung gelangen.
  • Luftpumpe mit Ausströmer: Diese pumpt Luft in die Nährlösung und an die Wurzeln, die so mit Sauerstoff versorgt werden. Für den privaten Aufbau reicht dafür eine einfache Aquariumpumpe.
  • Nährstoffe (Dünger) und Wasser: Dabei am besten zu speziellem Dünger für Hydrokulturen greifen.
  • Saatgut
  • Werkzeug: Bohrmaschine und Lochsäge, alternativ sind auch Cutter-Messer oder Schere möglich

Aufbau der „Hardware“

Der Deckel des Eimers wird abgenommen und ein Loch ausgemessen, angezeichnet und ausgeschnitten, das so groß ist, dass der Netztopf zwar zu einem Großteil durchpasst, aber nicht durchfällt. Am Rand des Deckels wird ein weiteres kleines Loch gebohrt, durch das der Luftschlauch für die Luftpumpe gefädelt werden kann. Schließlich wird der Ausströmer für die Luftzufuhr in den Eimer gelegt und mit dem Schlauch verbunden.

Befüllen: Nährstofflösung, Pflanze und Substrat

Dann kann der Aufbau eigentlich schon befüllt werden. Erst wird die Nährstofflösung angemischt (laut Herstellerangaben des jeweiligen hydroponischen Düngers) und so viel davon in den Eimer gefüllt, dass der Netztopf mit der Lösung in Berührung kommt. Anschließend kommt das Substrat, beispielsweise der Blähton, in den Netztopf und die angezogenen Sämlinge werden vorsichtig eingesetzt. Der Sämling sollte vorher bereits in beispielsweise Kokussubtrat angezogen und samt diesem in den Blähton gesetzt werden. Nun kann eigentlich schon die Luftpumpe angeschlossen, angeschaltet und losgelegt werden.

Beim Betrieb dieses Systems ist es wichtig, dass der Wasserpegel nicht abfällt und dass alle paar Wochen das Wasser gewechselt wird.

Einsatzgebiete der Hydrokultur

Im privaten Bereich wird die Hydrokultur häufig bei Zimmerpflanzen eingesetzt. Dass man nicht mit Erde hantieren muss, ist schließlich besonders im Wohnbereich von Vorteil, den man ja doch eher erdfrei halten wollen würde.

Hydrokultur: So baut man ein hydroponisches System

Auch bei der privaten Aufzucht von Nutzpflanzen können hydroponische Systeme eingesetzt werden. Tatsächlich wird diese Art der Nutzung immer häufiger, wozu auch die LED-Pflanzenlampen keinen unwesentlichen Beitrag geleistet haben.

Die wirtschaftliche Nutzung von hydroponischen Systemen schreitet hingegen immer weiter voran. Es wird geforscht und optimiert und überlegt, ob solche Systeme künftig vermehrt für die Deckung des Lebensmittelbedarfs und zur Aufzucht anderer Nutzpflanzen herangezogen werden können. Vertical farming, wobei mehrere Reihen Pflanzen übereinander in hochgestapelten Regalen aufgezogen werden, wird zum Teil vor allem in Japan bereits eingesetzt und könnte die Zukunft der Pflanzenzucht darstellen.

Welche Pflanzen eignen sich?

Diese Frage ist schnell beantwortet: es gibt nämlich kaum eine Pflanze, die nicht ohne Erde aufgezogen werden kann. Praktisch alle Pflanzen können in einer Hydrokultur wachsen, wenn nur die Zusammensetzung und Menge der Nährlösung an die jeweilige Pflanze angepasst ist. Sogar Orchideen und Kakteen können so gezogen werden – in Blähton eingetopft statt in Erde.

Von Aeroponik über Ebbe-und-Flut-System bis Tonkultur: unterschiedliche Systeme

Wie so oft gibt es auch bei hydroponischen Systemen verschiedene Methoden und Arten. Man könnte fast sagen, Hydrokultur sei nicht gleich Hydrokultur und so ist es auch. Verschiedene Aufbauten und Systeme sind der Auswahl überlassen und wir möchten zum Abschluss dieses Beitrags einige davon kurz vorstellen.

DWC – deep water culture: bei dieser Methode werden die Wurzeln direkt ins Wasser getaucht, wobei besonders wichtig ist, dass sie gut mit Sauerstoff versorgt werden.

Dochtsystem: beim Dochtsystem wird das Wasser über einen Docht zum Substrat und zu den Wurzeln geliefert. Da die Wurzeln hier weniger intensiv mit Wasser in Berührung kommen, eignet sich das System eher für Pflanzen, die wenig Wasser benötigen.

Tropfsystem: beim Tropfsystem wird die Nährlösung durch eine Wasserpumpe in gewissen Intervallen vom Reservoir nach oben gepumpt und auf das Substrat gegossen. Das versickernde Wasser gelangt dann wieder ins Reservoir zurück und es entsteht ein Kreislauf.

Ebbe-Flut-System: ein recht bekanntes System ist auch das Ebbe-Flut-System. Dabei befindet sich die Pflanze in einem Container, der mehrmals täglich geflutet wird. Das Wasser sickert wieder zurück in das Reservoir, wodurch sich der Ebbe-Zustand ergibt.

NFT – nutrient film technique: bei der sogenannten Nährstofffilmtechnologie läuft die Nährflüssigkeit durch eine Röhre, in der die Netztöpfe eingefasst sind. Diese Methode wird hauptsächlich im wirtschaftlichen Bereich angewandt.

Aeroponisches System: hierbei handelt es sich streng genommen nicht um eine Hydrokultur, denn die Wurzeln hängen hier in der Luft, wobei sie ständig mit der Nährlösung besprüht werden. Bei dieser Methode bilden sich in der Regel starke Wurzeln heraus.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das hydroponische System vielleicht auf den ersten Blick etwas befremdlich wirkt, dass sie allerdings durchaus eine Überlegung wert ist. Bei der Hydrokultur sind zwar präzise Pflege und Versorgung erforderlich, wodurch allerdings beste Ernteergebnisse erzielt werden können.

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Mehr Licht bedeutet mehr Ausbeute, möchte man meinen. Wenn man schon mit künstlicher Beleuchtung nachhilft, dann doch wohl ordentlich! Dass sich das allerdings auch zum Negativen wenden kann, entdeckt man spätestens durch gelbe und braune Flecken auf den beleuchteten Blättern. Wie viel Abstand die LED-Pflanzenlampe von Deinen Pflanzen haben sollte und was es dabei zu beachten gibt, erfährst Du hier.

Richtiger Abstand zur Pflanze

Von einer Pflanzenlampe gehen Lichtpartikel aus, die sogenannten Photonen. Diese treffen auf die Pflanzenzellen, die daraufhin durch eine chemische Reaktion die Photosynthese einleiten. Treffen zu viele Photonen auf die Pflanzen, gerät die Reaktion aus dem Ruder und endet in einer Lichtverbrennung, die sich durch braune und gelbe Stellen bemerkbar macht.

Lichtverbrennungen

Der richtige Abstand zur Pflanze ergibt sich unter anderem durch die Pflanzenart und ihren sogenannten Lichtsättigungspunkt, die Lichtstärke der Lampe und die Streuung des Lichts. Die Lichtstärke kann mithilfe eines PAR-Sensors gemessen werden. Der ermittelte PPFD-Wert (Photonenflussdichte) gibt Auskunft darüber, wie viele Photonen innerhalb einer Sekunde auf eine bestimmte Fläche treffen und muss zum Lichtbedarf der Pflanze passen.

Alternativ kann man auch bei einem Abstand von 30 cm beginnen und den Wuchs beobachten. Bilden sich erste gelbe Stellen, ist die Lampe zu nah an der Pflanze. Beginnt sie hingegen schneller und dünner zu wachsen, ist die Pflanze auf der Suche nach Licht und bekommt demnach zu wenig. Die Lampe kann also tiefer gehängt werden.

Zu nah an der Pflanze: Die Auswirkungen

Wenn ein Photonenfluss mit einer Dichte von weit über ihrem Lichtsättigungspunkt auf eine Pflanze trifft, wird die Photosynthese zu intensiv vorangetrieben. Das Ergebnis sind freie Sauerstoffradikale, die nirgends andocken können, da aufgrund von mangelndem CO2 die sogenannte Dunkelreaktion sie nicht alle verarbeiten kann. Dadurch kommt die Lichtverbrennung zustande und Blätter sterben ab. Worauf muss nun also geachtet werden und wie vermeidet man die Überversorgung mit Photonen?

Die richtige Lichtintensität

Nun wollen wir etwas ins Detail gehen und genauer beleuchten, wie man Lichtverbrennung oder Geilwuchs vermeidet (also das zu schnelle Austreiben, was einen langen, schwachen Wuchs verursacht). Wie ja bereits eingangs erwähnt, kommt es dabei auf die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze, deren Wachstumszyklus und auf die Umgebungsbedingungen an.

Sonnen- oder Schattengewächs – C3-, C4-, oder CAM-Pflanze?

Je nachdem, welche Art der Kohlenstoffdioxidfixierung eine Pflanze bei der Photosynthese aufweist, kann man sie den C3-, den C4-, oder den CAM-Pflanzen zuordnen. C3-Pflanzen haben eine beschränkte Kohlenstoffdioxidfixierung. Dadurch kann durch einen höheren Lichteinfall nicht mehr Dunkelreaktion hervorgerufen werden, wenn sich nicht mehr CO2 in der Luft befindet. C4- oder CAM-Pflanzen können das Kohlenstoffdioxid besser binden und darauf zurückgreifen, wenn stärkere Lichtverhältnisse herrschen. Deshalb kommt es bei diesen Pflanzen weniger schnell zu Lichtverbrennungen.

