LED Pflanzenlampe selber bauen

LED Pflanzenlampe selber bauen
Artikel aktualisiert am 09.12.2018

Die DIY-Kultur scheint einen besonderen Reiz auszuüben. Fast alles kann heutzutage selbst zusammengebaut werden. Die augenscheinlichsten und wichtigsten Vorteile sind Flexibilität und Individualität und die Kostenersparnis. Auch vor der LED Pflanzenlampe Marke Eigenbau schreckt man zurecht nicht zurück und macht sich ans Bestellen von LEDs und Zubehör.

Dass das jedoch nicht nur die eben genannten Vorteile, sondern zudem einige Risiken birgt, erfährst Du hier. Allerdings wollen wir Dir das Unterfangen auch nicht zur Gänze ausreden, denn wenn man es richtig angeht, schöpft man durchaus auch einen Mehrwert aus der individuell zusammengebauten LED Pflanzenbeleuchtung. Deshalb geben wir Dir Tipps und einen ersten Überblick über die Materie.

Das Risiko beim Selbstbauen

Wir wollen natürlich hier niemandem das Knowhow absprechen. Man muss auch nicht unbedingt Elektrotechnik gelernt haben, um einen Lampenaufbau selbst hinzubekommen, aber man sollte die eigenen Kenntnisse eben nicht überschätzen. Immerhin wird bei diesen Dingen mit Strom gearbeitet und das kann unter Umständen gefährlich werden.

Neben der Gefahr um Leib und Leben besteht ein gewisses Risiko für die Qualität des Ergebnisses. Da man ja durch die Wahl der Marke Eigenbau zumindest in zweiter oder dritter Linie Kosten einsparen möchte, wäre es ärgerlich, wenn das schlussendlich nicht klappt, oder der Plan gravierend zu Ungunsten der Qualität geht.

Mit einem kleinen bisschen Hinterfragen der eigenen Fähigkeiten wird aber wahrscheinlich schnell klar, ob man sich zutrauen kann eine eigene Pflanzenlampe zusammenzustellen oder nicht. An den elektrischen Anschluss dürfen sich beispielsweise nur Elektronikfachkundige machen. Anderweitig besteht Lebensgefahr!

Entscheidest Du Dich dafür, wüschen wir auf jeden Fall viel Spaß dabei und geben Dir noch den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg.

Auswahl der LEDs und Materialien

Kostenersparnis hin oder her, übertreiben sollte man es damit auch nicht. LEDs sind zwar durchaus teuer, wenn man an dieser Stelle spart, ist es mit der Erleuchtung allerdings unter Umständen schnell wieder vorbei. Minderwertige Leuchtdioden können entweder bereits beim Kauf bzw. bei der Lieferung kaputt sein, oder frühzeitig Lichtleistung verlieren und schnell kaputt gehen. Eine verkürzte Lebensdauer ist nur ärgerlich und spart im Endeffekt ohnehin kein Geld ein.

Neben der Qualität sollte man auch auf die Eigenschaften der Lampen achten. Man sollte sich mit den Farbspektren auskennen und wissen, welche man für die Pflanzen nun braucht. Wir empfehlen Lampen, die auf möglichst allen Wellenlängen Photonen ausstrahlt. Da Du das bekannte PAR-Spektrum gut abdecken kannst, werden diese Vollspektrumlampen allen Anforderungen gerecht.

Man kann sich auch für andere Lichtquellen als die kleinen, einzelnen LEDs entscheiden. Sollen es doch eher LED-Leuchtstreifen sein, oder vielleicht COB (Chip-on-board) LED-Chips. Das ist wiederum ein Vorteil der DIY-Pflanzenlampe: das gesamte Arsenal an Leuchtmitteln steht Dir zur Verfügung. Egal, wofür Du Dich im Endeffekt entscheidest, überprüfe immer die Qualität der Produkte und gib‘, wenn’s sein muss, auch den ein oder anderen Euro mehr aus.

Individuelles Feintuning der LED Pflanzenbeleuchtung

Mit dem nötigen Wissen und geduldiger Tüftelei oder einfach mit den richtigen Bauteilen bekommt man auch Dimmfunktionen, die Simulation von Sonnenauf- und -untergang, oder die stufenlose Variation des Spektrums hin. Eben Genanntes spielt bereits in der Profiliga und ist für zufriedenstellendes Pflanzenwachstum oft gar nicht mal zwingend nötig.