Photosynthese: CO2 Konzentration bei Pflanzen

Die Dunkelreaktion nimmt prinzipiell zu, je mehr Kohlenstoffdioxid der Pflanze zur Verfügung steht. Allerdings verfügen C4-Pflanzen beispielsweise über einen CO2-Sättigungspunkt, während C3-Pflanzen einen Lichtsättigungspunkt erreichen können. Prinzipiell gilt allerdings, dass, wenn die Pflanze genug CO2 hat, auch die LED-Lampe recht nah an den Blättern positioniert werden kann.

Sonnen- und Schattenpflanzen eignen sich aufgrund ihrer gesamten Zusammensetzung jeweils entweder für sehr lichtintensive oder lichtarme Standorte. Die Chloroplasten der Sonnengewächse können beispielsweise die freien Sauerstoffradikale vermeiden, wohingegen Schattenpflanzen niedrigere Lichtintensitäten brauchen, um CO2 fixieren und verarbeiten zu können. Kurz gesagt: es muss also zunächst eruiert werden, welchem Typ die Pflanze überhaupt angehört.

Vegetationsphase

Ist die Pflanze erst am Sprießen, braucht sie noch relativ kleine Mengen an Licht. In der Keim- und Vegetationsphase reicht eine niedrigere Photonenflussdichte aus, während man die Werte im Verlauf langsam erhöhen kann. Wenn das Wachstum schließlich in die Blüten- und Fruchtphase übergeht, kann die Intensität weiter erhöht werden.

Wie viel PPFD die LED-Pflanzenlampe abgibt, ist aus der Kartierung zu erfahren, die vom Hersteller zur Verfügung gestellt wird. Sie wird meistens pro Quadratmeter und auf einen Abstand von 30 cm bzw. 45 cm angegeben. Wenn man über einen PAR-Sensor verfügt, kann man die Intensität auch selbst ausmessen.

Temperatur und CO2-Gehalt der Umgebungsluft

Ein interessanter Faktor ergibt sich in weiterer Folge aus dem Liebigschen Minimumgesetz. Es besagt, dass eine Pflanze die zur Verfügung stehenden Stoffe immer nur so gut nutzen kann, wie den am wenigsten vorhandenen Stoff. Einfacher ausgedrückt: Wenn eine Pflanze richtig viel Licht bekommt, aber nicht genügend CO2, dann können die optimierten Lichtverhältnisse keinen positiven Effekt auf das Pflanzenwachstum haben. Im Gegenteil: Die Pflanze nimmt dabei sogar Schaden.

Umgekehrt bedeutet das, dass man auch die anderen Faktoren optimieren muss, um ein Mehr an Licht nutzen zu können. Durch höhere Temperatur, höheren CO2-Gehalt, mehr Wasser inkl. Nährstoffen kann bei vielen Pflanzen der Lichtsättigungspunkt erhöht werden. Die Pflanze braucht bzw. verträgt dann mehr Licht, das durch eine tiefer hängende Lampe zur Verfügung gestellt werden kann.

Lichtintensität & Abstand zur Pflanze: Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Du für den richtigen Abstand Deiner LED-Pflanzenlampe von Deiner Pflanze vor allem 2 Dinge wissen musst: Wie viel Licht verträgt meine Pflanze generell (und in welcher Vegetationsphase befindet sie sich)? Wie hoch ist die Photonenflussdichte (PPFD) meiner Lampe? Damit kannst Du den Abstand haargenau vorausbestimmen. Oder aber Du beginnst bei einem Abstand von etwa 30 cm, experimentierst ein wenig und tastest Dich langsam an den Idealabstand heran.

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Bild 1: © mettus – stock.adobe.com

Im Dschungel von verschiedenen Produkten ist es oft nicht so leicht, sich zurecht zu finden. Deshalb unterziehen wir unsere LED Pflanzenlampen einem Test und sehen uns an, wofür sie sich genau eignen. Damit findest Du genau die LED Pflanzenleuchte, die für deine Pflanzen geeignet ist. Nach einem kompakten Überblick je Kapitel kannst Du Dich im darauffolgenden Ratgeber in die Details einlesen. Du erfährst, welcher Aufbau für Deine Pflanzen der richtige ist, mit welchem Du die besten Ergebnisse erzielst und welchen Du am effizientesten betreiben und bedienen kannst.

DIY-M-KIT Series – Unsere DIY Pflanzenlampen im internen Test

wdt_ID DIY-M-KIT-Series PPFD 30cm*) PPFD 45cm*) Kühlung Lebens-dauer Verbrauch Fläche Wuchs**) Fläche Frucht**) Farb-temperatur

*) Durchschnitt auf 1 m x 1 m
**) bis zu x Zentimeter

Die DIY-M-KIT Series ist unsere Produktreihe für Bastler und alle, die es werden wollen. Durch den modularen Aufbau, den man selbst erledigt, bekommt man mehr für sein Geld, kann ein eventuell defektes Teil einfach austauschen und kann den Aufbau flexibel erweitern. Außerdem gibt es sie in insgesamt 5 unterschiedlichen Leistungsstärken.

DIY 60w und 100w – LED Pflanzenlampen für den „Einpflanzengarten“

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Pflanzenlampe DIY-M-KIT 60W
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Die DIY 60w der DIY-M-KIT Series eignet sich für kleinere Flächen und zum Überwintern von Pflanzen.

Die ersten beiden Leistungsstufen – 60w und 100w – eignen sich vor allem für kleinere Flächen und zum Überwintern einzelner Pflanzen.

Sie sind mit einem bzw. zwei LED-Chips ausgestattet, die mithilfe eines Reflektors auf einen Abstrahlwinkel von 90° kommen. Ohne Reflektor ist der Winkel erweiterbar auf 115°, wodurch eine größere Fläche angestrahlt werden kann.

Die DIY 60w und die DIY 100w der DIY-M-KIT Series sind über ein internes Potentiometer (abgekürzt auch Poti) dimmbar, nutzen das volle Spektrum mithilfe der LED-Technik und verfügen dank der Kühlrippen über ein passives und geräuschloses Kühlsystem. Die Farbtemperatur ist mit unterschiedlichen Chips variabel.

Ein Nachteil ist vielleicht, dass der Aufbau nur durchgeführt werden sollte, wenn man über Fachkenntnisse in Sachen Elektronikverfügt. Insbesondere der Anschluss an das 230V Netz sollte von einer Fachkraft übernommen werden.

DIY 200w, 300w und 400w – die Pflanzenleuchten mit mehr Power für mehr Pflanzen

In der DIY-M-KIT Series befinden sich außerdem die Varianten mit 200w300w und 400w. Abgesehen davon, dass sie natürlich mehr Leistung bieten und dafür mit mehr LED-Chips ausgestattet sind, bieten sie ähnliche Vorteile wie die 60w- und 100w-Leuchten.

Zudem sind sie ebenso über das interne Poti dimmbar, leuchten im Vollspektrum und stehen in unterschiedlichen Farbtemperaturen zur Verfügung. Die passive Kühlung ist auch hier geräuschlos.

Sie sind für größere Flächen geeignet als ihre 60w- und 100w-Kollegen. Außerdem kann man die Grundvariante flexibel als Balken- oder als Quaderversion aufbauen und kann damit die Pflanzen unterschiedlich anordnen und gleichermaßen beleuchten.

Black Edition – optimierte passive Kühlung und Performance Bins

Von der DIY-M-KIT Series gibt es eine spezielle Black Edition. Sie ist zum Teil schwarz, was zunächst schon mal optische Vorteile hat, aber was bringt die schwarze Farbe für die Effizienz der Pflanzenlampe?

BE 60w, 100w und 200w – eloxierte Kühlkörper im Test

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Black Edition DIY-M-KIT 100W
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Durch die schwarze Farbe bei der Black Edition wird die Wärmeabgabe optimiert und die Kühlleistung gesteigert.

Die passiv gekühlten Kühlrippen sind schwarz eloxiert. Durch die schwarze Farbe wird die Wärmeabgabe optimiert und die Kühlleistung steigert sich um etwa 10%. Die Kühlrippen bleiben kühler und dies wirkt sich positiv auf den Wirkungsgrad der LED sowie deren Lebensdauer aus. Durch den Einsatz von Performance BINs liegt die Lichtleistung 7% höher im Vergleich zur herkömmlichen DIY-M-KIT Variante.

Apropos Performance BINs: das sind LED-Chips, die aufgrund ihrer Beschaffenheit besonders leistungsstark sind und höhere Lichtströme abgeben können. Solche Bins der high-performance-group sind nicht direkt bestellbar, weswegen die Black Edition selten verfügbar ist, aber für die Black Edition ist uns eben nichts zu schade.

Ansonsten sind die Produkte der Black Edition in den gewohnten Größen erhältlich. Verfügbar als 60w-, 100w- oder 200w-Variante finden wir hier ebenfalls Abstrahlwinkel von 90° bzw. 115° (ohne Reflektor). Das Licht aus den LED-Chips leuchtet im Vollspektrum, ist in unterschiedlichen Farbtemperaturen verfügbar und dimmbar.

Model-B Series – die LED Pflanzenleuchte mit noch mehr Leistung

wdt_ID Model-B Series PPFD 30cm*) PPFD 45cm*) Kühlung Lebensdauer Verbrauch Fläche Wuchs**) Fläche Frucht**) Farbtemperatur

*) Durchschnitt auf 1 m x 1 m
**) bis zu x Zentimeter

Bei der Model-B Series handelt es sich ebenfalls um LED Pflanzenlampen, die man selbst zusammenbauen und somit variabler gestalten kann. Die beiden Varianten sind die Model-B 150w und die Model-B 300w, jeweils mit 2 respektive 4 LED-Chips.

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MODEL B 300W
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Die Model-B Series eignet sich für mittlere Flächen, wo Pflanzen aufgezogen oder überwintert werden.

Model-B 150w und 300w

Die Model-B Series ist (ähnlich wie die DIY 200w) für mittlere Flächen geeignet, wo Pflanzen aufgezogen oder größere Pflanzen, beispielsweise ein Orangenbaum, überwintert werden können. Die Model-B Series unterscheidet sich insofern von der DIY-M-KIT Series als dass sie über ein externes Poti dimmbar ist und für einen besseren Preis pro Watt Leistung zu haben ist.

Die maximale Leistung kommt hier durch eine etwas stärkere Bestromung der LED zustande – statt max. 50w bei der DIY-M-KIT Series mit 75w. Das führt dazu, dass die Effizienz der LED minimal geringer ist. Der CREE CXB 3590 kann beispielsweise bis 130w bestromt werden, wobei der LED-Chip bis zu 60.000 Stunden halten soll. Fließt aber etwas weniger Strom und wird vor allem gut gekühlt, liegt die mittlere Lebensdauer noch höher.

Plug & Play Series – LED Pflanzenlampen mit einfachem Aufbau

wdt_ID Plug & Play Series PPFD 30cm*) PPFD 45cm*) Kühlung Lebensdauer Verbrauch Fläche Wuchs**) Fläche Frucht**) Farbtemperatur

*) Durchschnitt auf 1 m x 1 m
**) bis zu x Zentimeter

Bei der Plug & Play Series hast Du es ein wenig einfacher. Wie der Name schon sagt, musst du unsere Geräte dieser Serie nur anstecken und kannst direkt damit loslegen, deine Pflanzen mit wertvollen Photonen zu versorgen.

Sunflow – dimmbare LED Pflanzenleuchten

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sunflow - Die LED Pflanzenlampe für Pflanzenfreunde
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Die Sunflow überzeugt unter anderem mit der einfachen Bedienbarkeit.

Das Standardmodell Sunflow liefert eine Leistung von 150w und Licht mit einem Abstrahlwinkel von 72°. Mittelgroße Flächen und größere Pflanzen werden damit optimal versorgt. Besonders hervorheben kann man an diesem Modell die einfache Bedienbarkeit. Man muss lediglich anstecken, losleuchten und kann über den Drehknauf an der Gerätefront das Licht dimmen.

Im Vergleich zu den DIY-Modellen steckt die ganze Technik zudem in einem formschönen Gehäuse, was eine edlere Optik verspricht. Die fokussierenden Linsen sind besonders dafür geeignet Tiefenwirkung zu erzeugen, also auch hohe Pflanzen zu versorgen. Geht man zu nah ran, also näher als 30 cm kann diese Art der Linsen allerdings auch zum Nachteil werden.

Die Sunflow (und Sunflow PRO) Modelle erfordern ein relativ hohes Investment, dafür bekommst Du aber auch einiges für Dein Geld. Die Geräte werden in Deutschland hergestellt und Du bekommst auf sie eine Garantie von 5 Jahren. Die Sunflow-Geräte beleuchten Deine Pflanzen ohne viel Aufwand bei Aufbau und Adjustierung und die erhältlichen Farbtemperaturen bei den LED-Chips sind ideal auf Wuchs- und Fruchtphase abgestimmt.

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sunflowPRO - die effiziente LED Pflanzenlampe für Profis
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Die Sunflow PRO ist eine erweiterte Version der Sunflow.

Sunflow PRO – professionelles LED Pflanzenlicht im Test

Die Sunflow besitzt einen integrierten Timer und ist mit der Handy-App per Bluetooth steuer- und programmierbar. Hier kannst Du Sonnenauf- und Sonnenuntergangsszenarien einstellen, einen klassischen Timer stellen oder Dimmprogramme erstellen und ablaufen lassen. Die Sunflow PRO ist in der Lage bis zu drei mit ihr verbundene Geräte mitzusteuern.

Außerdem verfügt die SunflowPRO LED Pflanzenlampe nach wie vor über den Drehknauf auf der Gerätefront zum Dimmen. Verbundene Geräte werden automatisch mit diesem Drehknauf mitgesteuert. Die LEDs leuchten im Vollspektrum mit 150w Leistung und die Kühlung ist passiv und geräuschlos.

Sunbar 150-A – weiter Abstrahlwinkel für breitere Pflanzen

Unser neuestes Produkt sind die Sunbar-Modelle, darunter die Sunbar 150-A. Sie hat einen Abstrahlwinkel von 102°, ist also besonders für die Beleuchtung breiter Flächen geeignet. Mittelgroße Flächen zu beleuchten und größere Pflanzen zu überwintern ist für die Sunbar 150-A ein leichtes.

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Das interne Poti am Treiber lässt das Licht der LED Pflanzenlampe dimmen, dass im Vollspektrum leuchtet. Das Design ist edel und unauffällig und gewährleistet mit seinen breit streuenden Linsen eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung bereits bei 30 cm Abstand, anders als bei den Sunflow, wo wir für eine optimale Ausleuchtung einen Abstand von min. 45 cm empfehlen.

Diese LED Pflanzenleuchte ist außerdem besonders wasserfest – ihre Schutzart (Link zum RG-Artikel zum Thema Sicherheit) liegt (genau wie bei der Sunbar 150-B und 450-B) bei IP67. Das bedeutet, dass sie gegen das Eindringen von Staub und zeitweiliges Untertauchen in Wasser geschützt ist.

Auch die Sunbar 150-A nutzt das für Wuchs- und Fruchtphasen optimierte Spektrum mit 3500k und das Dimmen erfolgt nicht so komfortabel, wie bei ihrer Weiterentwicklung, der Sunbar 150-B.

Sunbar 150-B – die komfortable Weiterentwicklung

Die Sunbar 150-B unterscheidet sich von der Sunbar 150-A durch die komfortablere Bedienbarkeit. Sie wird nicht durch das interne Poti gedimmt, sondern verfügt über ein externes Treibergehäuse mit Drehknauf, sodass die Lichtstärke jederzeit einfach reguliert werden kann. Zusätzlich verfügt sie über ein DIM Eingang (3,5mm Klinkenbuchse), über den man mit Hilfe eines 0-10Vdc oder 10V PWM DIM-Signals dimmen kann.

Sunbar 450-B – die LED Pflanzenlampe fürs Große

Die Sunbar 450-B wartet mit 3x so vielen LED-Chips und somit mit 3x so viel Watt an Leistung auf wie die Sunbar 150-B. Damit ist sie für noch größere Flächen geeignet und lässt Saat und Pflanze optimal sprießen.

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sunbar 450-B
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Die Sunbar 450-B hat 3x so viel Watt Leistung als die Sunbar 150-B.

Sie wird mit einem anderen Treiber geliefert, da statt einer hier 3 Bars angesteuert werden müssen. Wie gehabt können auch größere Pflanzen unter dieser LED Pflanzenlampe überwintert werden.

Während die Farbtemperatur mit 3500k optimal auf die Wuchs- und Fruchtphase abgestimmt ist, profitiert man ebenfalls vom Vollspektrum der LEDs, vom Drehknauf zum Dimmen, von der passiven, geräuschlosen Kühlung, und vielem mehr – eigentlich ja Standard bei pro-emit-Produkten.

Hergestellt in Deutschland bekommst du selbstverständlich auch hier 5 Jahre Garantie auf Deine Lampe.

Die Sunbar-Serie ist beliebig skalierbar und die 450-B ist optimal, um eine perfekt gleichmäßige Ausleuchtung von bis zu 1000 PPFD auf 1 m2 bei etwa 30 cm Abstand zu erreichen.

Kurzzusammenfassung und Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unsere Pflanzenlampen insgesamt sehr hohen Standards verpflichtet sind. Sie arbeiten allesamt mit der Energieeffizienzklasse A++. Wesentlich entscheiden sie sich durch ihre Größe und Leistung, wodurch sie sich für unterschiedliche Einsatzgebiete eignen. Ob vereinzelte Pflanzen überwintern oder ganze Glashäuser damit auszustatten – es findet sich für jeden Zweck das passende Gerät.

Anschließend kommt es darauf an, wie viel Zeit man selbst in den Aufbau investieren möchte und wie viel Knowhow einem dafür zur Verfügung steht. Unsere DIY-Kits sind vielfältig und prinzipiell schnell aufgebaut, aber einfacher macht man es sich mit unseren Plug & Play-Produkten.

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Wie bei allen elektrischen Geräten, wird auch bei der Herstellung und beim Vertrieb von Pflanzenlampen im besten Fall genau darauf geachtet, dass auch alles mit sicheren und rechten Dingen zugeht. Dank verschiedener Richtlinien, Schutzklassen und -arten kann man sich als Konsument sicher sein, dass einen beim meist stundenlang durchgängigen Betrieb der LED-Pflanzenlampe nicht „der Schlag trifft“.

Wichtige Sicherheitsbedingungen bei LED-Pflanzenleuchten

Pflanzenlampen werden für gewöhnlich im geschlossenen Raum, bei privater Verwendung womöglich sehr nahe des Wohnraumes, stundenlang betrieben. Das fordert die Elektronik und das sie schützende Gehäuse, weswegen sichergestellt sein muss, dass der Aufbau diese Belastung auch auszuhalten vermag.

Wasserfestigkeit

Besonders in puncto Feuchtigkeit hat der Hersteller auf einiges zu achten. Zum einen ist nämlich die Luftfeuchtigkeit in Räumen, wo durch die Pflanzen viel Photosynthese vonstattengeht, überdurchschnittlich hoch. Zum anderen werden die Pflanzen im Normalfall regelmäßig gegossen, wobei die Lampe auch mal den ein oder anderen Spritzer abbekommen kann.

Staubfestigkeit

Je nachdem, welcher Pflanzenaufbau mit den Lampen begünstigt werden soll, hat die Angelegenheit mehr oder weniger mit Staub und Erde zu tun. Damit die Gehäuse und das elektronische Innenleben vor externen Festpartikeln geschützt sind, braucht es gewisse Sicherheitsvorkehrungen. Eine feste, dicht geschlossene Hülle ist dafür unerlässlich.