Bausatz als Einstieg

Wer sich erst an die Materie herantastet, allerdings auch nicht wirklich an einem vorgekauten Modell von der Stange interessiert ist, dem sei ein LED-Bausatz empfohlen. Dabei erhält man alle nötigen Einzelteile im Paket, braucht sich nicht allzu viele Gedanken darüber machen, ob man nun auch alles Zubehör in der richtigen Menge eingekauft hat und kann direkt loslegen.

Der wesentliche Unterschied zu einer fix und fertig zusammengestellten Pflanzenlampe besteht vor allem darin, dass man anschließend die Einzelteile beliebig variieren kann. Dort eine andere Lampe, da eine andere Aufhängung – man bleibt völlig flexibel, während man sich nicht vollständig auf sich selbst verlassen muss. Das ist ideal für den Einstieg und zur Aneignung weiteren Knowhows.

LED Pflanzenlampe selber bauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Kühlkörper vorbereiten, reinigen und anordnen
  2. Position der LEDs im Kühlkörper festlegen (auf Plus- und Minuspole achten)
  3. LEDs im Kühlkörper anbringen, entweder mit wärmeleitendem, beidseitigem Klebeband festkleben oder in einen Träger einbauen und diesen festschrauben
  4. Verkabelung vorbereiten: zuschneiden, abisolieren, verzinnen
  5. LEDs miteinander verbinden, dabei wiederum auf Plus- und Minuspole achten
  6. Ausgänge des LED-Treibers anbringen
  7. Gerätezuleitung anschließen
  8. Halterungen anbringen

 

Vorsicht beim Handtieren mit Strom!

Vorsicht beim Handtieren mit Strom!

Besonders sobald es daran geht, die Gerätezuleitung anzuschließen, muss man akribisch genau darauf achten, dass man auch nichts verkehrt macht bzw. bis dahin verkehrt gemacht hat. Spätestens dann fließt nämlich Strom und das kann gefährlich werden. Lebensgefahr besteht für Menschen bereits ab einer Spannung von 50V. Aus einer Steckdose fließt der Strom mit einer Spannung von 230V.

Preisleistungsverhältnis: lohnt es sich überhaupt?

Vorausgesetzt man verfügt über die notwendigen Kenntnisse und kann gezielt alle Einzelteile, die gebraucht werden einkaufen und fehlerfrei einbauen, um keinen Materialverschleiß zu haben, lohnt sich der Selbstaufbau finanziell überhaupt im Vergleich zur erreichbaren Qualität?

Nun ja, wie bereits anklingt, kommt es dabei vor allem auf Dich an. Hast Du bereits das nötige Werkzeug, hast du vielleicht sogar einige der Teile bereits zur Verfügung, wie Kabel, Schrauben oder Halterungen, da Du sie auch für andere Projekte benötigst? Wenn nicht, muss auch bedacht werden, dass sich das alles zum Kaufpreis addiert, was unterm Strich ziemlich ins Geld gehen kann.

Außerdem musst Du unter Umständen zu festgelegten Packungsgrößen greifen und brauchst den ganzen Inhalt am Ende gar nicht. Das sind Ausgaben, die sich nicht lohnen und die man vielleicht lieber in weniger komplexe Lösungen gesteckt hätte.

Auch die Qualität, die Du schlussendlich mit deinem Setup erreichen kannst, kommt ganz darauf an, wie sehr Du in der Elektro- und Lichttechnik bewandt bist. Denke daran, dass bei fertigen Pflanzenlampen absolute Profis am Werk sind und Du Dir auch dementsprechend einiges an Qualität erwarten kannst.

Die Entscheidung wird Dir niemand abnehmen können, aber wie dem auch sei: wir wünschen Dir viel Vergnügen mit Deiner Pflanzenlampe – ob nun selbst gebaut, als LED-Bausatz oder als Gesamtpaket erworben. Hauptsache, Deine Sprösslinge müssen nicht im Dunklen stehen.

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