Berührungsfestigkeit

Schließlich geht es bei Elektrogeräten auch darum, ob Lebewesen sie gefahrlos berühren können oder nicht. Damit man keinen elektrischen Schlag bekommt, wenn man die LED-Pflanzenlampe berührt, sind diverse Vorkehrungen getroffen, die den Strom isolieren. Im Falle des Falles wird der Strom dann so abgeleitet, dass Mensch (und gegebenenfalls auch Tier) nicht zu Schaden kommen.

Schutzklassen I bis III

Um die Berührungsfestigkeit geht es bei den Schutzklassen I bis III. Alle elektrischen Geräte, die in den Verkauf gebracht werden wollen, werden danach kategorisiert. Die EN 61140 legt fest, welche Maßnahmen gegeben sein müssen, um das Handtieren mit einem Gerät sicher zu machen.

Je nach Höhe der Spannung kann das nämlich mehr oder weniger gefährlich werden, wenn nicht zumindest eine Basisisolierung vorhanden ist.

  • Das ist nämlich bei Schutzklasse 0 der Fall. Da Elektrogeräte ihrer Klasse keine solche Isolierung und auch sonst keinerlei Sicherheitsstandards aufweisen können, sind sie auf dem europäischen Markt nicht zugelassen.
  • Schutzklasse I entspricht den höchsten Standards. Geräte ihrer Klasse sind beispielsweise mit einem sogenannten Schukostecker (Schutzkontaktstecker) ausgestattet, der eine Verbindung zur Erdung aufbaut, noch bevor der Strom aus der Steckdose fließt.
  • Bei Schutzklasse II ist dieser Schutzleiter (Verbindung zur Erdung) nicht vorhanden. Dafür besteht eine doppelte Isolierung, sollte die Basisisolierung aus irgendeinem Grund ausfallen.
  • Schutzklasse III zeichnet sich dadurch aus, dass sie von vornherein mit einer kleinen und daher ungefährlicheren Spannung arbeitet. Die sogenannte Schutzkleinspannung beträgt maximal 50 Volt Wechselspannung bzw. 120 Volt Gleichspannung. Hierbei reicht die obligatorische Basisisolierung, um Gefahr bei Berührung auszuschließen.

Schutzarten IP

IP steht für international protection und bestimmt die Umgebungsbedingungen, für die ein bestimmtes elektrisches Gerät geeignet ist. Die Ziffern stellen dar, wie sicher das Gehäuse gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Feuchtigkeit ist. Bewertet wird dabei also nicht die Elektronik selbst, sondern das Gehäuse, in dem sie sich befindet.

Die IP-Nummer besteht immer aus zwei Ziffern. Die erste steht für den Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern, während die zweite Auskunft über die Wasserfestigkeit des Gerätes gibt. Es gibt auch elektronische Geräte, auf denen sich keine IP-Nummer befindet. Das bedeutet, dass sie über keinen Schutz verfügen, was zum Teil auch als IP X0 angegeben wird.

Die Bezeichnungen im Detail

Was kann man sich nun vom jeweiligen Modell mit der gewissen IP-Nummer erwarten und wie kann man es einsetzen? Wir haben in einer Tabelle zusammengefasst, was die einzelnen Nummern bedeuten. Dabei ist festzustellen, dass nicht alle Schutzarten für Pflanzenlampen ausreichen. Wie vorhin schon beschrieben, sind auch Pflanzenlampen Bedingungen ausgesetzt, die doch einen gewissen Schutz verlangen. Die für Pflanzenlampen geeigneten Schutzarten wurden in der Tabelle farblich markiert.

wdt_ID Nr. Klassendetails

*) Staub kann zwar eindringen, aber nicht in einer solchen Menge, dass der Betrieb des Gerätes gestört würde
grün = ideal geeignet, hellgrün = gut geeignet, gelb = geeignet, weiß = eher ungeeignet

Bei Pflanzenlampen ist es also wichtig, dass sie zumindest vor Tropfwasser gefeit sind. Die IP-Nummer, deren zweite Ziffer eine 0 ist, sind also eher weniger für den Einsatz im Gewächsraum geeignet. Auch vor Fremdkörpern, deren Durchmesser größer als 2,5 mm ist, sollten sie gewappnet sein. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur die LEDs selbst, sondern auch Treiber und andere elektrische Bauteile Sicherheitsstandards gerecht werden müssen.

CE-Prüfzeichen

Zu guter Letzt muss bei Elektrogeräten stets auf das CE-Prüfzeichen geachtet werden. Die CE-Marke (Communauté Européenne) gibt an, dass alle für das Gerät relevanten EU-Richtlinien eingehalten wurden. Besonderes Augenmerk gilt es hierbei auf Fälschungen zu legen. Zu nah beieinanderstehende Buchstaben oder zu lange Mittelstriche beim ‚E‘ können darauf hindeuten, dass das Prüfzeichen aufgedruckt wurde, ohne die Richtlinien wirklich einzuhalten. Allerdings ist es auch nicht unbedingt schwer, die Kopie des CE-Zeichens dem Original entsprechend zu gestalten.

Sicherheit beim Selberbauen

Auf alle diese Prüfzeichen kann man sowohl bei fertig zusammengestellten Produkten als auch bei Einzelteilen achten. Das ist besonders wichtig, wenn man die LED-Pflanzenlampe selbst zusammenbauen möchte. Damit das Endprodukt schließlich auch gewissen Standards entspricht, muss der Zusammenbau (zumindest was die Elektronik betrifft) unbedingt von einer Fachkraft erledigt werden. Ansonsten besteht wie bei Schutzklasse 0 hohe Gefahr selbst beim Berühren der Pflanzenlampe.

Sicherheit sollte stets Priorität haben, wenn man mit elektronischen Geräten arbeitet. Durch rigoros geprüfte Sicherheitsstandards stellen die Hersteller von Bauteilen und Produkten sicher, dass bei sachgemäßer Handhabung eigentlich nichts passieren darf. Hab beim Kauf ein waches Auge für die angebrachten Siegel und Prüfzeichen und vertraue auf Fachwissen beim Zusammenbau und Du bist auf der sicheren Seite.

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Pflanzen können sich augenscheinlich fast aus dem nichts aufbauen. Ein bisschen Wasser, Licht, Luft und Erde scheinen zu genügen, um aus einem kleinen Saatkorn einen ganzen Strauch wachsen zu lassen. Aus Kohlenstoff aus der Luft machen sie mithilfe der Sonnenenergie Glucose, mit der sie ihr Wachstum antreiben und Zellaufbau betreiben. Tatsächlich sind Pflanzen sogenannte autotrophe Organismen. Das bedeutet, dass sie ihre Nahrung selbst herstellen. Aus dem Nichts können sie aber selbstverständlich auch nicht entstehen. Komplexe Gegebenheiten und ihre genaue Abstimmung aufeinander sind von Nöten, um einen stabilen, gesunden Wuchs zu garantieren. Was es dafür genau braucht, sehen wir uns in diesem Beitrag genauer an.

Licht: Energie, die alles in Gang bringt

Auch, wenn alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen und es jeden einzelnen von ihnen braucht, könnte man das Licht beinahe als den wichtigsten Faktor fürs Wachstum bezeichnen. Es spaltet die Wassermoleküle, damit der weitere Vorgang angestoßen werden kann und die Photosynthese in Gang gebracht wird.

Pflanzen brauchen Licht zum Wachsen

Zu wenig Licht führt zum sogenannten Geilwuchs, wobei Wurzelentwicklung und Blattwuchs zu Gunsten des Längenwuchs vernachlässigt werden, damit die Pflanze besser an eine Lichtquelle gelangen kann. Das ergibt Sinn, wenn andere größere Pflanzen die kleinere verdecken.

Gibt es allerdings überhaupt zu wenig Licht, etwa im Innenraum, kann sich die Pflanze logischerweise noch so lang machen und wird kein Photon abbekommen.

Außerdem kann man beim Pflanzenwachstum beobachten, dass sie sich immer nach der Sonne strecken. Die Schattenseite einer Pflanze wächst immer schneller, sodass sie sich der Sonne zuneigt, um ein Maximum an Strahlung abbekommen zu können. Aber nicht nur der Richtung nach, sondern auch der Art des Lichts nach verändert sich der Wuchs der Pflanze.

Je nach Intensität und Wellenlängen bilden sich unterschiedliche Stoffe bzw. die Pflanze wächst allgemein mehr oder weniger gut.

Um diesen Umweltfaktor zu gewährleisten kann man künstliches Licht in Form von LED-Pflanzenlicht einsetzen, die alle für das Wachstum erforderlichen Wellenlängen abdecken und bessere Ergebnisse versprechen als rein monochromes Licht.

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Luft: Kohlenstoffdioxid als Basis

Den Kohlenstoff, den die Pflanze für ihren Aufbau braucht, holt sie sich aus der Luft. Dort findet sie nämlich neben allerlei anderen Gasen Kohlenstoffdioxid (CO­2). Aus dem anorganischen CO2 werden wichtige organische Verbindungen hergestellt, die als Baustoff- und Energiequellen für andere Teile des Ökosystems bilden.

Unsere pflanzliche Nahrung beispielsweise dient uns deshalb als Energiequelle, weil die Pflanze den Kohlenstoff aus der Luft prozessieren kann.

Mineralien, Stickstoff und andere Nährstoffe

Bei den Nährstoffen angelangt, die die Pflanze für ein gesundes Wachstum braucht, steigen wir ins Thema der Phytotrophologie ein. Ein komplexer Terminus, der im Prinzip nichts anders bedeutet, als Ernährungslehre der Pflanze (Phyton bedeutet Pflanze und Trophologie Ernährungslehre). Prinzipiell sind Pflanzen autotrophe Organismen. Sie können sich ihre Nahrung quasi selbst herstellen.

Das tun sie in der Photosynthese, wo sie aus Kohlenstoffdioxid und Wasser durch Energiezufuhr in Form von Licht Glucose und Sauerstoff herstellen. Mit dieser Glucose bringen sie ihre Vorgänge in Gang, damit Zellen aufgebaut werden können. Dazu brauchen sie außerdem Nährstoffe aus dem Boden, die sie durch die Wurzeln aufnehmen.

Das sind unter anderem folgende Stoffe:

  • Stickstoff
  • Phosphat
  • Kalium
  • Calcium
  • Schwefel
  • Magnesium

Diese einfachen organischen Verbindungen bzw. zum Teil einzelnen Elemente kann die Pflanze zu komplexen Molekülen verarbeiten. Ist eines davon nicht in der ausreichenden Menge oder zu viel davon vorhanden, wobei das bei jeder Pflanze unterschiedlich ausgeprägt sein kann, kommt es zu Mangelerscheinungen bzw. Symptomen von Überversorgung, wie schwachem Wuchs, Verfärbung der Zellen, etc.

Wasser für den Nährstofftransport

Das Wasser ist dafür da, die Nährstoffe zu lösen und sie in die Pflanze und in die Zellen zu transportieren. Außerdem bringt das Wasser in den Zellen Stabilität, da es in den Zellen Druck ausübt. Ein nicht ausreichender Zellinnendruck sorgt dafür, dass die Pflanze welkt. Ist zu viel Wasser zur Verfügung kann es zu Sauerstoffmangel kommen, was ebenso kontraproduktiv ist.

Kern-, Haupt- und Mikronährelemente

Werfen wir einen genaueren Blick auf die Elemente und Nährstoffe, die eine Pflanze zum Wachsen braucht, kann man sie in 3 Kategorien einteilen, nämlich Kern-, Haupt- und Mikronährelemente. Je nach Kategorie sind mehr oder weniger wichtig bzw. in unterschiedlichen Mengen nötig.

Kernelemente Hauptelemente Mikronährelemente
Kohlenstoff
Wasserstoff
Stickstoff
Sauerstoff
Phosphor
Kalium
Schwefel
Calcium
Magnesium
Eisen
Kupfer
Zink
Mangan
etc.

Der Bestandteil, der hier in dieser Auflistung fehlt, ist das Licht. Wie bereits erwähnt liefert das Licht die nötige Energie, um all diese Stoffe in den Prozess der Photosynthese und des Wachstums einzugliedern bzw. den Prozess überhaupt in Gang zu bringen.

Bodenverhältnisse und Temperaturen

Wie wichtig ist der richtige Boden bei Pflanzen?

Der Bestandteil, der hier in dieser Auflistung fehlt, ist das Licht. Wie bereits erwähnt liefert das Licht die nötige Energie, um all diese Stoffe in den Prozess der Photosynthese und des Wachstums einzugliedern bzw. den Prozess überhaupt in Gang zu bringen.

Wichtig sind außerdem noch andere abiotische Umweltfaktoren, nämlich unter anderem die Bodenverhältnisse und die Temperaturen. Der Boden darf zum Beispiel nicht zu fest und zu feucht sein, da sich die Wurzeln sonst nicht ordentlich bilden können und ohne Wurzeln bekommt die Pflanze keine Nährstoffe.

Außerdem ist der pH-Wert des Bodens entscheidend und zu kalt oder heiß darf es auch nicht sein.

Liebigsches Minimumgesetz

In puncto Pflanzenwachstum besonders interessant ist das Liebigsche Minimusgesetz. Es besagt, dass von allen Komponenten ein gewisses Minimum gegeben sein muss. Ist auch nur ein Element nicht vorhanden, können alle anderen in Massen zugeführt werden, der Mangel würde sich nur umso mehr erkenntlich machen.

Hat eine Pflanze beispielsweise Phosphormangel und man optimiert die Lichtverhältnisse, können sich die Mangelerscheinungen noch intensiver ausprägen.

Je größer die Diskrepanz zwischen der Unterversorgung und den anderen Versorgungswerten ist, desto schlechter sieht es mit dem Wachstum aus. Es muss sich also um alle Faktoren gleich gut gekümmert werden, um den gesunden Wuchs der Pflanze zu gewährleisten.

Wichtigste Voraussetzungen für gesundes Pflanzenwachstum sind also:

Licht
Wasser
Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff
Mineralien und Nährstoffe
Temperatur
Bodenkonsistenz

Wenn es um Gewächshäuser geht, hat man oft vor allem ein Problem: Verschattung. Licht ist einer der wichtigsten Faktoren, die es zum Pflanzenwachstum braucht und darf selbstverständlich auch in einem geschlossenen Anbausystem nicht fehlen. Damit man auch unter lichtarmen Bedingungen eine zufriedenstellende Ernte einfahren kann, bietet sich eine Gewächshausbeleuchtung an.

Die Pflanzenlampen spenden im besten Fall perfekt abgestimmtes Licht für die jeweils angebaute Pflanze und sorgt dafür, dass sie stabil und gesund wächst. Nicht nur die Quantität, auch die Qualität der Ernte wird somit verbessert. Stellt sich nunmehr eine Frage: wie kommt man zu diesem perfekt abgestimmten Licht? Wie gut, dass Du auf unserem Kaufratgeber für Gewächshausbeleuchtung gelandet bist.

Einkauf von Gewächshauslampen: Darauf gilt es zu achten

Im Folgenden werden wir Dir näherbringen, was Beleuchtungssysteme fürs Gewächshaus alles können sollten und worauf es beim Kauf zu achten gilt. Das beinhaltet sowohl das Leuchtmittel an sich, als auch wichtige Messwerte und Anhaltspunkte, wie die PAR-Werte und das Spektrum. Außerdem sind Abstrahlwinkel und Form des Setups essentiell, sowie dessen Steuerung und die Lebensdauer der Lampen.

Gewächshausbeleuchtung mit LED-Technologie

Es sind bereits viele Unternehmen auf die Vorzüge der künstlichen Gewächshausbeleuchtung gekommen. Dabei werden des Öfteren Natriumdampflampen, eingesetzt. Ihre Technik wurde aber mittlerweile überholt, und zwar von der LED-Technologie. Tatsächlich boomt der Einsatz der LEDs bei der Pflanzenbeleuchtung mehr, als in anderen Bereichen. Ihre Vorzüge scheinen sich offenbar herumzusprechen.

Zunächst setzen viele Gewächshausbetreiber lieber LEDs ein, da sie so das Spektrum der Wellenlängen des Lichts bestimmen können und die LED generell mit einem breiteren Spektrum leuchtet. Natriumdampflampen haben ein nur sehr eingeschränktes Spektrum, das für das Pflanzenwachstum eigentlich nicht ideal ist.

LED Gewächshausbeleuchtung

Außerdem zeichnen sich die LEDs durch einen wesentlich geringeren Energieverbrauch aus. Die Energie, die hineingesteckt wird, wird nämlich zu einem höheren Anteil direkt in Licht umgewandelt und weniger in Wärme. Das merkt man daran, dass die LEDs nicht heiß werden, so wie andere Leuchtmittel, was einen weiteren Vorzug der Leuchtdioden darstellt. Zu guter Letzt leben die LEDs auch länger und sind auf ihre Lebensdauer aufgerechnet günstiger.

Lichtqualität und Eigenschaften

Licht kann verschiedene Eigenschaften haben, die in direktem Zusammenhang mit dem Wachstum der Pflanzen stehen, die diesem Licht ausgesetzt sind. Es geht dabei um Lichtintensität und die Wellenlängen der Strahlung. Diese Zusammensetzung ist wichtig, denn sie bestimmt, welches und wie viel Licht die Pflanze bekommt, wobei jede Pflanze auch unterschiedliches Licht braucht.

PAR-Werte

PAR steht für photosynthetically active radiation, zu Deutsch photosynthetisch aktive Strahlung. Es bezeichnet also die Strahlung, die die Photosynthese der Pflanze in Gang bringt, also genau das, was das Wachstum vorantreibt. Die PAR wird in verschiedenen Werten angegeben. Wichtig ist bei all diesen Werten der Spektralbereich von 400 Nanometer (nm) bis 700 nm, was den Wellenlängenbereich des Lichts entspricht, das die Pflanze verarbeiten kann, pro Zeit (und Fläche).

Die PAR-Bestrahlungsstärke gibt beispielsweise die eingestrahlte Lichtenergie an, während der PAR-Photonen-Fluss die Anzahl der eingestrahlten Lichtteilchen, also Photonen, auf einen bestimmten Zeitraum misst. Die PAR-Photonen-Flussdichte (PPFD) bezieht auch noch die Fläche mit ein. Es wird dann beispielsweise gemessen, wie viele Photonen pro Minute auf einen Quadratmeter treffen. Die Einheit für die PPFD lautet µmol (Mikromol).

Wellenlängen und Spektrum

Beim Pflanzenwachstum wurden interessante Forschungen angestellt, besonders in Bezug auf ihre Lichtbedürfnisse. Ein gewisser Keith J. McCree entwickelte dazu eine Studie, aus der die McCree-Kurve hervorgegangen ist. Sie zeigt, auf welchen Wellenlängen die Photonenströme auf die Pflanze treffen müssen, um möglichst viel Photosynthese auszulösen. Dabei kann man sehen, dass bei Wellenlängen um die 500 nm ein Einfall der Aktivität stattfindet.

LED Pflanzenlicht: breites Spektrum an Wellenlängen

Das hat damit zu tun, dass in diesem Wellenlängenbereich das für uns grün wirkende Licht liegt. Dieses wird von den Blättern weitgehend reflektiert, weshalb sie für uns auch grün aussehen. Daraus wurde lang abgeleitet, dass nur für uns blaues und rotes Licht der Photosynthese und damit dem Wachstum der Pflanzen förderlich ist. Die sogenannte Grünlücke wurde schließlich bei der Beleuchtung berücksichtigt, als das mit den farblich abstimmbaren LEDs möglich wurde.

Inzwischen hat man allerdings herausgefunden, dass sehr wohl auch die „grünen“ Wellenlängenbereiche für das Wachstum nötig sind, da die Photosynthese in diesem Teil des Spektrums zwar schwächer wird, aber lange nicht zum Erliegen kommt. Abgesehen davon ist das violett wirkende Rot-Blau-Licht auch unpraktisch, da man nicht ordentlich erkennen kann, wie die Pflanzen aussehen. Sollten sie befallen sein, oder sich andere Probleme ergeben, sind diese nicht leicht auszumachen.

CRI – der color rendering index

An dieser Stelle kommt der CRI ins Spiel. Der Color Rendering Index gibt an, wie die Farben eines Objekts unter einem bestimmten Licht wiedergegeben werden. Referenzlicht bildet dabei das einer Glühlampe, die mit 2700 Kelvin (K, womit die Farbtemperatur des Lichts gemessen wird) strahlt. Dieses Licht wird dann mit 100 Ra (Referenzindex allgemein) angenommen.

Je abweichender die Farbwiedergabe unter dem jeweiligen Licht ist, desto niedriger wird diese Zahl. Durchschnittliche Natriumdampflampen haben zum Beispiel teilweise einen Ra von unter 30. Für das Pflanzenwachstum und die Biomasseentwicklung selbst spielt der CRI-Wert eine untergeordnete Rolle. Hierfür entscheidend sind der Photonenfluss und das Spektrum.

Abstrahlwinkel und Form

Bei Pflanzenbeleuchtung hat man die Wahl zwischen unterschiedlichen Abstrahlwinkeln und Aufbauten. Je nachdem, welche Pflanze man kultivieren möchte und wie deren Wuchsverhalten ist, sollte man zu einem anderen Aufbau greifen. Hoher, schmaler Wuchs sollte anders beleuchtet werden, als breiter, tiefer Wuchs, sonst geht Energie verloren, da die Lichtstrahlen die Blätter nicht optimal treffen.

Deshalb ist es wichtig, einen individuellen Aufbau wählen zu können, der perfekt der jeweiligen Art angepasst ist. Lange, schmale Installationen sind dabei genauso möglich, wie blockartig zusammengeschlossene Leuchten. Der Abstrahlwinkel wird dabei oft durch Reflektoren oder Linsen (sogenannte Sekundäroptiken) geregelt, um die Lichtstrahlen so zu bündeln, dass der Lichtkegel die richtige Größe erlangt.

Steuerung und Automatisierung fürs Gewächshaus

Gerade für große Gewächshäuser und industriellen Anbau kann es interessant sein, möglichst viele Abläufe zu automatisieren. Einer davon ist die Pflanzenbeleuchtung, die so gesteuert werden sollte, dass sie den Zyklus der Sonne imitiert. Sonnenauf- und -untergang sowie Nacht und Tag werden vollautomatisch durch eine Zeitschaltuhr gesteuert.

Wartungsarmes LED-Gewächshauslicht und mit langer Lebensdauer

Ständiges Nachrüsten, Reparieren und Austauschen müssen verringert die Effizienz, ist zeitlich und damit finanziell aufwändig und schlichtweg lästig. Ein gutes Gewächshauslicht ist demnach jenes, das wenig Wartung bedarf und lange hält. Was das betrifft, kann definitiv zu LEDs geraten werden, denn sie halten wesentlich länger und sind generell unkomplizierter, als etwa Natriumdampflampen.

Wenn Du eines aus diesem Beitrag mitnehmen konntest, so ist es die Erkenntnis, dass viele Parameter zusammenspielen und auch dementsprechend aufeinander abgestimmt sein müssen. Dann geht auch alles Hand in Hand und man kann beim Pflanzenwachstum zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Wir hoffen, Dir mit diesem Beitrag bei der Wahl Deiner Gewächshausbeleuchtung behilflich gewesen zu sein.

Bild 3: © Markus Spiske – stock.adobe.com

Es gibt im Bereich der Pflanzenlampen zwei Leuchtmittel, die sich als besonders beliebt erwiesen haben. Das ist zum einen die Natriumdampflampe, die sehr lange Zeit Marktführerin auf dem Gebiet war und nun langsam von einer weiteren Technologie abgelöst zu werden scheint: der LED-Lampe. Was es mit den beiden auf sich hat und wo ihre Stärken und Schwächen liegen, sehen wir uns in diesem Beitrag genauer an.

Überblick: LED vs. NDL

Um einen ersten Überblick zu verschaffen, haben wir die NDL und die LED-Lampe in den wichtigsten Gesichtspunkten gleich vorweg gegenübergestellt:

NDL LED
Funktionsweise Gasentladung Halbleiterkristalle
Kosten günstige Anschaffung, teurer Betrieb teure Anschaffung, günstiger Betrieb
Ertrag + ++
Stromverbrauch hoch,
viel Verschwendung
niedrig,
effizientere Nutzung
Temperatur hoch niedrig
Spektrum fast monochrom im gelblichen Bereich an die Bedürfnisse anpassbar
Lebensdauer - +

Funktionsweise von LED und NDL

Die Natriumdampflampe enthält eine mit Gas gefüllte Röhre, durch welche Strom geleitet wird. Dadurch wird das Gas ionisiert und emittiert Licht. Deshalb wird sie auch Gasentladungslampe genannt. Sie braucht einige Minuten, um ihre volle Leistung zu entfalten, da mit steigender Temperatur auch die Menge an Natrium steigt, die in Gas verwandelt werden kann.

Bei der LED, was eine Abkürzung für light emitting diode ist, wird Gleichstrom in Halbleiterkristalle aus unterschiedlichen Materialien geleitet, wobei Photonen, also Lichtpartikel, freigesetzt werden. Je nachdem, aus welchem Material dieser Halbleiter gefertigt wird, ergeben sich unterschiedliche Wellenlängen und damit Lichtfarben.

Natriumdampflampen kosten mehr.

Zugegeben: das Urteil, das die Kapitelüberschrift vorausschickt ist etwas voreilig getroffen. Sehen wir uns von Anfang an an, wie wir zu diesem Fazit kommen. Sieht man sich die Preise für Natriumdampflampen im Vergleich mit LED-Lampen (bzw. Led-Grow Lampen) an, erkennt man nämlich, dass zweitere einen deutlich höheren Anschaffungspreis haben.

Allerdings kommen zu diesen Kosten dann erstmal noch ein Vorschaltgerät hinzu, das benötigt wird, um die Lampe in Betrieb zu nehmen. Anschließend braucht man noch ein recht aufwändiges Kühlsystem, da die NDL viel Abwärme produziert. Auch der Einbau ist etwas teurer, da dazu in den meisten Fällen eine Fachkraft benötigt wird. Der Einbau von LED-Lampen ist häufig auch in Eigenregie realisierbar. Dazu kommen die Stromkosten, die höher sind, da die NDL nicht so effizient arbeitet, wie die LED-Lampe.

Bezieht man alle Faktoren mit ein – letzterer ist noch die längere Lebensdauer der LED-Lampe – kommt man unterm Strich mit einer LED billiger und hat nebenbei noch weniger Aufwand.

Vergleichbarkeit der Angaben

Bevor wir auf die Effizienz und den möglichen Ertrag der Lampen eingehen, sei vorausgeschickt, dass die Angaben der Lampen nicht so einfach miteinander vergleichbar sind. Die Quantität des Lichts, also wie intensiv das emittierte Licht der Lampe ist, wird bei NDL nämlich in Lumen bzw. Lux angegeben, bei LED-Pflanzenlampen im besten Fall in PPFD (Photonenflussdichte).

Die Qualität des Lichts, also welches Spektrum, welche Lichtfarbe es aufweist, wird einerseits in Kelvin, andererseits (im besten Fall) mithilfe der genauen Kurve der Spektralverteilung angegeben. Um sie besser vergleichen zu können, kann man sich mit einem Quotienten helfen. Nimmt man die Lux der Natriumdampflampe und teilt sie durch 82 erhält man in etwa die Photonenflussdichte, die eine LED-Lampe mit gleicher Leistung ausstrahlen würde.

Besserer Ertrag mit LED Pflanzenlampen

Besserer Ertrag mit LEDs

Was Dich im Endeffekt wahrscheinlich am meisten interessiert, ist, mit welchem Aufbau Du den meisten Ertrag erzielen kannst. Zwar liefert eine NDL im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln sehr hohe Lumenwerte, bis zu 150 pro Watt eingebrachte Leistung, allerdings ist Lumen nicht unbedingt eine Einheit, die den Nutzen für das Pflanzenwachstum präzise wiedergeben kann. Das Licht liegt nämlich in einem Wellenlängenbereich, der der Pflanze nicht ausreicht; es fehlen viele Anteile, besonders im eher langwelligen Bereich.

Bei LEDs hingegen ist das Spektrum schon von vorn herein breiter. Tatsächlich werden Pflanzen unter LEDs auch Strahlung ausgesetzt, die außerhalb ihres „sichtbaren“ Spektrums liegen. Trotz dieser „unnötigen“ Strahlung ist die LED wesentlich effizienter als die Natriumdampflampe. Außerdem sind Spektrum, Leistung, Intensität, etc. variabel und können den Bedürfnissen der Pflanzen besser angepasst werden, sodass man sozusagen den verbrauchten Strom möglichst verlustfrei in Wachstum umwandeln kann. Um der NDL nicht Unrecht zu tun, sei allerdings doch angemerkt, dass sie besonders in der Blütephase sehr effektiv eingesetzt werden kann.

Stromverbrauch von NDL und LED-Lampen

Eine Natriumdampflampe braucht mehr Strom und die gleiche Menge an für das Wachstum brauchbares Licht zu erzeugen. Daneben werden die eingebrachten Watt an Leistung auch in Wärme verwandelt, was einen unnötigen Stromverbrauch und Abwärme verursacht, was durch ein Abluft- und Kühlsystem kompensiert werden muss, was wiederum Strom benötigt.

Ein solches Kühlsystem brauchen LEDs zwar auch, es kann allerdings kleiner ausfallen und braucht damit auch weniger Strom. Zudem gibt es die Möglichkeit der passiven Kühlung, wobei man nochmal weniger zusätzlichen Strom verbraucht – bis zu zwei Drittel weniger, um genau zu sein, abhängig davon, welche Lampen man vergleicht. Das führt dazu, dass sich der höhere Anschaffungspreis problemlos im Betrieb amortisiert.

Temperaturproblem bei der Natriumdampflampe

Abgesehen davon, dass Strom bei der hohen Temperaturentwicklung der Natriumdampflampen verloren geht, muss auch des Klimas im Raum oder Gewächshaus wegen extra gekühlt und gelüftet werden. Das ist zwar bei LEDs auch der Fall, allerdings in einem nicht so großen Ausmaß. Ähnliches gilt für den einzuhaltenden Abstand zwischen Pflanzen und Leuchtmittel. Weder Natriumdampflampen noch LEDs sollten zu nah an die Pflanze gehängt werden, bei NDLs aufgrund der Hitzeentwicklung, bei LEDs aufgrund der Lichtintensität.

LEDs müssen allerdings auch gekühlt werden, aber weniger der Pflanzen wegen, sondern um die Lebensdauer der Leuchtdioden zu verlängern. Sind sie nämlich zu lange der Wärme ausgesetzt, die sich bei ihrem Betrieb entwickelt, verkürzt sich ihre mögliche Betriebsdauer. Das kann aber ganz einfach durch Kühlrippen passieren, die durch ihre Bauweise den Abfluss der warmen Luft erleichtert.

Spektrum: variable Lichtfarbe bei Natriumdampflampen?

Beim Spektrum geht es um die Lichtqualität. Für das menschliche Auge betrifft das die Farbe, die das Licht hat, technisch bedeuten die verschiedenen Spektren, dass das Licht unterschiedliche Wellenlängen aufweist. Licht, das uns bläulich erscheint, hat eine Wellenlänge von etwa 450 Nanometer (nm), rotes Licht ist wesentlich langwelliger, mit einer Wellenlänge im Bereich von 700 nm.

Um die Pflanze effektiv zu stimulieren, sollte das Spektrum möglichst ausgewogen sein, was mit einer LED-Lampe einfach machbar ist. Sie kann man mithilfe von verschiedenen Halbleitermaterialien genau auf eine bestimmte Kombination von Wellenlängen bzw. Lichtfarben einstellen.

Eine NDL hingegen, besonders wenn es sich um eine Niederdruck-Dampflampe handelt, leuchtet fast ausschließlich bei einer Wellenlänge von 590 nm, was eine gelbliche Lichtfarbe erzeugt. Dieses Licht ist leider von der Pflanze weniger gut verarbeitbar, als breitere Spektren. Eine Hochdruck-Dampflampe funktioniert da schon besser, aber auch noch nicht ideal.

Lebensdauer

Auch bei der Lebensdauer hat die LED-Technologie die Nase vorn. Sie hält im Schnitt bis zu 3x so lange durch, wie die NDL, die in etwa 15.000 Stunden leuchten kann (wobei ihre Leistung kontinuierlich abnimmt), wohingegen die mittlere Lebensdauer hochwertiger Leuchtdioden mehr als 50.000 Stunden beträgt und sie im Vergleich zu NDL deutlich geringere Lichtverluste über die Lebensdauer hat. Dadurch werden, gemeinsam mit den geringeren Betriebskosten, die höheren Anschaffungskosten ausgeglichen.

Fazit

Wir hoffen, bei der Auswahl zwischen den altbewährten Natriumdampflampen und der state-of-the-art LED-Technologie behilflich gewesen zu sein. Wie eingangs erwähnt, ist ein klarer Trend in Richtung Leuchtdioden zu erkennen, den wir aufgrund der in diesem Beitrag erwähnten Vorteile nur unterstützen können.

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In Zusammenhang mit LED Pflanzenlampen stößt man immer wieder auf den Begriff „Vollspektrum“. Was es damit genau auf sich hat, wissen bei weitem nicht alle, die sich die sogenannten Vollspektrumlampen zulegen. Wir wollen Licht ins Dunkel bringen – nun ja, im wahrsten Sinne des Wortes – und Dir erklären, was du von dieser Art der Pflanzenlampen erwarten kannst.

Die Bedeutung von Vollspektrum: nur ein Mythos?

Nicht überall, wo Vollspektrum draufsteht, kommt auch Vollspektrum raus. Nicht selten handelt es sich um einen Begriff, der gerne zu Werbezwecken verwendet wird, immerhin hört sich das besonders effektiv an. Doch im Gegenteil: man sollte eher ein wenig Vorsicht walten lassen, wenn man davon angelockt wird. Was steckt nun dahinter?

Die Hintergründe: Vollspektrum für Pflanzen

Beginnen wir am besten ganz von vorn. Bei dem, was wir als Licht bezeichnen, handelt es sich um elektromagnetische Strahlung. Der sichtbare Wellenlängenbereich bewegt sich zwischen 380 und 750 Nanometer (nm). Jenseits dessen bewegen sich zunächst Ultraviolett und Infrarot, aber auch Röntgen- und Gammastrahlung auf der einen und Mikrowellen und Rundfunk auf der anderen Seite gehören dazu.

Licht und Wellenlänge

Dieses für uns sichtbare Spektrum bewegt sich also mit einer Wellenlänge von 380 nm bis 780 nm fort. Sehr kurzwelliges Licht erscheint für unsere Farbrezeptoren blau, während langwelliges Licht rot erscheint. Dazwischen erstreckt sich das komplette uns bekannte Farbspektrum. Nun kann man Vollspektrum diesbezüglich auf zwei verschiedene Arten definieren.

Entweder man bezeichnet damit die Strahlung, die die Sonne überhaupt abgibt, wobei auch Ultraviolett und Infrarot miteinbezogen werden, oder man bezeichnet damit die Bandbreite an Licht, das wir mit den Augen wahrnehmen können, was die enthaltene Spannbreite einschränken würde. In Bezug auf die Beleuchtung von Pflanzen zur Wachstumsförderung ist wahrscheinlich zweiteres gemeint, da sich das ziemlich genau mit dem Spektrum deckt, das die Pflanze für die Photosynthese benötigt.

PAR: photosynthetically active radiation

Das führt uns zur Bedeutung dieser Strahlung für die Pflanzen. Damit Pflanzen die Nährstoffe aus dem Boden und das CO2 aus der Luft zu Kohlehydraten verarbeiten – mit anderen Worten wachsen – können, brauchen sie Licht. Dieses bringt die Photosynthese in Gang, die schließlich den Stoffwechsel antreibt. Sie heißt daher auch fotosynthetisch, aktive Strahlung, abgekürzt PAR (engl. photosynthetically active radiation).

LED Pflanzenlicht: breites Spektrum an WellenlängenDas sogenannte Chlorophyll ist dazu da, die Strahlung aufzunehmen. Interessant ist nun, dass diese Zellen Licht gewisser Wellenlängen besser aufnehmen als von anderen. Licht mit einer Wellenlänge von um die 550 nm nehmen die Zellen fast gar nicht auf, sondern reflektieren es zu einem Großteil. Das ist Strahlung, die in unserer Wahrnehmung grün wirkt. Deshalb wird oft von einer Grün-Lücke bei der Beleuchtung von Pflanzen gesprochen und daher sehen die Pflanzen für das menschliche Auge auch grün aus.

Besonders aktiv ist die Photosynthese hingegen bei Strahlung in den Wellenlängenbereichen um die 450 nm und 650 nm. Das ist Licht, das für den Menschen blau bzw. rot aussieht. Nichts wäre da naheliegender, als die Pflanze auch nur diesen beiden Lichtstrahlungen auszusetzen. Das wäre also dann das Gegenteil des Vollspektrums, da man eben nur die beiden Aktivitätsspitzen der Photosynthese zu stimulieren bzw. auszunutzen versucht.

Violettes oder weißes Licht?

Bleibt eine letzte Frage zu beantworten. Worauf sollst Du nun setzen? Auf Licht, das weiß aussieht, weil sich das breite Spektrum an verschiedensten Wellenlängen darin befindet? Oder lieber auf eine Mischung aus blauem und rotem Licht? Die Antwort lautet: auf beides.

Um die Kurve, die die Empfindlichkeit der Pflanze auf gewisse Wellenlängen beschreibt, genau zu treffen, braucht man große Anteile an blauem und vor allem rotem Licht, doch auch das Spektrum dazwischen darf nicht ausgelassen werden, denn auch dort kommt die fotosynthetische Aktivität nicht zum Erliegen. Sinnvoll ist also Licht, das zwar für unsere Wahrnehmung weiß wirkt, aber eher dem warmen Farbspektrum zugeneigt ist. Das schaffen warmweiße Lampen am besten.

Auf Nummer sicher kann man nur gehen, wenn man das Lichtspektrum der Lampe ausmessen kann bzw. entsprechende Informationen zur Verfügung stehen. Vergleicht man diese Daten schließlich mit dem Bedarf an Lichtstrahlung der Pflanze für die Photosynthese, bekommt man ein genaueres Bild davon, ob die Lampe auch leisten kann, was man sich von ihr erwartet.

Wachstumsphasen und Spektrum

Wobei allerdings miteinbezogen werden muss, dass Pflanzen während des Wachstums unterschiedliche Phasen durchlaufen, während derer sie unterschiedlichen Lichtverhältnissen ausgesetzt werden sollten. Jungen Pflanzen sind kurze Wellen lieber, während Du in der Blütezeit bereits langwelligeres Licht einstellen kannst.

Far Red für ein vollständigeres Spektrum

Du hast bestimmt schon mal beobachtet, dass sich das Licht den Tag über verändert. Gerade zu Sonnenauf- und -untergang zeigt sich das, wenn das Licht erst orange-rot und schließlich nochmal blau-grau wird kurz bevor es komplett dunkel ist. Diesem Umstand hat sich der Wachstumszyklus der Pflanzen angepasst. Sie werden quasi in einen Zustand der Regeneration versetzt und können so stabiler wachsen.

Diesen Vorgang kann man mit sogenanntem Far Red, mit tiefrotem Licht, simulieren. Indem man das Spektrum also um noch langwelligere Strahlung zu bestimmten Zeiten erweitert, kann man das Wachstum besser gestalten. Am besten kombiniert man das mit einer Zeitschaltuhr und stellt kurz vor dem kompletten Ausschalten der Beleuchtung noch einige Minuten das tiefrote Licht für die Pflanzen zur Verfügung. Im Prinzip simuliert man dadurch nur noch präziser die Sonneneinstrahlung.

Fazit

Was Du aus der Geschichte mitnehmen kannst, ist, dass die Bezeichnung „Vollspektrum“ nicht unbedingt verlässlich ist. Das Problem ist, dass der Begriff nicht geschützt ist. Jeder Hersteller kann seine LED Pflanzenlampe so nennen, ohne nachweisen zu müssen, dass das ausgesandte Licht der Lampe tatsächlich auf allen Wellenlängen strahlt.

Außerdem haben wir ja festgestellt, dass das perfekte Licht fürs Pflanzenwachstum auch durchaus auf manchen Wellenlängen stärker ausgeprägt sein sollte. Wie so oft liegt der beste Lösungsweg in der goldenen Mitte. Mit einem Überschuss an rotem und blauem Licht und die grün-gelben Strahlen nicht vergessend, bekommst du den idealen Mix für deine LED-Wachstumslampe.

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Die DIY-Kultur scheint einen besonderen Reiz auszuüben. Fast alles kann heutzutage selbst zusammengebaut werden. Die augenscheinlichsten und wichtigsten Vorteile sind Flexibilität und Individualität und die Kostenersparnis. Auch vor der LED Pflanzenlampe Marke Eigenbau schreckt man zurecht nicht zurück und macht sich ans Bestellen von LEDs und Zubehör.

Dass das jedoch nicht nur die eben genannten Vorteile, sondern zudem einige Risiken birgt, erfährst Du hier. Allerdings wollen wir Dir das Unterfangen auch nicht zur Gänze ausreden, denn wenn man es richtig angeht, schöpft man durchaus auch einen Mehrwert aus der individuell zusammengebauten LED Pflanzenbeleuchtung. Deshalb geben wir Dir Tipps und einen ersten Überblick über die Materie.

Das Risiko beim Selbstbauen

Wir wollen natürlich hier niemandem das Knowhow absprechen. Man muss auch nicht unbedingt Elektrotechnik gelernt haben, um einen Lampenaufbau selbst hinzubekommen, aber man sollte die eigenen Kenntnisse eben nicht überschätzen. Immerhin wird bei diesen Dingen mit Strom gearbeitet und das kann unter Umständen gefährlich werden.

Neben der Gefahr um Leib und Leben besteht ein gewisses Risiko für die Qualität des Ergebnisses. Da man ja durch die Wahl der Marke Eigenbau zumindest in zweiter oder dritter Linie Kosten einsparen möchte, wäre es ärgerlich, wenn das schlussendlich nicht klappt, oder der Plan gravierend zu Ungunsten der Qualität geht.

Mit einem kleinen bisschen Hinterfragen der eigenen Fähigkeiten wird aber wahrscheinlich schnell klar, ob man sich zutrauen kann eine eigene Pflanzenlampe zusammenzustellen oder nicht. An den elektrischen Anschluss dürfen sich beispielsweise nur Elektronikfachkundige machen. Anderweitig besteht Lebensgefahr!

Entscheidest Du Dich dafür, wüschen wir auf jeden Fall viel Spaß dabei und geben Dir noch den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg.

Auswahl der LEDs und Materialien

Kostenersparnis hin oder her, übertreiben sollte man es damit auch nicht. LEDs sind zwar durchaus teuer, wenn man an dieser Stelle spart, ist es mit der Erleuchtung allerdings unter Umständen schnell wieder vorbei. Minderwertige Leuchtdioden können entweder bereits beim Kauf bzw. bei der Lieferung kaputt sein, oder frühzeitig Lichtleistung verlieren und schnell kaputt gehen. Eine verkürzte Lebensdauer ist nur ärgerlich und spart im Endeffekt ohnehin kein Geld ein.

Neben der Qualität sollte man auch auf die Eigenschaften der Lampen achten. Man sollte sich mit den Farbspektren auskennen und wissen, welche man für die Pflanzen nun braucht. Wir empfehlen Lampen, die auf möglichst allen Wellenlängen Photonen ausstrahlt. Da Du das bekannte PAR-Spektrum gut abdecken kannst, werden diese Vollspektrumlampen allen Anforderungen gerecht.

Man kann sich auch für andere Lichtquellen als die kleinen, einzelnen LEDs entscheiden. Sollen es doch eher LED-Leuchtstreifen sein, oder vielleicht COB (Chip-on-board) LED-Chips. Das ist wiederum ein Vorteil der DIY-Pflanzenlampe: das gesamte Arsenal an Leuchtmitteln steht Dir zur Verfügung. Egal, wofür Du Dich im Endeffekt entscheidest, überprüfe immer die Qualität der Produkte und gib‘, wenn’s sein muss, auch den ein oder anderen Euro mehr aus.

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Individuelles Feintuning der LED Pflanzenbeleuchtung

Mit dem nötigen Wissen und geduldiger Tüftelei oder einfach mit den richtigen Bauteilen bekommt man auch Dimmfunktionen, die Simulation von Sonnenauf- und -untergang, oder die stufenlose Variation des Spektrums hin. Eben Genanntes spielt bereits in der Profiliga und ist für zufriedenstellendes Pflanzenwachstum oft gar nicht mal zwingend nötig.

Dass die Art der Lampe mit der Pflanzenart zusammenhängt, haben wir in unserem Ratgeber zum Thema Led-Grow Lampen beschrieben.

Bausatz als Einstieg

Wer sich erst an die Materie herantastet, allerdings auch nicht wirklich an einem vorgekauten Modell von der Stange interessiert ist, dem sei ein LED-Bausatz empfohlen. Dabei erhält man alle nötigen Einzelteile im Paket, braucht sich nicht allzu viele Gedanken darüber machen, ob man nun auch alles Zubehör in der richtigen Menge eingekauft hat und kann direkt loslegen.

Der wesentliche Unterschied zu einer fix und fertig zusammengestellten Pflanzenlampe besteht vor allem darin, dass man anschließend die Einzelteile beliebig variieren kann. Dort eine andere Lampe, da eine andere Aufhängung – man bleibt völlig flexibel, während man sich nicht vollständig auf sich selbst verlassen muss. Das ist ideal für den Einstieg und zur Aneignung weiteren Knowhows.

LED Pflanzenlampe selber bauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Kühlkörper vorbereiten, reinigen und anordnen
  2. Position der LEDs im Kühlkörper festlegen (auf Plus- und Minuspole achten)
  3. LEDs im Kühlkörper anbringen, entweder mit wärmeleitendem, beidseitigem Klebeband festkleben oder in einen Träger einbauen und diesen festschrauben
  4. Verkabelung vorbereiten: zuschneiden, abisolieren, verzinnen
  5. LEDs miteinander verbinden, dabei wiederum auf Plus- und Minuspole achten
  6. Ausgänge des LED-Treibers anbringen
  7. Gerätezuleitung anschließen
  8. Halterungen anbringen

 

Vorsicht beim Handtieren mit Strom!

Vorsicht beim Handtieren mit Strom!

Besonders sobald es daran geht, die Gerätezuleitung anzuschließen, muss man akribisch genau darauf achten, dass man auch nichts verkehrt macht bzw. bis dahin verkehrt gemacht hat. Spätestens dann fließt nämlich Strom und das kann gefährlich werden. Lebensgefahr besteht für Menschen bereits ab einer Spannung von 50V. Aus einer Steckdose fließt der Strom mit einer Spannung von 230V.

Preisleistungsverhältnis: lohnt es sich überhaupt?

Vorausgesetzt man verfügt über die notwendigen Kenntnisse und kann gezielt alle Einzelteile, die gebraucht werden einkaufen und fehlerfrei einbauen, um keinen Materialverschleiß zu haben, lohnt sich der Selbstaufbau finanziell überhaupt im Vergleich zur erreichbaren Qualität?

Nun ja, wie bereits anklingt, kommt es dabei vor allem auf Dich an. Hast Du bereits das nötige Werkzeug, hast du vielleicht sogar einige der Teile bereits zur Verfügung, wie Kabel, Schrauben oder Halterungen, da Du sie auch für andere Projekte benötigst? Wenn nicht, muss auch bedacht werden, dass sich das alles zum Kaufpreis addiert, was unterm Strich ziemlich ins Geld gehen kann.

Außerdem musst Du unter Umständen zu festgelegten Packungsgrößen greifen und brauchst den ganzen Inhalt am Ende gar nicht. Das sind Ausgaben, die sich nicht lohnen und die man vielleicht lieber in weniger komplexe Lösungen gesteckt hätte.

Auch die Qualität, die Du schlussendlich mit deinem Setup erreichen kannst, kommt ganz darauf an, wie sehr Du in der Elektro- und Lichttechnik bewandt bist. Denke daran, dass bei fertigen Pflanzenlampen absolute Profis am Werk sind und Du Dir auch dementsprechend einiges an Qualität erwarten kannst.

Die Entscheidung wird Dir niemand abnehmen können, aber wie dem auch sei: wir wünschen Dir viel Vergnügen mit Deiner Pflanzenlampe – ob nun selbst gebaut, als LED-Bausatz oder als Gesamtpaket erworben. Hauptsache, Deine Sprösslinge müssen nicht im Dunklen stehen.

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